Bayern München in Sorge wegen Ribéry

Muss Franck Ribéry für das schlechte Abschneiden Frankreichs bei der Weltmeisterschaft in Südafrika zahlen? Diese Sorge haben die Verantwortlichen des FC Bayern München, nachdem der Mittelfeldspieler unter immer mehr juristischen Druck in seinem Heimatland gerät. Das Verhör hat ihm offenbar nicht aus seiner misslichen Lage verholfen.

Karl-Heinz Rummenigge (Getty Images)

(dew) München. Der Rechtsstreit in Frankreich geht in die nächste Runde! Nachdem Franck Ribéry am Dienstag für mehr als sieben Stunden verhört wurde, wird der Druck auf den Spieler immer größer. Was ist passiert: Ribéry soll angeblich mit einer minderjährigen Prostituierten verkehrt haben, wissend, dass diese erst 17 Jahre alt zum Zeitpunkt des Kontakts war. Der Spieler des FC Bayern München weist dies vehement zurück. Das Mädchen soll angegeben haben, bereits 18-jährig zu sein. Allerdings berichten nun französische Medien übereinstimmend, dass Ribéry bei der Vernehmung widersprüchliche Angaben gemacht haben soll.

Verein in großer Sorge

Dem Nationalspieler Frankreichs droht nun sogar eine Haftstrafe! Der mit dem Fall vertraute Richter Yves-André Dando wirft Ribéry die „Kontaktanbahnung zu einer minderjährigen Prostituierten“ vor. Auch beim FC Bayern München macht man sich große Sorgen, dass dem Spieler eine harte Strafe drohen könnte. „Ich glaube, das ist eine politisch motivierte Geschichte wegen des schlechten Abschneidens der französischen Nationalmannschaft bei der WM. Ribéry soll zum Sündenbock gemacht werden. Wir machen uns große Sorgen über den Ausgang des Verfahrens“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters, Karl-Heinz Rummenigge gegenüber Bild.

Politik ist unzufrieden

Der Hintergrund ist offensichtlich: Bei der Weltmeisterschaft hatte die französische Mannschaft ein ganzes Land enttäuscht und nach Meinung vieler auch blamiert. Einflussreiche Politiker haben anschließend die Spieler hart angegangen und sich enttäuscht gezeigt? Auch in Frankreich spekulieren die Medien nun, dass der Richter eventuell als gefrusteter Fan Ribéry attackieren möchte. Man kann nur hoffen, dass an diesen Vorwürfen nichts dran ist und im Sinne der Rechtsstaatlichkeit ein fairer und gesetzeskonformer Umgang mit Franck Ribéry gewährleistet sein wird.

Eure Meinung: Ist es denkbar, dass sich ein Richter wirklich aus einer Enttäuschung heraus beeinflussen lässt?



 
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