|
|
Ein Signal der Soldo-Truppe
Der 1. FC Köln hat zwar drei Punkte in Bochum liegengelassen, weil Novakovic kurz vor Schluss eine „Hundertprozentige“ vergab, nachdem Petit zuvor im Durchgang zwei zuerst den Pfosten traf und danach frei aus vier Metern versiebte, aber einen ersten Schritt in die richtige Richtung getätigt, um die Gunst der Anhänger wieder zu gewinnen nach einer turbulenten Woche.
Von François DUCHATEAU
Bochum/Köln. Der Unruheherd der Bundesliga stand vergangene Woche in Köln. Zuerst das Theater um die Abholung der slowenischen Nationalspieler Miso Brecko und Milivoje Novakovic nach deren WM-Qualifikations-Party per Privatjet, dann der Denkzettel durch die frühe Auswechslung beim Heimdebakel gegen 1899 Hoffenheim (0:4). Als dann Interna der Krisensitzung unverblümt von einem Maulwurf den Medien vordiktiert wurde, war der Ärger noch nicht vorbei: Nach einer ausbleibenden Entschuldigung entmannte Zvonimir Soldo seinen Kapitän Milivoje Novakovic und gab die Binde an Petit weiter.
Bochum wurde zum Charaktertest
Es war klar, dass das Spiel gegen den VfL Bochum zum Charaktertest werden würde. Einerseits, weil das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft total zerrüttet sein soll, schenkt man den Kölner Medien Glauben. Spielt der 1. FC Köln gegen den Trainer? Die Leistung gegen die TSG machte fast den Anschein. Und andererseits wollten die Fans sehen, dass sie ihr hart verdientes Geld nicht in zuletzt wieder teurer gewordene Tickets stecken, um faule Söldner beim Däumchendrehen zu beobachten, sondern für elf Freunde, die sich für den „Geißbock“ mit Leidenschaft zerreißen.
„Nova“ spielte nicht die beleidigte Leberwurst
Ein Bochum folgte das klare Zeichen, mit dem vielleicht nicht mehr viele gerechnet haben. Der 1. FC Köln verkaufte sich als geschlossene Mannschaft beim Kellerduell im Rewirpower-Stadion, die alles andere als gegen Zvonimir Soldo spielte. Besonders hervorzuheben muss man wohl Milivoje Novakovic, der nicht den Stinkstiefel spielte, sondern seine wohl einsatzfreudigste Partie der Saison spielte. Der Slowene dirigierte, lief unermüdlich jedem Ball hinterher, rackerte auch im Mittelfeld und war mit Herz bei der Sache. Von einer beleidigten Leberwurst war keine Spur nach der Soap um die Spielführer-Frage am Geißbockheim. Pech hatte „Nova“ bei seiner Chance kurz vor Schluss, als der Angreifer den Siegtreffer auf dem Fuß hatte. Doch welches Team hat dies nicht, das unten steht?
Die jungen Wilden durften ran
Doch nicht nur die Mannschaft setzte ein klares Zeichen, auch Zvonimir Soldos Personalentscheidungen hatten Signalwirkung. Wie von den Fans gefordert, bekamen gegen die Revierkicker einmal die „jungen Wilden“ ihre Chance von Anfang an, allen voran Adil Chihi und Taner Yalcin, neben weiteren Talenten wie Kevin Pezzoni und Christopher Schorch. Und siehe da: Chihi war der beste Mann auf dem Platz, wirbelte auf dem rechten Flügel immer wieder Gefahr auf. Yalcin hatte zwar nicht immer Glück bei seinen Aktionen, aber hängte sich voll rein. Richtig war es zudem Fabrice Ehret gegen offensivmüde Bochumer im verkappten 4-3-3 (4-1-4-1) nach hinten auf die Linksverteidigerposition zu holen, denn der VfL hatte niemanden entgegenzusetzen, der den Franzosen im Weg stand.
Das Signal mehr wert als der Punkt
Für beide Mannschaften ist ein 0:0 natürlich zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben. Ein „Dreier“, beziehungsweise „Sechser“ muss man anhand der aktuellen Konstellation schon sagen, hätte dem Siegerteam Luft zum Durchschnaufen verliehen. Zvonimir Soldo hätte es ein wenig mehr Federn gegeben vor dem extrem kniffligen Heimspiel gegen SV Werder Bremen kommendes Wochenende, doch in der Domstadt freut man sich nun erst einmal über das deutliche Signal der „Geißböcke“ geschlossen durch die Krise gehen zu wollen. Und das ist nach der letzten Woche verdammt viel wert.
Wie habt ihr den Auftritt der Kölner in Bochum gesehen? War das ein deutliches Signal? Will die Mannschaft Soldo noch? Sollten die Jungen öfter eine Chance bekommen? Was sagt ihr zu Novakovic?
Bochum/Köln. Der Unruheherd der Bundesliga stand vergangene Woche in Köln. Zuerst das Theater um die Abholung der slowenischen Nationalspieler Miso Brecko und Milivoje Novakovic nach deren WM-Qualifikations-Party per Privatjet, dann der Denkzettel durch die frühe Auswechslung beim Heimdebakel gegen 1899 Hoffenheim (0:4). Als dann Interna der Krisensitzung unverblümt von einem Maulwurf den Medien vordiktiert wurde, war der Ärger noch nicht vorbei: Nach einer ausbleibenden Entschuldigung entmannte Zvonimir Soldo seinen Kapitän Milivoje Novakovic und gab die Binde an Petit weiter.
Bochum wurde zum Charaktertest
Es war klar, dass das Spiel gegen den VfL Bochum zum Charaktertest werden würde. Einerseits, weil das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft total zerrüttet sein soll, schenkt man den Kölner Medien Glauben. Spielt der 1. FC Köln gegen den Trainer? Die Leistung gegen die TSG machte fast den Anschein. Und andererseits wollten die Fans sehen, dass sie ihr hart verdientes Geld nicht in zuletzt wieder teurer gewordene Tickets stecken, um faule Söldner beim Däumchendrehen zu beobachten, sondern für elf Freunde, die sich für den „Geißbock“ mit Leidenschaft zerreißen.
„Nova“ spielte nicht die beleidigte Leberwurst
Ein Bochum folgte das klare Zeichen, mit dem vielleicht nicht mehr viele gerechnet haben. Der 1. FC Köln verkaufte sich als geschlossene Mannschaft beim Kellerduell im Rewirpower-Stadion, die alles andere als gegen Zvonimir Soldo spielte. Besonders hervorzuheben muss man wohl Milivoje Novakovic, der nicht den Stinkstiefel spielte, sondern seine wohl einsatzfreudigste Partie der Saison spielte. Der Slowene dirigierte, lief unermüdlich jedem Ball hinterher, rackerte auch im Mittelfeld und war mit Herz bei der Sache. Von einer beleidigten Leberwurst war keine Spur nach der Soap um die Spielführer-Frage am Geißbockheim. Pech hatte „Nova“ bei seiner Chance kurz vor Schluss, als der Angreifer den Siegtreffer auf dem Fuß hatte. Doch welches Team hat dies nicht, das unten steht?
Die jungen Wilden durften ran
Doch nicht nur die Mannschaft setzte ein klares Zeichen, auch Zvonimir Soldos Personalentscheidungen hatten Signalwirkung. Wie von den Fans gefordert, bekamen gegen die Revierkicker einmal die „jungen Wilden“ ihre Chance von Anfang an, allen voran Adil Chihi und Taner Yalcin, neben weiteren Talenten wie Kevin Pezzoni und Christopher Schorch. Und siehe da: Chihi war der beste Mann auf dem Platz, wirbelte auf dem rechten Flügel immer wieder Gefahr auf. Yalcin hatte zwar nicht immer Glück bei seinen Aktionen, aber hängte sich voll rein. Richtig war es zudem Fabrice Ehret gegen offensivmüde Bochumer im verkappten 4-3-3 (4-1-4-1) nach hinten auf die Linksverteidigerposition zu holen, denn der VfL hatte niemanden entgegenzusetzen, der den Franzosen im Weg stand.
Das Signal mehr wert als der Punkt
Für beide Mannschaften ist ein 0:0 natürlich zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben. Ein „Dreier“, beziehungsweise „Sechser“ muss man anhand der aktuellen Konstellation schon sagen, hätte dem Siegerteam Luft zum Durchschnaufen verliehen. Zvonimir Soldo hätte es ein wenig mehr Federn gegeben vor dem extrem kniffligen Heimspiel gegen SV Werder Bremen kommendes Wochenende, doch in der Domstadt freut man sich nun erst einmal über das deutliche Signal der „Geißböcke“ geschlossen durch die Krise gehen zu wollen. Und das ist nach der letzten Woche verdammt viel wert.
Wie habt ihr den Auftritt der Kölner in Bochum gesehen? War das ein deutliches Signal? Will die Mannschaft Soldo noch? Sollten die Jungen öfter eine Chance bekommen? Was sagt ihr zu Novakovic?
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde
EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.
-
EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“
EXKLUSIV – Der Agent von Stürmerstar Gonzalo Higuian schiebt den Wechselspekulationen um seinen Schützling gegenüber Goal.com einen Riegel vor.
-
Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM
Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde