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Spielbericht Bundesliga: FC Bayern München – Bayer 04 Leverkusen
Nach einer absoluten Topvorstellung in Halbzeit eins einigen sich Bayern und Bayer letztendlich auf ein Unentschieden. Nach einem frühen Tor von Mario Gomez, besorgte Nationalmannschaftskollege Stefan Kießling den direkten Ausgleich. Ein zweiter Treffer des Goalgetters wurde wegen Abseits aberkannt.
Von François DUCHATEAU
München. Bayer 04 Leverkusen bleibt auch nach dem 13. Saisonspiel ungeschlagen.
PERSONAL & TAKTIK
Statt den verletzten Ribery und Robben bildeten Bastian Schweinsteiger (links) und Thomas Müller (rechts) die Flügelzange im Hitzfeld’schen 4-4-2 der Bayern mit Mark van Bommel und Anatoliy Tymoshchuk als gemeinsamer „Doppelsechs“. Mario Gomez bekam den Vorzug, um neben Miroslav Klose zu stürmen. Von einer kleinen Blessur von Luca Toni war kurz vorm Spiel die Rede. Die Abwehrkette vor Hans-Jörg Butt bestand aus Philipp Lahm, Daniel van Buyten, Martin Demichelis und Holger Badstuber als Linksverteidiger.
Auf dem Papier startete Bayer mit demselben System, bestehend aus den Stürmern Stefan Kießling und Eren Derdiyok, plus den kreativen Außen Tranquillo Barnetta und Toni Kroos, der natürlich ganz besonders im Fokus stand. Arturo Vidal und Youngster Stefan Reinatz sollten als Abräumer Gonzalo Castro, Sami Hyypiä, Manuel Friedrich, Daniel Schwaab und Rene Adler den Rücken freihalten.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Nach kurzer Abtastphase war es ausgerechnet Mario Gomez, der den Druck zunächst von van Gaals Schultern nahm und das früheste Saisontor der Bayern erzielte (7.). Nach einem Ballverlust von Schwaab war es Schweinsteiger, der Klose fand, der wiederum das Auge für Gomez hatte, der schön mit dem linken Außenrist die Kugel ins Netz zwirbelte. Lange hielt die Führung jedoch nicht: Vidal schickte Kießling mit einem langen Ball, der Führer der Torschützenwertung vernaschte van Buyten durch eine Täuschung im Strafraum und erzielte eiskalt den 1:1-Ausgleich nach 13 Minuten. Fast wäre es sogar noch dicker gekommen, doch ein zweiter Treffer des Leverkusener Goalgetters nach traumhafter Hackenvorarbeit, wurde wegen knappem Abseits aberkannt.
Die Zuschauer sahen ein äußerst munteres Spiel, in dem sich die Heynckes-Elf durch den Biss von Reinartz und Vidal im Mittelfeld viele Bälle erfighteten und dann nimmermüde vorm Münchener Gehäuse zum Kombinieren kamen, wie beispielsweise in der 27. Minute, als Castro Kroos steil anspielte und immer wieder Abnehmer Kießling gesucht wurde. Bayern drückte meist bei Standards, wie bei einem gerade noch von Adler gehaltenem Badstuber-Freistoß kurz vor der Pause (40.) und biss sich so zurück ins Match.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Direkt nach dem Seitenwechsel vergab Tymoshchuk seine zweite aussichtsreiche Schussmöglichkeit des Abends (49.), ein erstes Anzeichen dafür, dass der FCB nun gegen konterwillige Gäste das Heft in die Hand nahm, aber dennoch nicht viele Chancen zustande brachte. Leverkusen ließ gewähren und lauerte mit langen Bällen auf Möglichkeiten, wie Kießling sie in der 66. Minute hatte, als sein Schuss vorm Strafraum am Tor vorbeikullerte.
Danach plätscherte die Partie vor sich hin. Der große Fußball aus der ersten Halbzeit war passé, da mit zunehmender Spieldauer immer weniger riskiert wurde. Bayers Konterfalle war offensichtlich und hätte in der 78. Minute, wäre das finale Abspiel kein Fehlpass gewesen, auch zugeschnappt, was die van-Gaal-Elf mit Bedacht vermeiden wollte. Eine gute Gomez-Abnahme nach einer Lahm-Flanke von rechts wurde wegen einer Abseitsposition aberkannt (81.), kurz danach musste Adler sein ganzes Können präsentieren, als erneut Gomez mit der Hacke das Leder ins Gehäuse Zaubern wollte (84.). Sarpei bereinigte, ehe der ebenfalls eingewechselte Olic zuschlagen konnte.
SCHLÜSSELSZENE
Der frühe Ausgleich von Kießling ließ Bayern ihr Spiel nicht aufziehen und ebnete Leverkusen den Weg, den roten Teppich auszurollen, der allerdings nur bis zum Seitenwechsel hielt. Ohne Kießlings rasche Antwort wäre der Spielverlauf wohlmöglich ganz anders verlaufen.
SCHLÜSSELSPIELER
Vidal war Aggressiv-Leader und mit seinen Zuckerpässen Spieleröffner zugleich, die der dauergefährliche Kießling mit Kusshand abnahm. Bei den Bayern übernahm vor allem Youngster Thomas Müller die meiste Verantwortung, sogar noch mehr als Kapitän van Bommel.
SPIELER DES SPIELS – Arturo Vidal
Zentrale Schnittstelle der Werkself, der vor allem in Durchgang eins den Unterschied machte.
SCHIEDSRICHTER Knut Kircher – Note 9
Bis auf eine Abseitsentscheidung fehlerlos
SPIELNOTE – 7
Ein absolutes Topspiel in Durchgang eins, das jedoch nach dem Pausentee zunehmend abflachte durch taktisch bedingte Risikoarmut.
FAZIT
Mit einem „Dreier“ wäre die Bayern-Welt in Ordnung, sagte Uli Hoeneß vor dem Match. Ob dem FCB und vor allem Louis van Gaal ein Remis im Sechs-Punkte-Match reicht, bleibt die Frage. Leistungstechnisch wäre eher für Leverkusen mehr drin gewesen, die begnügten sich jedoch in der zweiten Halbzeit mit einem Remis.
Wie habt ihr das Topmatch gesehen? Wer hätte einen Sieg verdient gehabt? Was passiert mit van Gaal?
München. Bayer 04 Leverkusen bleibt auch nach dem 13. Saisonspiel ungeschlagen.
PERSONAL & TAKTIK
Statt den verletzten Ribery und Robben bildeten Bastian Schweinsteiger (links) und Thomas Müller (rechts) die Flügelzange im Hitzfeld’schen 4-4-2 der Bayern mit Mark van Bommel und Anatoliy Tymoshchuk als gemeinsamer „Doppelsechs“. Mario Gomez bekam den Vorzug, um neben Miroslav Klose zu stürmen. Von einer kleinen Blessur von Luca Toni war kurz vorm Spiel die Rede. Die Abwehrkette vor Hans-Jörg Butt bestand aus Philipp Lahm, Daniel van Buyten, Martin Demichelis und Holger Badstuber als Linksverteidiger.
Auf dem Papier startete Bayer mit demselben System, bestehend aus den Stürmern Stefan Kießling und Eren Derdiyok, plus den kreativen Außen Tranquillo Barnetta und Toni Kroos, der natürlich ganz besonders im Fokus stand. Arturo Vidal und Youngster Stefan Reinatz sollten als Abräumer Gonzalo Castro, Sami Hyypiä, Manuel Friedrich, Daniel Schwaab und Rene Adler den Rücken freihalten.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Nach kurzer Abtastphase war es ausgerechnet Mario Gomez, der den Druck zunächst von van Gaals Schultern nahm und das früheste Saisontor der Bayern erzielte (7.). Nach einem Ballverlust von Schwaab war es Schweinsteiger, der Klose fand, der wiederum das Auge für Gomez hatte, der schön mit dem linken Außenrist die Kugel ins Netz zwirbelte. Lange hielt die Führung jedoch nicht: Vidal schickte Kießling mit einem langen Ball, der Führer der Torschützenwertung vernaschte van Buyten durch eine Täuschung im Strafraum und erzielte eiskalt den 1:1-Ausgleich nach 13 Minuten. Fast wäre es sogar noch dicker gekommen, doch ein zweiter Treffer des Leverkusener Goalgetters nach traumhafter Hackenvorarbeit, wurde wegen knappem Abseits aberkannt.
Die Zuschauer sahen ein äußerst munteres Spiel, in dem sich die Heynckes-Elf durch den Biss von Reinartz und Vidal im Mittelfeld viele Bälle erfighteten und dann nimmermüde vorm Münchener Gehäuse zum Kombinieren kamen, wie beispielsweise in der 27. Minute, als Castro Kroos steil anspielte und immer wieder Abnehmer Kießling gesucht wurde. Bayern drückte meist bei Standards, wie bei einem gerade noch von Adler gehaltenem Badstuber-Freistoß kurz vor der Pause (40.) und biss sich so zurück ins Match.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Direkt nach dem Seitenwechsel vergab Tymoshchuk seine zweite aussichtsreiche Schussmöglichkeit des Abends (49.), ein erstes Anzeichen dafür, dass der FCB nun gegen konterwillige Gäste das Heft in die Hand nahm, aber dennoch nicht viele Chancen zustande brachte. Leverkusen ließ gewähren und lauerte mit langen Bällen auf Möglichkeiten, wie Kießling sie in der 66. Minute hatte, als sein Schuss vorm Strafraum am Tor vorbeikullerte.
Danach plätscherte die Partie vor sich hin. Der große Fußball aus der ersten Halbzeit war passé, da mit zunehmender Spieldauer immer weniger riskiert wurde. Bayers Konterfalle war offensichtlich und hätte in der 78. Minute, wäre das finale Abspiel kein Fehlpass gewesen, auch zugeschnappt, was die van-Gaal-Elf mit Bedacht vermeiden wollte. Eine gute Gomez-Abnahme nach einer Lahm-Flanke von rechts wurde wegen einer Abseitsposition aberkannt (81.), kurz danach musste Adler sein ganzes Können präsentieren, als erneut Gomez mit der Hacke das Leder ins Gehäuse Zaubern wollte (84.). Sarpei bereinigte, ehe der ebenfalls eingewechselte Olic zuschlagen konnte.
SCHLÜSSELSZENE
Der frühe Ausgleich von Kießling ließ Bayern ihr Spiel nicht aufziehen und ebnete Leverkusen den Weg, den roten Teppich auszurollen, der allerdings nur bis zum Seitenwechsel hielt. Ohne Kießlings rasche Antwort wäre der Spielverlauf wohlmöglich ganz anders verlaufen.
SCHLÜSSELSPIELER
Vidal war Aggressiv-Leader und mit seinen Zuckerpässen Spieleröffner zugleich, die der dauergefährliche Kießling mit Kusshand abnahm. Bei den Bayern übernahm vor allem Youngster Thomas Müller die meiste Verantwortung, sogar noch mehr als Kapitän van Bommel.
SPIELER DES SPIELS – Arturo Vidal
Zentrale Schnittstelle der Werkself, der vor allem in Durchgang eins den Unterschied machte.
SCHIEDSRICHTER Knut Kircher – Note 9
Bis auf eine Abseitsentscheidung fehlerlos
SPIELNOTE – 7
Ein absolutes Topspiel in Durchgang eins, das jedoch nach dem Pausentee zunehmend abflachte durch taktisch bedingte Risikoarmut.
FAZIT
Mit einem „Dreier“ wäre die Bayern-Welt in Ordnung, sagte Uli Hoeneß vor dem Match. Ob dem FCB und vor allem Louis van Gaal ein Remis im Sechs-Punkte-Match reicht, bleibt die Frage. Leistungstechnisch wäre eher für Leverkusen mehr drin gewesen, die begnügten sich jedoch in der zweiten Halbzeit mit einem Remis.
Wie habt ihr das Topmatch gesehen? Wer hätte einen Sieg verdient gehabt? Was passiert mit van Gaal?
Goal.com-Flutlicht
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