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Deutschland diskutiert: Was ist mit Hoffenheims Offensive los?
Das war nichts! Gegen den FSV Mainz 05 unterlag die TSG 1899 Hoffenheim mit 0:1. Dieses Spiel warf wieder einmal die Frage auf, was denn nur mit der Offensive der Rangnick-Elf los ist. Die Mannschaft wirkt oft im Gang nach vorne zu behäbig, die Stürmer sind nicht mehr in der selben Form, wie noch vor einem Jahr. Der sensationelle Aufsteiger der letzten Saison versinkt im grauen Mittelfeld der Bundesliga und noch ist kein Land in Sicht. Und das vor allem, weil die Stärken der letzten Saison nicht mehr vorhanden sind.
Von Dennis WEINACHT
Sinsheim. „Wir haben oftmals im Angriff die falschen Mittel gewählt“, analysierte Ralf Rangnick die TSG 1899 Hoffenheim nach der 0:1-Niederlage gegen den FSV Mainz 05. In der letzten Saison war es fast unmöglich, gegen den damaligen Aufsteiger mit nur einem Treffer zu gewinnen. Mittlerweile ist das aber einfacher geworden. Denn die TSG schafft es oftmals nicht, sich in der Offensive entscheidend durchzusetzen. Die Angriffe wurden zuletzt oft sehr ungenau ausgespielt und im Abschluss fehlte es nicht selten an der notwendigen Präzision. Klar ist aber, dass bei der bisherigen Flaute im Gang nach vorne höhere Ziele nicht angestrebt werden können. Auch deshalb sollen in den kommenden Tagen im Training Verbesserungen in diesem Bereich angestrebt werden. Man darf gespannt sein, ob es hilft.
Wandlung kam überraschend
Dabei hätte man doch noch im letzten Jahr nicht vermutet, dass ausgerechnet die Offensive mal das Problem der TSG werden könnte. Ralf Rangnick lässt nur allzu gerne im Stile von Arsenal London nach vorne spielen: schnell, zielstrebig und erfolgreich. Was in der letzten Saison noch angeführt von Vedad Ibisevic, Chinedu Obasi und Demba Ba so toll funktionierte, will in dieser Spielzeit nicht mehr gelingen. Schon im Sommer gab es heftige Abwerbungs-Versuche des VfB Stuttgart in Richtung Ba. Als der Angreifer aber erfolgreich zum Verbleib gezwungen wurde, schien eine erneute Spielzeit mit vielen Toren ins Haus zu stehen. Aber bisher ist das überhaupt nicht so. In der Rückrunde trafen die in Sinsheim spielenden Kicker nur sieben Mal in bisher acht Spielen. Christian Eichner brachte es nach dem Mainz-Spiel auf den Punkt: „Wir können mit unserer Mannschaftsleistung nicht zufrieden sein und schaffen es momentan einfach nicht, uns Torchancen zu kreieren.“
Aber die Töne ähnelten sich ohnehin in diesem Punkt merklich. Selbst Schlussmann Timo Hildebrand bemerkte die Probleme seiner Mannschaft auf der anderen Seite des Spielfeldes: „Mainz hat gut verteidigt und wir haben uns keine Torchancen herausgespielt.“ Am Ende waren die TSG-Spieler vor allem darüber ernüchtert, dass auf dem Weg in die Offensive zu wenig gelang. Ein Vorwurf, den man aber nicht nur den Angreifern, sondern der gesamten Mannschaft machen muss. Nur einen Ausweg haben die sportlich-verantwortlichen Personen noch nicht gefunden. Aber das muss in den kommenden Tagen möglichst schnell geschehen.
Castrol Rankings mit deutlicher Sprache
Das zeigen auch schon die aktuellen Castrol Rankings. Vedad Ibisevic liegt dabei im europäischen Vergleich nur auf Rang 1041. Chindeu Obasi schafft es immerhin nach auf den 743. Rang, Demba Ba belegt den 265. Platz. Die Tendenz war dabei zuletzt noch fallend. Es könnte also schon bald sein, dass im Ranking die Spieler noch weiter abrutschen. Oder aber es folgt ein Ausverkauf bei der TSG im Sommer. Denn die Angreifer haben schon vor einem Jahr gezeigt, über welch tolle Qualität sie verfügen und wenn sie das in Hoffenheim nicht mehr abrufen können und die Unterstützung von den Mitspielern fehlt, wäre ein Abgang nur allzu gut vorstellbar.
Eure Meinung: Woran liegt der Offensiv-Frust bei der TSG? Sind vornehmlich die Stürmer daran schuld, oder auch andere Mannschaftsteile? Oder wurde das Team nach dem guten letzten Jahr einfach überbewertet?
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