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Auch Hoeneß sieht „Hetzkampagne“ im Ribéry-Verfahren
Nachdem sich am Donnerstag schon Karl-Heinz Rummenigge sehr skeptisch gegenüber der französischen Justiz gezeigt hatte, legte nun auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß am Freitag nach. Auch er sehe eine Kampagne wegen der schwachen WM laufen und weiß aber auch, dass der Spieler nicht aufgebaut werden müsse.
(dew) München. Am Dienstag wurde Franck Ribéry mehr als sieben Stunden in Frankreich wegen des Verdachtes der „Kontaktanbahnung zu einer minderjährigen Prostituierten“ verhört. Gegen ihn wird ermittelt und es droht sogar eine Haftstrafe. Nicht wenige Experten vermuten hinter dieser Geschichte aber eher eine Verschwörung der französischen Justiz. Nach dem schwachen Abschneiden der Franzosen bei der Weltmeisterschaft in Südafrika hatten sich Politiker immer wieder sehr enttäuscht und sauer präsentiert. Wird nun auch die Qualität der Rechtssprechung davon beeinflusst?
„Leute wollen ihr Mütchen kühlen“
Das will zumindest auch der Präsident des FC Bayern München, Uli Heoneß, nicht ausschließen: „Das Thema war vor der WM eigentlich schon durch. Wenn Frankreich Weltmeister geworden wäre, wäre da sicher auch nichts mehr passiert. Jetzt wollen gewisse Leute ihr Mütchen kühlen!“ Harte Vorwürfe an die juristischen Abteilungen in Frankreich. Aber Hoeneß legte noch weiter nach: „Der Leidtragende ist leider unser Spieler Franck Ribery. Ich finde die ganze Angelegenheit lächerlich, wir können die Hetzkampagne nicht verstehen.“
Ribéry fühlt sich in München wohl
Nachhaltige Probleme sieht Hoeneß aber in dieser Sache für Ribéry nicht: „Wir brauchen ihn nicht aufzufangen. Wir haben ihn ja auch nie fallen gelassen. Wir brauchen auch nicht besonders mit ihm zu reden. Er weiß, was er am FC Bayern hat.“ Bereits am Donnerstag hatte auch Karl-Heinz Rummenigge seine Bedenken an einem fairen Verfahren geäußert und zudem erklärt, dass man sich große Gedanken um eine mögliche sehr harte Strafe mache: „Ich glaube, das ist eine politisch motivierte Geschichte wegen des schlechten Abschneidens der französischen Nationalmannschaft bei der WM. Ribéry soll zum Sündenbock gemacht werden. Wir machen uns große Sorgen über den Ausgang des Verfahrens.“ Hoffentlich liegen die Bayern-Verantwortlichen mit ihren Verschwörungstheorien daneben...

Eure Meinung: Könnt Ihr Euch vorstellen, dass diese Bedenken gerechtfertigt sind und Franck Ribéry zum Opfer in dieser Sache wird?
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