Shinji Kagawa steht stellvertretend für das neue Dortmund

Der Japaner wusste einmal mehr zu überzeugen. Er hatte maßgeblichen Anteil am Sieg der Westfalen im Ländle.

Von Benjamin HOFMANN

Dortmund v Leverkusen, Shinji Kagawa and Michael Ballack  (Getty Images)
Stuttgart. Shinji Kagawa spiegelt wie kaum ein Zweiter das Neue Dortmund unter Jürgen Klopp wieder. Jung, erfrischen und vor allen Dingen billig präsentierte er sich auch beim 3:1-Auswärtssieg in Stuttgart erneut stark.

Ähnlich wie vor Wochenfrist gegen Bayer Leverkusen war der 21-Jährige überall zu finden. Der Unterschied: Diesmal durfte er seinen ersten Bundesligasieg feiern. Nicht zuletzt dank seiner Dribblings hatte der BVB die Schwaben bis zum Seitenwechsel mit 3:0 an die Wand gespielt. Dabei gab er die Vorlage zum dritten Treffer durch Mario Götze mit einem Heber selbst, allerdings mit freundlicher Hilfe von Sven Ulreich und Georg Niedermeier.

Aufwandsentschädigung, keine Ablöse

350 000 Euro überwies Michael Zorc an Cerezo Osaka – keine Ablöse, sondern Ausbildungentschädigung. Gut investiertes Geld, die Ausgabe hatte der BVB-Manager langfristig geplant: „Wir haben ihn bereits über ein Jahr lang beobachtet,“ erklärte der 48-Jährige. Vorbei sind die Zeiten, wo in Dortmund tief in die Tasche gegriffen wurde.

Lauf-, kampf- und dribbelstark

Der dribbelstarke Japaner ist zudem ein echter Kämpfer. Lief bis zum Umfallen und sorgte mit seinem Einsatzwillen dafür, das die Partie, die den Westfalen aus den Händen zu gleiten drohte, nicht kippte. Symptomatisch: Ein BVB-Konter in der Schlussphase und der junge Götze spielte einen grottigen Ball, eigentlich viel zu weit für Kagawa. Ein anderer wäre stehen geblieben und hätte den 18-Jährigen im Hinblick auf die schwindenden Kräfte zusammen gefaltet. Nicht so der Japaner, der das Leder erlief und noch das Beste draus machte.

Eure Meinung: Wer war Euer Topspieler der Partie Stuttgart – Dortmund?


 
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