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Spielbericht Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim – Werder Bremen
In einer unterdurchschnittlichen Partie entschied ein sehenswerter Treffer von Claudio Pizarro das Spiel zu Gunsten der Gäste. Lange Zeit war Hoffenheim am Drücker, doch immer wieder scheiterte man an der überragenden Bremer-Abwehr.
Von Robert BENDEKOVITS
Sinsheim. Die TSG 1899 Hoffenheim musste gegen Werder Bremen die nächste Heimniederlage einstecken. In einer highlightarmen Partie fiel der entscheidende Treffer zum 0:1 erst kurz vor Schluss, als Claudio Pizarro seine Klasse erneut unter Beweis stellte.
PERSONAL & TAKTIK
Bei den Gastgebern gab es zwei Veränderungen im Gegensatz zur letzten Woche. Der verletzte Andreas Ibertsberger wurde durch Jukka Raitala ersetzt. Demba Ba musste ebenfalls passen. Das System wurde auf ein 4-3-1-2 umgestellt und Boris Vukcevic kam im Mittelfeld von Beginn an zum Einsatz.
Werder Bremen musste auf Mesut Özil (Rückenprobleme) verzichten. Marko Marin nahm überraschenderweise nur auf der Bank Platz. Für ihn stürmte Hugo Almeida in der 4-4-2-Formation der Bremer. Neben Torsten Frings sicherte Philipp Bagfrede die Offensivakteure im Mittelfeld ab.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Die Anfangsphase war geprägt durch vorsichtiges Abtasten. Beide Teams waren defensiv gut organisiert und konnten alle Angriffsbemühungen zunichte machen. Die Hausherren hatten zwar mehr vom Spiel, doch richtig gefährlich wurde man nur selten. Nach den ersten zehn Minuten kamen die Bremer besser ins Spiel und ließen den Ball geschickt in den eigenen Reihen zirkulieren. Auf richtige Torchancen wartete man jedoch vergeblich. Wenn es mal eine gute Möglichkeit geben hätte können, war das Zuspiel zu ungenau. Sowie in der 25. Minute, als sich Aaron Hunt geschickt durchsetzte und den gut postierten Tim Borowski im Fünfmeterraum anspielen wollte.
Nur drei Minuten später kamen die Hoffenheimer zu der ersten richtig guten Chance. Die Flanke von Christian Eichner war eigentlich zu lang, aber dennoch kam Carlos Eduardo an den Ball und zog sofort ab. Sein Schuss verfehlte nur ganz knapp das Ziel. Gegen Ende der ersten Halbzeit übernahm Hoffenheim immer mehr das Kommando, dennoch hatten die Gäste in der 38. Minute die große Chance auf die Führung. Nach einem Standard landete der Ball direkt vor den Füßen von Per Mertesacker, doch ein toller Reflex von Timo Hildebrand entschärfte den Versuch des Abwehrchefs und verhinderte den möglichen Rückstand.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Zunächst änderte sich auch im zweiten Durchgang wenig bis gar nichts. Die Gastgeber übernahmen die Initiative, doch die Bremer-Abwehr konnte einen Angriff nach dem anderen abfangen. Die Pässe in der Nähe des Strafraums waren allesamt zu ungenau. In der 59. Minute durfte dann Wiese auch einen Ball halten, als Vukcevic es einmal aus der Distanz versuchte. Obwohl sich Werder im Spielaufbau in diesem Spiel sehr schwer tat, konnte man sich immer wieder auf das Innenverteidigerduo, Mertesacker und Naldo, verlassen, denn beide waren hochkonzentriert und immer zur Stelle.
In der 70. Minute musste Wiese, der etwas zu spät aus dem Tor kam, in letzter Sekunde gegen Vedad Ibisevic klären und konnte den Ball wegfausten. Knapp zehn Minuten später, versuchte es Tobias Weis aus der Distanz, aber der Ball ging weit über den Kasten. Die Bremer standen sicher und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Man wartete mehr oder minder auf den „Lucky Punch“ und der sollte noch kommen. Ein langer Ball von Daniel Jensen landete bei Claudio Pizarro, der schneller am Ball als Josip Simunic war. Der routinierte Stürmer behielt die Ruhe vor dem Tor und überhob den herausstürmenden Hildebrand gekonnt zum 1:0 (80.). Die Hoffenheimer riskierten noch einmal alles, doch die Abwehr der Bremer ließ sich nicht verunsichern und gab den Sieg nicht mehr aus der Hand.
SCHLÜSSELSPIELER
Timo Hildebrand hatte nicht viel zu tun, doch mit einer tollen Parade bewahrte er seine Mannschaft vor dem Rückstand. Bei den Bremern musste man sich erst gar nicht auf Tim Wiese verlassen, denn Mertesacker und Naldo unterbunden schon vorher jegliche Angriffe.
SCHLÜSSELSZENE
Die Glanzparade von Hildebrand gegen Mertesacker kurz vor dem Seitenwechsel bewahrte die stärker spielende Mannschaft vor dem Rückstand, doch in der zweiten Halbzeit war er chancenlos und musste zusehen, wie seine Mannschaft trotz Überlegenheit in Rückstand geriet.
SPIELER DES SPIELS: Per Mertesacker
Fels in der Brandung und tadelloses Stellungsspiels des Werder-Abwehrchefs. Mit solchen Leistungen in der Defensive, kann man offensive Schwächen geschickt kompensieren und auch Spiele gewinnen, in denen Mann man keineswegs überlegen war.
SCHIEDSRICHTER: Peter Sippel – Note: 7
Hatte das Spiel beinahe immer unter Kontrolle und erlaubte sich keine gröberen Fehler. Lag meistens bei seinen Entscheidungen richtig und trat nur selten in Erscheinung
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 5
Es war über weite Strecken ein Spiel, ohne die großen Highlights. Beide Mannschaften waren bemüht und suchten den Weg nach vorne, doch durchsetzen konnten sich beide Teams nur selten. Das Engagement konnte man beiden nicht absprechen, hingegen ließ man jegliche Kreativität im Spielaufbau vermissen.
STATISTIK
Obwohl Werder Bremen eher für prickelnden Offensivfußball bekannt ist, war die Defensive der Schlüssel zum Erfolg und wenn man einen Blick auf die Castrol Rankings wirft, dann sieht man auch, dass das nicht so überraschend kommt, denn sowohl Naldo (28.) mit 770 Punkten und auch Mertesacker (75.) 714 Zählern sind im Spitzenfeld wieder zu finden.
FAZIT
Die Krise der TSG geht damit weiter. Ein wichtiges Heimspiel ging verloren, obwohl man über weite Strecken die bessere Mannschaft war. Die Position von Ralf Rangnich wird auch nach diesem Spiel wieder heiß diskutiert werden. Für Werder war es der perfekte Abschluss einer harten Woche. Nach einem schweren Spiel in Valencia konnte man sich erneut aufraffen und bewies die mentale Stärke, die man benötigt, um die Doppelbelastung zu verkraften.
Eure Meinung: Wie habt ihr das Spiel gesehen? Geht der Sieg von Werder in Ordnung?
PERSONAL & TAKTIK
Bei den Gastgebern gab es zwei Veränderungen im Gegensatz zur letzten Woche. Der verletzte Andreas Ibertsberger wurde durch Jukka Raitala ersetzt. Demba Ba musste ebenfalls passen. Das System wurde auf ein 4-3-1-2 umgestellt und Boris Vukcevic kam im Mittelfeld von Beginn an zum Einsatz.
Werder Bremen musste auf Mesut Özil (Rückenprobleme) verzichten. Marko Marin nahm überraschenderweise nur auf der Bank Platz. Für ihn stürmte Hugo Almeida in der 4-4-2-Formation der Bremer. Neben Torsten Frings sicherte Philipp Bagfrede die Offensivakteure im Mittelfeld ab.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Die Anfangsphase war geprägt durch vorsichtiges Abtasten. Beide Teams waren defensiv gut organisiert und konnten alle Angriffsbemühungen zunichte machen. Die Hausherren hatten zwar mehr vom Spiel, doch richtig gefährlich wurde man nur selten. Nach den ersten zehn Minuten kamen die Bremer besser ins Spiel und ließen den Ball geschickt in den eigenen Reihen zirkulieren. Auf richtige Torchancen wartete man jedoch vergeblich. Wenn es mal eine gute Möglichkeit geben hätte können, war das Zuspiel zu ungenau. Sowie in der 25. Minute, als sich Aaron Hunt geschickt durchsetzte und den gut postierten Tim Borowski im Fünfmeterraum anspielen wollte.
Nur drei Minuten später kamen die Hoffenheimer zu der ersten richtig guten Chance. Die Flanke von Christian Eichner war eigentlich zu lang, aber dennoch kam Carlos Eduardo an den Ball und zog sofort ab. Sein Schuss verfehlte nur ganz knapp das Ziel. Gegen Ende der ersten Halbzeit übernahm Hoffenheim immer mehr das Kommando, dennoch hatten die Gäste in der 38. Minute die große Chance auf die Führung. Nach einem Standard landete der Ball direkt vor den Füßen von Per Mertesacker, doch ein toller Reflex von Timo Hildebrand entschärfte den Versuch des Abwehrchefs und verhinderte den möglichen Rückstand.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Zunächst änderte sich auch im zweiten Durchgang wenig bis gar nichts. Die Gastgeber übernahmen die Initiative, doch die Bremer-Abwehr konnte einen Angriff nach dem anderen abfangen. Die Pässe in der Nähe des Strafraums waren allesamt zu ungenau. In der 59. Minute durfte dann Wiese auch einen Ball halten, als Vukcevic es einmal aus der Distanz versuchte. Obwohl sich Werder im Spielaufbau in diesem Spiel sehr schwer tat, konnte man sich immer wieder auf das Innenverteidigerduo, Mertesacker und Naldo, verlassen, denn beide waren hochkonzentriert und immer zur Stelle.
In der 70. Minute musste Wiese, der etwas zu spät aus dem Tor kam, in letzter Sekunde gegen Vedad Ibisevic klären und konnte den Ball wegfausten. Knapp zehn Minuten später, versuchte es Tobias Weis aus der Distanz, aber der Ball ging weit über den Kasten. Die Bremer standen sicher und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Man wartete mehr oder minder auf den „Lucky Punch“ und der sollte noch kommen. Ein langer Ball von Daniel Jensen landete bei Claudio Pizarro, der schneller am Ball als Josip Simunic war. Der routinierte Stürmer behielt die Ruhe vor dem Tor und überhob den herausstürmenden Hildebrand gekonnt zum 1:0 (80.). Die Hoffenheimer riskierten noch einmal alles, doch die Abwehr der Bremer ließ sich nicht verunsichern und gab den Sieg nicht mehr aus der Hand.
SCHLÜSSELSPIELER
Timo Hildebrand hatte nicht viel zu tun, doch mit einer tollen Parade bewahrte er seine Mannschaft vor dem Rückstand. Bei den Bremern musste man sich erst gar nicht auf Tim Wiese verlassen, denn Mertesacker und Naldo unterbunden schon vorher jegliche Angriffe.
SCHLÜSSELSZENE
Die Glanzparade von Hildebrand gegen Mertesacker kurz vor dem Seitenwechsel bewahrte die stärker spielende Mannschaft vor dem Rückstand, doch in der zweiten Halbzeit war er chancenlos und musste zusehen, wie seine Mannschaft trotz Überlegenheit in Rückstand geriet.
SPIELER DES SPIELS: Per Mertesacker
Fels in der Brandung und tadelloses Stellungsspiels des Werder-Abwehrchefs. Mit solchen Leistungen in der Defensive, kann man offensive Schwächen geschickt kompensieren und auch Spiele gewinnen, in denen Mann man keineswegs überlegen war.
SCHIEDSRICHTER: Peter Sippel – Note: 7
Hatte das Spiel beinahe immer unter Kontrolle und erlaubte sich keine gröberen Fehler. Lag meistens bei seinen Entscheidungen richtig und trat nur selten in Erscheinung
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 5
Es war über weite Strecken ein Spiel, ohne die großen Highlights. Beide Mannschaften waren bemüht und suchten den Weg nach vorne, doch durchsetzen konnten sich beide Teams nur selten. Das Engagement konnte man beiden nicht absprechen, hingegen ließ man jegliche Kreativität im Spielaufbau vermissen.
STATISTIK
Obwohl Werder Bremen eher für prickelnden Offensivfußball bekannt ist, war die Defensive der Schlüssel zum Erfolg und wenn man einen Blick auf die Castrol Rankings wirft, dann sieht man auch, dass das nicht so überraschend kommt, denn sowohl Naldo (28.) mit 770 Punkten und auch Mertesacker (75.) 714 Zählern sind im Spitzenfeld wieder zu finden.
FAZIT
Die Krise der TSG geht damit weiter. Ein wichtiges Heimspiel ging verloren, obwohl man über weite Strecken die bessere Mannschaft war. Die Position von Ralf Rangnich wird auch nach diesem Spiel wieder heiß diskutiert werden. Für Werder war es der perfekte Abschluss einer harten Woche. Nach einem schweren Spiel in Valencia konnte man sich erneut aufraffen und bewies die mentale Stärke, die man benötigt, um die Doppelbelastung zu verkraften.
Eure Meinung: Wie habt ihr das Spiel gesehen? Geht der Sieg von Werder in Ordnung?
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