Die Goal.com Bundesliga-Elf der Hinrunde 2009/2010

Goal.com hat kurz vor dem Start der Rückrunde einen ganz besonderen Leckerbissen für Euch: Die Goal.com Bundesliga-Elf der Hinrunde 2009/2010. Wir sind auf Eure Meinungen gespannt!

Felix Magath, FC Schalke 04 (Bongarts / Getty Images)
(ab) Berlin. In zwei Tagen startet die Bundesliga in ihre Rückrunde. Es erwarten uns spannende 17 Spieltage, die über Meisterschaft, Europapokal und Abstieg entscheiden. Bevor der Ball in den Stadien aber wieder rollt, hat sich die Goal.com-Redaktion noch einmal zusammen gesetzt und die Bundesliga-Elf der Hinrunde erstellt. Es gibt dabei einige Überraschungen. Aber seht selbst!

TOR

René Adler (Bayer Leverkusen)
Rene Adler wird bei der WM in Südafrika als deutsche Nummer eins im Tor stehen, daran besteht wohl kein Zweifel mehr. Spätestens mit seiner Glanzleistung beim entscheidenden 1:0-Sieg in der WM-Qualifikation in Russland bestand der Keeper den Härtetest und sendete ein Signal Richtung Konkurrenz. Der 24-Jährige besticht mit einer einzigartigen Konstanz. In 17 Spielen musste Adler nur 13 Mal hinter sich greifen.

ABWEHR

Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen)
Castro hat in dieser Saison eine beeindruckende Hinrunde gespielt. Er war in allen 17 Spielen mit von der Partie. Der 22-Jährige hat in seiner Entwicklung einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Castro ist flexibel einsetzbar: linke oder rechte Abwehrseite oder defensives Mittelfeld, ganz egal. Das macht ihn für Bayer Leverkusen – und auch für die deutsche Nationalmannschaft - enorm wertvoll.

Sami Hyypiä (Bayer Leverkusen)
Sami Hyypiä ist ein Phänomen. Der Finne, vor der Saison aus Liverpool gekommen, hat schon 18 Profijahre auf dem Buckel, und ist kein bisschen müde. Gerade in Deutschland angekommen, tönte der 36-Jährige: „Für uns ist der Titel drin.“ Nach der Hinrunde ist Bayer Erster und Hyypiä könnte recht behalten. Er ist der verlängerte Arm von Trainer Heynckes, und hat der Defensive die Stabilität verliehen, die in den letzten Jahren zum großen Sprung gefehlt hatte.

Per Mertesacker (Werder Bremen)
Der Baum in der Werder-Abwehr erledigte seine Aufgaben in der Hinrunde gewohnt ruhig und abgeklärt. Es gibt kaum etwas, was Mertesacker aus der Ruhe bringt. Dank seines starken Nebenmanns, Naldo, hatte der deutsche Nationalverteidiger auch öfter mal die Gelegenheit nach vorne zu gehen. Besonders gefährlich bei Ecken, machte er zwei Tore in 17 Spielen.

Holger Badstuber (Bayern München)
Der 20-Jährige Badstuber wurde vor der Saison von Trainer Louis van Gaal zu den Profis geholt. In der gesamten Hinrunde gehörte er zu den konstantesten Spielern bei den Bayern, machte alle 17 Spiele mit. Van Gaal stellte ihn erst als Innenverteidiger auf, zog ihn dann auf die linke Seite. Badstuber moserte nicht, sondern zeigte Leistung. Bundestrainer Joachim Löw überlegt schon, ihn mit einer WM-Teilnahme zu belohnen.

Mittelfeld

Toni Kroos (Bayer Leverkusen)
Bei den ganzen Diskussionen, wo Kroos denn nun in der nächsten Saison spielen wird – bei den Bayern oder bei Bayer - könnte man glatt seinen sportlichen Aufstieg vergessen. Der Mittelfeldspieler hat eine sensationelle Hinrunde gespielt, in 17 Spielen sechsmal getroffen und vier Tore vorbereitet. „Kroos ist der Mann der Hinrunde“, sagte Franz Beckenbauer. Dem „Kaiser“ darf man nicht widersprechen.

Zé Roberto (Hamburger SV)
Ein Außenbandanriss im Sprunggelenk hatte dem Brasilianer nach 12 Spieltagen und fünf Toren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bis dahin gehörte Zé Roberto zu den besten Spielern der Bundesliga-Hinrunde, sogar über eine Rückkehr in die Selecao wurde diskutiert. Nun will sich der 35-Jährige noch einmal heran kämpfen. Ansporn gibt es genug: In einer Umfrage der besten 20 Brasilianer in Europa landete Zé Roberto immerhin auf Rang 19.

Mesut Özil (Werder Bremen)
Özils Berufung in die Bundesliga-Elf der Hinrunde ist mehr als gerechtfertigt. Der 21-Jährige ist an den ersten 17 Spieltagen endgültig aus dem Schatten von Diego getreten, überzeugte als Torschütze (6 Treffer) und Passgeber (10 Vorlagen). Auch in der Nationalmannschaft hat sich Özil schnell etabliert und wird als wichtiger Offensiv-Spieler mit nach Südafrika fahren. Untermauert wird seine tolle Leistung durch die Wahl seiner Bundesliga-Kollegen zum besten Spieler der Hinrunde.

Sturm

Ivica Olic (Bayern München)
Vor der Saison dachten viele: der wird doch nur auf der Bank sitzen, und ab und zu mal eingewechselt. Falsch gedacht! Der Kroate hat komplett eingeschlagen. Er überzeugt nicht nur mit Toren und als Vorbereiter, sondern auch als Läufer und Kämpfer. „Der steht neben dir und hechelt. Da denkst du: Geht´s noch? Plötzlich steht er 40 Meter weiter und hechelt dort“, sagt Mario Gomez über seinen Sturmpartner.

Stefan Kießling (Bayer Leverkusen)
Der Stürmer führt nach der Hinrunde mit zwölf Toren die Torschützenliste an. Erwartet hatte das eigentlich keiner, denn bisher war der 25-Jährige weniger als Torjäger in Erscheinung getreten. Doch unter dem neuen Trainer, Jupp Heynckes, erlebte nicht nur Bayer Leverkusen einen Aufschwung, sondern eben auch Kießling. Der Angreifer zeigt sich lauffreudig, dribbelstark (eine neue Stärke von Kießling, der bisher gern mal dazu neigte, einen Ball zu verstolpern) und torgefährlich. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Bundestrainer Löw endgültig von Kießlings Qualitäten überzeugt ist.

Jefferson Farfan (Schalke 04)
Farfan ist einer der Gewinner bei Schalke 04 und scheint endlich angekommen zu sein beim Tabellenzweiten. Nachdem sich der Peruaner, der im Sommer 2008 in die Bundesliga wechselte, oft harsche Kritik anhören musste, überzeugt er nun mit Leistung. Seit Felix Magath das Zepter bei Schalke schwingt, sind die Leistungen des 25-Jährigen immer besser geworden. Schon sechs Tore hat der Farfan erzielt.



Trainer

Felix Magath (Schalke 04)
Tja, was soll man zu Felix Magath noch großartig sagen. Nach der überraschenden Meisterschaft mit dem VfL Wolfsburg sorgt er nun mit Schalke 04 für Furore. Mit jungen, hungrigen Spielern ist er bis auf Platz zwei der Bundesliga gestürmt. Die halbe Liga  - und inzwischen wohl auch er selbst - traut Schalke die Meisterschaft zu. Felix Magath schwimmt seit Jahren – egal, ob in Stuttgart, München oder Wolfsburg – auf einer Erfolgswelle. Es scheint, alles, was Magath anfasst, wird zu Gold.

Diese Spieler haben den Sprung in die Startelf knapp verpasst.


Ersatzbank
Tor: Heinz Müller (Mainz 05)
Abwehr: Daniel van Buyten (Bayern München), Marcelo Bordon (Schalke 04)
Mittelfeld: Thomas Müller (Bayern München), Nuri Sahin (Borussia Dortmund)
Sturm: Eljero Elia (Hamburger SV), Kevin Kuranyi (Schalke 04)
Co-Trainer: Jürgen Klopp (Borussia Dortmund)

Eure Meinung: Wer fehlt in der Goal.com Bundesliga-Elf der Hinrunde 2009/2010?


 
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