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Das Bundesliga-Zeugnis: Borussia Dortmund
„Sechs, setzen!“ Wer hat als Schüler diesen Satz nicht schon einmal gehört? Doch jetzt müssen die Vereine zittern. Goal.com stellt ihnen wie immer das Zwischenzeugnis aus. Wurden die Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen? Wer hat seine Hausaufgaben nicht erledigt? Wer muss um die Versetzung bangen? Das Goal.com-Zeugnis der Hinrunde gibt Auskunft.
Von Elmar NEVELING
Verein: Borussia Dortmund
Bundesliga: Platz 1
DFB-Pokal: ausgeschieden in der 2. Runde, mit 2:4 nach Elfmeterschießen bei Kickers Offenbach
Europa League: ausgeschieden in der Gruppenphase
Zielsetzung: Nach Vorjahresplatz fünf strebt der BVB auch für diese Saison wieder die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb an, nicht jedoch ohne darauf hinzuweisen, dass sich einige finanzstärkere Klubs unter den Konkurrenten befinden. In der Europa League war das Erreichen der Gruppenphase das angestrebte Mindestziel, ein „Überwintern“ im Europacup der unausgesprochene Wunsch.
BUNDESLIGA – Note: sehr gut (1)
Vierzehn Siege in siebzehn Spielen, von neun Auswärtsspielen acht gewonnen – einfach phänomenal! Sicher, der BVB gehörte vor der Saison zu den Teams, denen zugetraut wurde, oben mitzuspielen. Doch die Dortmunder spielten nicht mit, sie dominierten auf beeindruckende Art und Weise. Bricht der Revierklub in der Rückrunde nicht erheblich ein, könnte am Ende der Saison die erste Meisterschaft seit 2002 stehen. Für eine „Eins mit Sternchen“ fehlte es nur an einem weiteren Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause in Frankfurt, mit dem der BVB dann einen neuen Punkterekord für die beste Vorrunde aufgestellt hätte.
DFB-POKAL – Note: mangelhaft (5)
Die erste Hürde wurde von Schwarz-Gelb noch souverän bewältigt: Beim von Mario Basler trainierten Drittligisten Wacker Burghausen gelang ein lockerer 3:0-Sieg, die Gäste wurden ihrer Favoritenstellung gerecht. Doch schon in der zweiten Runde wurde dem Dauerbrenner „Borussias vorzeitiges Pokal-Ausscheiden gegen einen Underdog“ ein weiteres Kapitel hinzugefügt: Bei Drittligist Kickers Offenbach wirkte der BVB seltsam uninspiriert, scheiterte zudem wiederholt am glänzend aufgelegten Kickers-Keeper Robert Wulnikowski, der letztlich im Elfmeterschießen zum Helden wurde.
Noch mehr vom BVB: Alle News über die Schwarz-Gelben
EUROPA LEAGUE – Note: noch befriedigend (3-)
Da wäre mehr drin gewesen! Nachdem Dortmund mit zwei Siegen gegen Qarabag Agdam souverän in die Gruppenphase eingezogen war, warteten dort Karpaty Lwiw, Paris St. Germain und der FC Sevilla als Gegner. Der Auftakt bei Karpaty geriet gleich zum Paukenschlag, als in einer furiosen Schlussphase noch ein 4:3-Erfolg gelang. Die Borussia begeisterte zwar in fast jeder Partie spielerisch, zeigte jedoch im Vergleich zur Bundesliga deutliche Torhemmung. So versäumte es die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp insbesondere in den Heimspielen gegen Sevilla und Paris, den „Sack zuzumachen“, als sie beste Torchancen ausließ. Letztlich waren zwei Siege gegen Lwiw zu wenig für das Weiterkommen – wenngleich dem BVB im letzten Gruppenspiel in Sevilla nur ein einziger Treffer fehlte, um die nächste Runde zu erreichen. Doch der wollte nicht fallen.

UNTERHALTUNG – Note: sehr gut (1)
Diese Borussia macht einfach Spaß! Nuri Sahin, Shinji Kagawa, Lucas Barrios und Co. spielen nicht nur erfolgreichen Fußball, sie zelebrieren ihn auch! Seit der erfolgreichsten Zeit in der jüngeren Klubgeschichte, Mitte der 1990er Jahre, begeisterte die Mannschaft ihre Fans nicht mehr mit derart famoser spielerischer Eleganz. Die Balance im Team stimmt einfach: Hinten hält eine souveräne Abwehr um Torwart Roman Weidenfeller sowie den Innenverteidigern Neven Subotic und Mats Hummels den „Laden dicht“, im kompakten Mittelfeld läuft die Kugel wie am Schnürchen und vorne verwertet Lucas Barrios die präzisen Vorlagen und legt auf nachrückende Mitspieler ab. Ganz wie es Klopp bei Amtsantritt 2008 forderte: Diese junge BVB-Truppe bietet tatsächlich „Vollgas-Veranstaltungen“ und hat sich vom einstigen „Schlafwagen-Fußball“ der Vorjahre meilenweit entfernt!
TRANSFERMARKT – Note: voll gut (2+)
Wer bitteschön kannte hierzulande vor gut einem halben Jahr Shinji Kagawa? Für eine kolportierte Ausbildungsentschädigung von 350.000 Euro aus Japan verpflichtet, rockte der 21-Jährige die Bundesliga mit grandioser Technik auf Anhieb. Kagawa verbindet tolle Dribblings mit Spielübersicht und Torgefährlichkeit, einfach grandios!

Robert Lewandowski kam vor der Saison von Lech Poznan nach Dortmund und würde laut Klopp immer spielen, dürfte er zwölf Mann aufs Feld schicken. Doch da dem nicht so ist, gibt es für den Polen im 4-5-1-System bisher kein Vorbeikommen am gesetzten Stoßstürmer Lucas Barrios. Wie wertvoll Lewandowski für die Borussia ist, bewies er jedoch mit seinen vier Bundesliga-Toren nach Einwechslungen (plus einem weiteren Liga-Treffer, als er aufgrund Barrios’ Verletzung von Beginn an ran durfte).
Auch Lukas Piszczek erwies sich als wertvolle Verstärkung: Ursprünglich von Bundesliga-Absteiger Hertha BSC Berlin als Backup für Patrick Owomoyela verpflichtet, bestand nach dessen Verletzung dauerhafter Bedarf auf der Rechtsverteidiger-Position. Piszczek beackerte seine Seite konsequent und zeigte defensiv wie offensiv solide Leistungen.
Antonio da Silva (zuletzt vom Karlsruher SC an den FC Basel ausgeliehen) muss sich bislang als Ersatzkraft für Nuri Sahin begnügen, rettete der Borussia jedoch mit seinem tollen Freistoßtor in letzter Minute gegen 1899 Hoffenheim noch einen Zähler.
Die Abgänge von Ersatztorwart Marc Ziegler, Mittelfeldspieler Tinga sowie der Angreifer Nelson Valdez und Dimitar Rangelov konnten gut kompensiert werden, da sie bereits in der vergangenen Saison (teilweise abgesehen von Valdez) nicht zum Stammpersonal gehörten. Das zum MSV Duisburg ausgeliehene Rechtsverteidiger-Talent Julian Koch könnte perspektivisch ein Kandidat für die erste Elf sein.
Transfermarkt: Alle Bundesliga-Wechsel im Überblick
TRAINER & UMFELD – Note: voll gut (2+)
Jürgen Klopp hat dem BVB eine eigene Identität und Spielkultur verpasst, baut konsequent auf die Jugend und ist zugleich erfolgreich – zusammen ist dies wohl mit das größte Lob, das einem Trainer gemacht werden kann. Die BVB-Fans liegen ihrem „Kloppo“ bereits zu Füßen wie zuvor nur Titelsammler und Ex-Borussen-Coach Ottmar Hitzfeld – fehlt also nur noch die Titelkrönung!
GESAMTNOTE: gut (2)
Ginge es allein nach der Bundesliga, fiele die Bewertung eindeutig „sehr gut“ aus. Doch das Ausscheiden in beiden Pokal-Wettbewerben trübt die Zwischenbilanz etwas. Schade, dass der souveräne Tabellenführer der Bundesliga international noch Lehrgeld zahlen musste. Doch wer weiß, vielleicht waren dies wertvolle Erfahrungen womöglich für die Champions League im nächsten Jahr?!
Alle Bundesliga-Teams im Goal.com-Wintercheck: Der Überblick
Eure Meinung: Wie fällt Dein Zeugnis aus? Versetzung oder Nachsitzen?
Bundesliga: Platz 1
DFB-Pokal: ausgeschieden in der 2. Runde, mit 2:4 nach Elfmeterschießen bei Kickers Offenbach
Europa League: ausgeschieden in der Gruppenphase
Zielsetzung: Nach Vorjahresplatz fünf strebt der BVB auch für diese Saison wieder die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb an, nicht jedoch ohne darauf hinzuweisen, dass sich einige finanzstärkere Klubs unter den Konkurrenten befinden. In der Europa League war das Erreichen der Gruppenphase das angestrebte Mindestziel, ein „Überwintern“ im Europacup der unausgesprochene Wunsch.
BUNDESLIGA – Note: sehr gut (1)
Vierzehn Siege in siebzehn Spielen, von neun Auswärtsspielen acht gewonnen – einfach phänomenal! Sicher, der BVB gehörte vor der Saison zu den Teams, denen zugetraut wurde, oben mitzuspielen. Doch die Dortmunder spielten nicht mit, sie dominierten auf beeindruckende Art und Weise. Bricht der Revierklub in der Rückrunde nicht erheblich ein, könnte am Ende der Saison die erste Meisterschaft seit 2002 stehen. Für eine „Eins mit Sternchen“ fehlte es nur an einem weiteren Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause in Frankfurt, mit dem der BVB dann einen neuen Punkterekord für die beste Vorrunde aufgestellt hätte.
DFB-POKAL – Note: mangelhaft (5)
Die erste Hürde wurde von Schwarz-Gelb noch souverän bewältigt: Beim von Mario Basler trainierten Drittligisten Wacker Burghausen gelang ein lockerer 3:0-Sieg, die Gäste wurden ihrer Favoritenstellung gerecht. Doch schon in der zweiten Runde wurde dem Dauerbrenner „Borussias vorzeitiges Pokal-Ausscheiden gegen einen Underdog“ ein weiteres Kapitel hinzugefügt: Bei Drittligist Kickers Offenbach wirkte der BVB seltsam uninspiriert, scheiterte zudem wiederholt am glänzend aufgelegten Kickers-Keeper Robert Wulnikowski, der letztlich im Elfmeterschießen zum Helden wurde.
Noch mehr vom BVB: Alle News über die Schwarz-Gelben
EUROPA LEAGUE – Note: noch befriedigend (3-)
Da wäre mehr drin gewesen! Nachdem Dortmund mit zwei Siegen gegen Qarabag Agdam souverän in die Gruppenphase eingezogen war, warteten dort Karpaty Lwiw, Paris St. Germain und der FC Sevilla als Gegner. Der Auftakt bei Karpaty geriet gleich zum Paukenschlag, als in einer furiosen Schlussphase noch ein 4:3-Erfolg gelang. Die Borussia begeisterte zwar in fast jeder Partie spielerisch, zeigte jedoch im Vergleich zur Bundesliga deutliche Torhemmung. So versäumte es die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp insbesondere in den Heimspielen gegen Sevilla und Paris, den „Sack zuzumachen“, als sie beste Torchancen ausließ. Letztlich waren zwei Siege gegen Lwiw zu wenig für das Weiterkommen – wenngleich dem BVB im letzten Gruppenspiel in Sevilla nur ein einziger Treffer fehlte, um die nächste Runde zu erreichen. Doch der wollte nicht fallen.

In dieser Saison bisher ein gewohntes Bild: Dortmunder Torjubel
UNTERHALTUNG – Note: sehr gut (1)
Diese Borussia macht einfach Spaß! Nuri Sahin, Shinji Kagawa, Lucas Barrios und Co. spielen nicht nur erfolgreichen Fußball, sie zelebrieren ihn auch! Seit der erfolgreichsten Zeit in der jüngeren Klubgeschichte, Mitte der 1990er Jahre, begeisterte die Mannschaft ihre Fans nicht mehr mit derart famoser spielerischer Eleganz. Die Balance im Team stimmt einfach: Hinten hält eine souveräne Abwehr um Torwart Roman Weidenfeller sowie den Innenverteidigern Neven Subotic und Mats Hummels den „Laden dicht“, im kompakten Mittelfeld läuft die Kugel wie am Schnürchen und vorne verwertet Lucas Barrios die präzisen Vorlagen und legt auf nachrückende Mitspieler ab. Ganz wie es Klopp bei Amtsantritt 2008 forderte: Diese junge BVB-Truppe bietet tatsächlich „Vollgas-Veranstaltungen“ und hat sich vom einstigen „Schlafwagen-Fußball“ der Vorjahre meilenweit entfernt!
TRANSFERMARKT – Note: voll gut (2+)
Wer bitteschön kannte hierzulande vor gut einem halben Jahr Shinji Kagawa? Für eine kolportierte Ausbildungsentschädigung von 350.000 Euro aus Japan verpflichtet, rockte der 21-Jährige die Bundesliga mit grandioser Technik auf Anhieb. Kagawa verbindet tolle Dribblings mit Spielübersicht und Torgefährlichkeit, einfach grandios!

Zeigte eine tolle Hinrunde: Shinji Kagawa
Robert Lewandowski kam vor der Saison von Lech Poznan nach Dortmund und würde laut Klopp immer spielen, dürfte er zwölf Mann aufs Feld schicken. Doch da dem nicht so ist, gibt es für den Polen im 4-5-1-System bisher kein Vorbeikommen am gesetzten Stoßstürmer Lucas Barrios. Wie wertvoll Lewandowski für die Borussia ist, bewies er jedoch mit seinen vier Bundesliga-Toren nach Einwechslungen (plus einem weiteren Liga-Treffer, als er aufgrund Barrios’ Verletzung von Beginn an ran durfte).
Auch Lukas Piszczek erwies sich als wertvolle Verstärkung: Ursprünglich von Bundesliga-Absteiger Hertha BSC Berlin als Backup für Patrick Owomoyela verpflichtet, bestand nach dessen Verletzung dauerhafter Bedarf auf der Rechtsverteidiger-Position. Piszczek beackerte seine Seite konsequent und zeigte defensiv wie offensiv solide Leistungen.
Antonio da Silva (zuletzt vom Karlsruher SC an den FC Basel ausgeliehen) muss sich bislang als Ersatzkraft für Nuri Sahin begnügen, rettete der Borussia jedoch mit seinem tollen Freistoßtor in letzter Minute gegen 1899 Hoffenheim noch einen Zähler.
Die Abgänge von Ersatztorwart Marc Ziegler, Mittelfeldspieler Tinga sowie der Angreifer Nelson Valdez und Dimitar Rangelov konnten gut kompensiert werden, da sie bereits in der vergangenen Saison (teilweise abgesehen von Valdez) nicht zum Stammpersonal gehörten. Das zum MSV Duisburg ausgeliehene Rechtsverteidiger-Talent Julian Koch könnte perspektivisch ein Kandidat für die erste Elf sein.
Transfermarkt: Alle Bundesliga-Wechsel im Überblick
TRAINER & UMFELD – Note: voll gut (2+)
Jürgen Klopp hat dem BVB eine eigene Identität und Spielkultur verpasst, baut konsequent auf die Jugend und ist zugleich erfolgreich – zusammen ist dies wohl mit das größte Lob, das einem Trainer gemacht werden kann. Die BVB-Fans liegen ihrem „Kloppo“ bereits zu Füßen wie zuvor nur Titelsammler und Ex-Borussen-Coach Ottmar Hitzfeld – fehlt also nur noch die Titelkrönung!
GESAMTNOTE: gut (2)
Ginge es allein nach der Bundesliga, fiele die Bewertung eindeutig „sehr gut“ aus. Doch das Ausscheiden in beiden Pokal-Wettbewerben trübt die Zwischenbilanz etwas. Schade, dass der souveräne Tabellenführer der Bundesliga international noch Lehrgeld zahlen musste. Doch wer weiß, vielleicht waren dies wertvolle Erfahrungen womöglich für die Champions League im nächsten Jahr?!
Alle Bundesliga-Teams im Goal.com-Wintercheck: Der Überblick
Eure Meinung: Wie fällt Dein Zeugnis aus? Versetzung oder Nachsitzen?
Goal.com-Umfrage
Die Umfrage läuft vom 08.03.2011 bis zum 11.03.2011
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Wie geht das Duell zwischen Chelsea und ManCity aus?
Sieg Chelsea
74.74%
Sieg Manchester City
19.11%
Unentschieden
6.14%
Goal.com-Flutlicht
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