Srdjan Lakic: „Ich habe noch Luft nach oben“

Seine Bilanz ist bestechend: Nach seiner langen Verletzungspause in der letzten Saison ist der Angreifer in Diensten des 1. FC Kaiserslautern besser denn je wieder zurückgekommen. In den ersten drei Pflichtspielen der neuen Saison hat er bereits vier Tore erzielt und das soll noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Für den ehemaligen Stürmer von Hertha BSC geht noch mehr, da ist er sicher.

Aus Kaiserslautern berichtet Dennis WEINACHT

Freude beim 1. FC Kaiserslautern: Ivo Ilicevic, Adam Nemec und Srdjan Lakic jubeln (Getty)

Kaiserslautern. Das Lächeln von Srdjan Lakic hätte breiter nicht sein können, als er nach dem Spiel gegen den FC Bayern München den Pressebereich des Stadions betrat. Er selbst hatte für den 1. FC Kaiserslautern einen Treffer beigesteuert beim ersten Bundesliga-Heimsieg seit vier Jahren. Der Erfolg sei dabei ebenso atemberaubend wie die Stimmung im Stadion gewesen, auch wenn er den Sieg nicht nur auf die Euphorie schieben möchte: „Dafür trainieren wir. Es ist nicht so, dass wir heute einfach begeistert von der Atmosphäre waren.Wir wissen, warum wir hier sind.“ Er selbst hat seine Rolle im Sturm offenbar besonders gut verstanden.

„Meine Form wird immer besser“

Dabei hatte er noch vor einem Jahr große Probleme mit Verletzungen. Er fiel lange aus, arbeitete hart an seinem Comeback, wurde aber immer wieder zurückgeworfen. Die Frage, ob er die derzeitigen Erfolge auch gerade deshalb so genießen kann, beantwortet der Stürmer deutlich: „Ja natürlich, aber ich habe mir nie Gedanken gemacht. Ich wusste, dass der Erfolg kommen wird. Ich bin dazu in der Lage.“ Vor allem in den Wochen vor der Saison hatte er sehr hart dafür gearbeitet, dass er schnell in die Mannschaft findet: „Natürlich habe ich mich vor dieser Saison auch gut vorbereitet und ich habe mir sehr viel Fitness geholt. Ich fühle mich von Woche zu Woche besser. Meine Form wird immer besser und ich freue mich.“ Die Mannschaft habe aber insgesamt sehr gut gespielt und das mache auch seine Arbeit einfacher.

„Ich will besser werden“

Während seines langen Ausfalles hatte er einmal gesagt, dass er nach der Verletzungspause besser denn je zurückkehren möchte. Wie weit er nun bereits ist, vermag er aber nicht zu beurteilen: „ Das sollen andere beurteilen, aber ich stehe immer noch hinter meinen Worten und ich glaube, dass ich schon jetzt auf einem besseren Niveau bin, als ich vor meiner Verletzung war. Natürlich habe ich noch viel Luft nach oben.“ Er selbst wisse, dass er sich noch verbessern müsse: „Ich versuche hart zu arbeiten und mich zu verbessern.“ Und dennoch wird er es nicht müde, den Erfolg der gesamten Mannschaft anzurechnen: „Ich will mein Spiel verbessern und die Tore sind auch immer eine Belohnung für das ganze Team. Ich kann nicht sagen: Ich mache das alleine und dann kommen die Tore. Ich kann nicht alleine gegen elf spielen.“ Was abgedroschen klingt, sagt er aus voller Überzeugung.

Mark van Bommel: Wir hätten den Sieg verdient gehabt!

„Trainer hat richtige Entscheidungen getroffen“

Gerade auch weil er von Natur aus schon ein Spieler ist, der an das Kollektiv denkt: „Ich freue mich riesig und bin auch ein Teamplayer. Ich sehe meine Rolle in der Mannschaft und hoffe, dass wir erfolgreich bleiben. Der derzeitige Erfolg gibt mir ein super Gefühl.“ Auf die Frage, ob er denn nun im FCK-Sturm lieber alleine spiele, oder ob er das System mit zwei Spitzen bevorzuge, wollte er keine konkrete Antwort geben: „Lieber ist, wenn wir erfolgreich sind. Heute waren wir erfolgreich und das ist für mich super. Der Trainer hat die richtige Entscheidung getroffen, weil wir heute gut gestanden sind und das hat den Ausschlag gegeben.“ Dennoch dürfe man nun nicht nachlässig werden: „Wir müssen weiter hart arbeiten und dürfen jetzt nicht zufrieden sein. Wir haben einen guten Job gemacht, aber wir haben noch viel vor uns und müssen weitermachen.“

„Heute war Zahltag“

Lob gab es nach dem Spiel auch von oberster Stelle. Der Vorstandschef Stefan Kuntz zeigte sich sehr zufrieden mit der Offensive der Mannschaft: „Unsere Stürmer haben einen Riesen-Job gemacht.“ Besonders bei Lakic fühlt er sich bestätigt: „Wir wussten ja, was wir an ihm haben. Er ist eben nur ein Jahr ausgefallen und er weiß, was er an uns hat. Wir sind ihm da immer beigestanden und man sagt, dann ist irgendwann Zahltag.“ So einer sei gegen Bayern München gewesen. „Hoffentlich nicht der letzte“, schmunzelte Kuntz. Er hat derzeit immer ein Lächeln auf den Lippen. Nicht zuletzt auch dank Srdjan Lakic.

                  
                   Zufrieden mit Lakic: Stefan Kuntz!

Eure Meinung: Lakic ballert den FCK an die Tabellenspitze! Was traut Ihr dem Spieler und den „Roten Teufeln“ in dieser Saison noch zu?



 
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