Vorschau Bundesliga: Hannover 96 - Eintracht Frankfurt

Abstiegskampf auf der einen, gesichertes Mittelfeld mit Tuchfühlung zu den Europa-League-Rängen auf der anderen Seite - das ist die Ausgangslage für die Begegnung in der AWD-Arena.

Arnold Bruggink, Hannover 96 (Bongarts/Getty)
(clp) Hannover. Am 26. Spieltag der Bundesliga ist Eintracht Frankfurt am Samstag zu Gast bei Hannover 96. Obwohl die Heimmannschaft wiedererstarkt ist und der Gast zuletzt schwächelte, dürfte die Favoritenrolle trotzdem den Hessen zugesprochen werden.

Personal & Taktik

96 dürfte wieder im 4-4-2 mit Raute antreten. Im Sturm wird vermutlich der formschwache Jiri Stajner durch Didier Ya Konan ausgetauscht. Der Einsatz vom Sechser Altin Lala ist aufgrund von Knieproblemen des Albaners fraglich, dessen Position könnte Leon Andreasen einnehmen, der zuletzt im linken Mittelfeld ran durfte. Für den Dänen stünde auf der Außenbahn der zuletzt gelbgesperrte Sergio Pinto wieder zur Verfügung. Neben den Langzeitverletzten  Vinicius, Jacek Krzynowek und Mikael Forssell fallen Hanno Balitsch und Jan Rosenthal bei den Niedersachsen aus. Interessant wird sein, ob Trainer Mirko Slomka Jan Schlaudraff nach zwei Nichtberücksichtigungen wieder in den Profi-Kader beruft.

Bei den Frankfurtern hat Maik Franz seine Knieverletzung überstanden und könnte für Sebastian Jung in die Startelf rücken. Taktisch vertraute Trainer Michael Skibbe zuletzt auf ein 4-1-4-1. Als verletzungsbedingte Ausfälle sind bei der Eintracht Aleksander Vasoski, Zlatan Bajramovic, Ioannis Amanatidis und Nikos Liberopoulos zu beklagen. Der Einsatz für den wiedergenesenen Martin Fenin dürfte wohl zu früh kommen.

Formkurve & Ausgangslage

Hannover konnte am vergangenen Spieltag beim SC Freiburg den ersten Dreier seit Oktober 2009 holen. Ein Aufwärtstrend hatte sich schon im vorherigen Spiel gegen den VfL Wolfsburg angedeutet. Dennoch wird sich 96 im Vergleich zum Match bei den Breisgauern erheblich steigern müssen, will man gegen die Eintracht was reißen und Tabellenplatz 16 verlassen.

Die Frankfurter mussten nach zuvor ansehnlichen Resultaten zuletzt zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. Dennoch steht die Eintracht noch immer auf einem respektablem achten Platz und hat den Anschluss zu den Europa-League-Rängen noch nicht vollständig verloren.

Der direkte Vergleich

In bisher 39 Auseinandersetzungen in der ersten Liga konnte 96 dreizehn, Frankfurt zwölf Mal  siegen. 14 Partien endeten bislang unentschieden. Das Hinspiel in der Commerzbank-Arena entschied die Eintracht mit 2:1 für sich. In der vergangenen Saison trennte man sich in der AWD-Arena mit 1:1.

Die Schlüsselspieler

Bei 96 wird es neben der Durchschlagskraft der „Ivory-Connection“ im Sturm (Arouna Koné und Ya Konan) auf die Kreativzentrale Elson ankommen. Hinten wird abzuwarten sein, inwiefern die Innenverteidiger Karim Haggui und Jan Durica den Laden dicht halten können.

Auf Seiten der Eintracht werden in der Offensive alle Augen auf den Ein-Mann-Sturm Halil Altintop gerichtet sein, zudem stehen im Mittelfeld  Alexander Meier, Benjamin Köhler, Patrick Ochs und Selim Teber für den Frankfurter Aufschwung, auch wenn dieser zuletzt etwas gedämpft wurde. In der Defensive hat sich vor allem Chris in der Vergangenheit Bestnoten verdient.

Das Duell des Spiels

Frankfurt ist vor allem in der Defensive stark und häufig über Konter gefährlich. Deshalb wird abzuwarten sein, ob 96 in eben diese schnellen Gegenstöße hineinläuft, oder ob Elson & Co. ihre Vorstöße zum Abschluss bringen können.

Aufgespießt

Altin Lala (Mittelfeldspieler Hannover 96): „Wir hatten in der letzten Zeit genug Pech. Jetzt müssen wir gegen Frankfurt alle zusammen kämpfen.“

Michael Skibbe (Trainer Eintracht Frankfurt): „ Ich erwarte mit Hannover eine Mannschaft, deren Blockade nach dem ersten Sieg seit Monaten womöglich gelöst worden ist.“

Die Prognose

Trotz des Aufwärtstrends von 96 werden die Frankfurter mit einer Trotzreaktion in Hannover siegen. Am Ende steht ein 2:1 für die Gäste, dass auch andersherum hätte ausgehen können, die Niedersachsen werden aber trotz größerer Spielanteile nicht zwingend genug sein.

Eure Meinung: Wer setzt sich in Hannover durch?


 
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