Markus Babbel vor dem Aus?

Beim VfB Stuttgart brennt nach dem Remis gegen den Letzten aus Berlin der Baum. Bei den Schwaben wird nun erneut alles in Frage gestellt. Auch der Trainer Markus Babbel wackelt mehr denn je, weil auch Sportvorstand Horst Heldt erstmals vom Coach abrückte.

Horst Heldt (firo)
(dw) Stuttgart. Zufrieden war letztlich niemand beim VfB Stuttgart mit dem 1:1-Unentschieden gegen Hertha BSC. Im Heimspiel hatten sich die Schwaben mehr erhofft, aber es sollte am Ende erneut keinen Sieg geben. Damit verweilt die Mannschaft weiter im Abstiegskampf der Bundesliga und eine Besserung scheint nach wie vor nicht in Sicht zu sein. Das macht auch die sportliche Führung allmählich nachdenklich. Allen voran geht dabei natürlich der Sportvorstand Horst Heldt, der nach dem Spiel die klare Rückendeckung für Trainer Markus Babbel unausgesprochen ließ und sich stattdessen in Floskeln übte.

„Nicht mehr erträglich“

So erklärte er auf die Frage nach der Zukunft des Trainers lediglich: „Es geht nicht um Einzelpersonen, es geht darum, dass wir langsam mal anfangen zu punkten.“ Nicht gerade eine klare Ansage pro Babbel. Der Trainer scheint immer mehr zu wackeln, zumal der VfB Stuttgart mit der teuersten Mannschaft aller Zeiten nur im Abstiegskampf konstant vertreten ist. Das Teamgefüge droht im Sommer zerrissen zu werden, sollte das internationale Geschäft verpasst werden. Das weiß auch Heldt, der deshalb nicht allzu lange Zeit hat, die Mannschaft entwickeln zu lassen. Im Profifußball ist die Geduld endlich und das wird auch Markus Babbel schon bald zu spüren bekommen. Denn die Analyse von Heldt nach dem Spiel gegen die Hertha war ebenso kurz wie auch vernichtend: „Das ist langsam nicht mehr erträglich.“ Den Fans dürfte es indes ganz ähnlich gehen. Denn wenn Heldt nicht alsbald reagiert, wird er zunehmend mit in den Fokus der Kritiker geraten.

Babbel noch optimistisch

Und so wird das Champions League-Spiel in der kommenden Woche wohl erneut zum Endspiel für den Trainer. Oder reagiert der Klub sogar noch vor dem internationalen Auftritt? Babbel jedenfalls gibt den Kampf um seinen Job nicht auf: „In der ersten Halbzeit sind wir gut aus der Kabine gekommen, konnten unsere Torchancen aber leider nicht nutzen. In der zweiten Halbzeit war es andersrum. Nach dem Gegentor waren wir verunsichert und etwas kopflos. Wir hatten Glück, als Hertha die Chance zum 2:0 hatte. Es bleibt die Erkenntnis, dass wir weiter am Abschluss arbeiten müssen.“ Und diese Arbeit sollte dann im Sinne seins Jobs auch ganz schnell Früchte tragen. Sonst darf sich ein anderer Coach versuchen.

Eure Meinung: Wer trägt die Hauptschuld an der sportlichen VfB-Misere? Und wer wäre möglicherweise ein guter Trainer bei den Schwaben?

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