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Kroos blüht auf
Bayer Leverkusen untermauerte seine Tabellenführung mit einem 4:0 gegen angeknockte Stuttgarter eindrucksvoll. Am Ende standen zwar drei Treffer von Stefan Kießling auf dem Papier, der wahre Gewinner in der BayArena war jedoch in Wirklichkeit ein anderer: Toni Kroos.
Von François DUCHATEAU
Leverkusen. Toni Kroos hat alles richtig gemacht, als er sich zu einem Wechsel an den Rhein entschied. Bei Bayer 04 Leverkusen haben Talente ein großes Standing. Trotz vieler Jahre konstant in der Spitzengruppe und der großen Mediendichte der Region kann bei der „Werkself“ in Ruhe gearbeitet werden. Die Boulevards wissen, dass mit Schmäh-Artikeln keine Massen in Leverkusen zu bewegen sind, also schmeißt man sich auf den Publikumsmagneten aus Köln.
Erst Schnuppern, nun Aufblühen
Für seine Entwicklung war der Schritt zu Bayer der vernünftigste. Vergangene Saison konnte Toni Kroos unauffällig Bundesliga-Luft schnuppern und diese Spielzeit blüht das Megatalent auf. Der Mittelfeldmann schafft es, sich Woche für Woche zu steigern, nicht nur was Leistungen, sondern auch Fähigkeiten angeht. Gegen den VfB Stuttgart war die Nummer 39 der Lenker im Mittelfeld, der alle Fäden in der Hand hielt. Keine Spur davon, dass der gebürtige Greifswalder erst 19 Jahre auf dem Buckel hat. Dreiviertel seiner Zweikämpfe konnte er für sich entscheiden. Ebenso verhält es sich bei seiner Passquote. Obwohl Kroos viele Risikoabspiele tätigte, landeten nur weniger als ein Viertel nicht beim Mitspieler. Viermal legte der Youngster für einen Mitspieler auf, viermal wagte er selbst den Torschuss – davon trafen zwei den Pfosten.
Der ewige Vergleich mit Deisler
Bei Kroos darf man so langsam von einem Durchbruch sprechen. Er ist in der höchsten deutschen Spielklasse nicht nur angekommen, sondern übernimmt immer mehr Verantwortung bei dessen Tabellenprimus. Viele vergleichen die Leihgabe aus München mit Sebastian Deisler. Beide machten schon mit jungen Jahren auf den internationalen FIFA-Juniorenturnieren auf sich aufmerksam. Kroos strotzte gestern vor Spielfreude. Während „Basti Fantasti“ mit seinem Antritt, seiner Technik und seinen Dribblings das zentrale und energiegeladene Feuerwerk im Offensivspiel seiner Mannschaft sein wollte, ist Kroos viel eher der Verwalter im Mittelfeld. Sein Spiel glänzt durch Übersicht und haarscharfe Pässe mit Gefühl. Es gibt doch eigentlich viel mehr Unterschiede zwischen beiden Akteuren als man denkt – und da muss sich der Leverkusener nicht verstecken. Schon jetzt ist er mannschaftsdienlicher als Deisler. Organisiert auch nach hinten mit, ist totale Schaltzentrale im Mittelfeld und Allzweckwaffe.
Kroos will weiter lernen, Bayern will ernten
Kroos möchte zu Recht weiter auf der Welle schwimmen. Er selbst fühlt seine Fortschritte und will nicht aufhören zu wachsen als Spieler. Mit Jupp Heynckes hat er zudem den bestmöglichsten Förderer an seiner Seite. Doch der FC Bayern möchte auch etwas vom Kuchen abhaben und sein Talent zurückholen im Sommer. Für seine Entwicklung wäre ein weiteres Jahr am Rhein sicher besser. Schließlich ist Kroos noch lange nicht am Ende seines Potenzials angelangt. Wohl kaum wird der zurückhaltende Ruhepol bereits die Ellebogen haben für einen Wurf ins Haifischbecken Bayern München. Riskieren die Bayern ein Bremsen seines Laufs? Wenn Kroos seine Form weiter ausbaut, könnte er vielleicht sogar noch die Überraschung im WM-Aufgebot Deutschlands werden. Gestern unterstrich er jedenfalls seine absolute Spitzenklasse ein weiteres Mal.
Was meint ihr: Wohin führt der Weg von Toni Kroos? Darf man so langsam von einem Durchbruch sprechen? Würde eine Bayern-Rückkehr dem Megatalent schaden?
Leverkusen. Toni Kroos hat alles richtig gemacht, als er sich zu einem Wechsel an den Rhein entschied. Bei Bayer 04 Leverkusen haben Talente ein großes Standing. Trotz vieler Jahre konstant in der Spitzengruppe und der großen Mediendichte der Region kann bei der „Werkself“ in Ruhe gearbeitet werden. Die Boulevards wissen, dass mit Schmäh-Artikeln keine Massen in Leverkusen zu bewegen sind, also schmeißt man sich auf den Publikumsmagneten aus Köln.
Erst Schnuppern, nun Aufblühen
Für seine Entwicklung war der Schritt zu Bayer der vernünftigste. Vergangene Saison konnte Toni Kroos unauffällig Bundesliga-Luft schnuppern und diese Spielzeit blüht das Megatalent auf. Der Mittelfeldmann schafft es, sich Woche für Woche zu steigern, nicht nur was Leistungen, sondern auch Fähigkeiten angeht. Gegen den VfB Stuttgart war die Nummer 39 der Lenker im Mittelfeld, der alle Fäden in der Hand hielt. Keine Spur davon, dass der gebürtige Greifswalder erst 19 Jahre auf dem Buckel hat. Dreiviertel seiner Zweikämpfe konnte er für sich entscheiden. Ebenso verhält es sich bei seiner Passquote. Obwohl Kroos viele Risikoabspiele tätigte, landeten nur weniger als ein Viertel nicht beim Mitspieler. Viermal legte der Youngster für einen Mitspieler auf, viermal wagte er selbst den Torschuss – davon trafen zwei den Pfosten.
Der ewige Vergleich mit Deisler
Bei Kroos darf man so langsam von einem Durchbruch sprechen. Er ist in der höchsten deutschen Spielklasse nicht nur angekommen, sondern übernimmt immer mehr Verantwortung bei dessen Tabellenprimus. Viele vergleichen die Leihgabe aus München mit Sebastian Deisler. Beide machten schon mit jungen Jahren auf den internationalen FIFA-Juniorenturnieren auf sich aufmerksam. Kroos strotzte gestern vor Spielfreude. Während „Basti Fantasti“ mit seinem Antritt, seiner Technik und seinen Dribblings das zentrale und energiegeladene Feuerwerk im Offensivspiel seiner Mannschaft sein wollte, ist Kroos viel eher der Verwalter im Mittelfeld. Sein Spiel glänzt durch Übersicht und haarscharfe Pässe mit Gefühl. Es gibt doch eigentlich viel mehr Unterschiede zwischen beiden Akteuren als man denkt – und da muss sich der Leverkusener nicht verstecken. Schon jetzt ist er mannschaftsdienlicher als Deisler. Organisiert auch nach hinten mit, ist totale Schaltzentrale im Mittelfeld und Allzweckwaffe.
Kroos will weiter lernen, Bayern will ernten
Kroos möchte zu Recht weiter auf der Welle schwimmen. Er selbst fühlt seine Fortschritte und will nicht aufhören zu wachsen als Spieler. Mit Jupp Heynckes hat er zudem den bestmöglichsten Förderer an seiner Seite. Doch der FC Bayern möchte auch etwas vom Kuchen abhaben und sein Talent zurückholen im Sommer. Für seine Entwicklung wäre ein weiteres Jahr am Rhein sicher besser. Schließlich ist Kroos noch lange nicht am Ende seines Potenzials angelangt. Wohl kaum wird der zurückhaltende Ruhepol bereits die Ellebogen haben für einen Wurf ins Haifischbecken Bayern München. Riskieren die Bayern ein Bremsen seines Laufs? Wenn Kroos seine Form weiter ausbaut, könnte er vielleicht sogar noch die Überraschung im WM-Aufgebot Deutschlands werden. Gestern unterstrich er jedenfalls seine absolute Spitzenklasse ein weiteres Mal.
Was meint ihr: Wohin führt der Weg von Toni Kroos? Darf man so langsam von einem Durchbruch sprechen? Würde eine Bayern-Rückkehr dem Megatalent schaden?
Goal.com-Flutlicht
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