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Vorschau Bundesliga: Hamburger SV – VfL Bochum
Sieben Mal traf Heiko Herrlich als aktiver Bundesliga-Profi gegen den Hamburger SV – so oft, wie gegen keine andere Mannschaft. Am Sonntag gastiert Herrlich als VfL-Coach an der Elbe, auf die großen Torerfolge hofft er dann bei seinen Stürmern. Aber Achtung: Nach vier Bochumer Niederlagen in Folge, wollen die Hanseaten die Nummer fünf hinzufügen.
Von Sebastian HEIER
Hamburg. Die Vorzeichen sind klar ersichtlich: Der Ligadritte empfängt den Vorletzten und es kann eigentlich nur einen Sieger geben. Wenn der Hamburger SV am Sonntagnachmittag den VfL Bochum an der Elbe begrüßt, hoffen die Gäste auf ihre ersten Punkte unter Neu-Trainer Heiko Herrlich. Die VfL-Chancen stehen gut, denn zuletzt schwächelte nicht nur das HSV-Lazarett, sondern auch die Leistung der HSV-Elf.
PERSONAL & TAKTIK
Von Verletzungssorgen bleibt der Hamburger SV in dieser Spielzeit aber nun wirklich nicht verschont. Coach Bruno Labbadia wird auch gegen den VfL Bochum auf seine langzeitverletzten Akteure verzichten müssen. Zuletzt kamen auch noch Jonathan Pitroipa, Marcus Berg, Jerome Boateng und Tunay Torun in das immer weiter anwachsende HSV-Lazarett hinzu. Pitroipa wird auf jeden Fall ausfallen, bei Torun sieht es hingegen gut aus, dass er rechtzeitig wieder fit ist. Nationalspieler Jerome Boateng ist auf dem besten Weg, ebenfalls für den Sonntag einsatzbereit zu sein. Beim Schweden Marcus Berg und beim Altmeister Zé Roberto klappt es wohl nicht mit einem Einsatz.
Beim VfL Bochum freuen sich die Verantwortlichen auf die Rückkehr der WM-Siegtorschützen Dedic und Yahia. Zudem sind auch die beiden Nationalspieler Stanislav Sestak und Christian Fuchs gesund zurückgekommen. Mimoun Azaouagh (muskuläre Probleme), Philipp Bönig (Schambeinentzündung) und Diego Klimowicz scheinen ebenfalls für einen Einsatz in Hamburg bereit zu sein.
FORMKURVE & AUSGANGSLAGE
Die Formkurve vom Hamburger SV lässt sich nur schwer beschreiben, denn immerhin konnten die Rothosen in den vergangenen vier Bundesliga-Partien keinen Sieg feiern. Drei Unentschieden und eine Niederlage stehen auf dem HSV-Konto. In der letzten Saison kam so etwas beim HSV nicht vor. Zwischen März und April 2008 gab es einmal sechs Spiele in Folge ohne Sieg. Trotzdem, und das wird die Hamburger erfreulich stimmen, ist der Rückstand auf Tabellenführer Bayer Leverkusen minimal (drei Punkte).
Von einer solchen „negativen“ Formkurve können die Verantwortlichen beim VfL Bochum nur träumen. Der VfL verlor als einziges Bundesliga-Team die letzten vier Spiele. Sieglos ist die Herrlich-Elf bereits seit fünf Partien. Heiko Herrlich hätte sich seinen Einstand wohl erfolgreicher vorgestellt, doch der neue VfL-Coach kassierte in seinen ersten beiden Spielen gleich zweimal eine 1:2-Niederlage. Bochum liegt mit acht Punkten auf dem Konto auf dem 17. Tabellenplatz und eine kleine Aufmunterung gibt es dennoch: Das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz wäre auch mit einer weiteren Niederlage in Hamburg nicht möglich – das Vier-Punkte-Polster auf Schlusslicht Hertha BSC Berlin macht es möglich.
DER DIREKTE VERGLEICH
18 lange Anläufe brauchte der VfL Bochum, um in der Saison 1989/90 den ersten Sieg in Hamburg feiern zu dürfen. Damals siegte der VfL gleich mit 4:1. Die Heimbilanz der Hanseaten sieht dennoch sehr gut aus: 21 Siege, 9 Remis und nur 3 Niederlagen kassierten die Rothosen gegen die Bochumer. Aber, und darauf werden sich die Gäste am Sonntag stützen: Gegen keinen anderen Bundesligisten trafen die VfL-Akteure häufiger - nämlich insgesamt 87 Mal gegen den HSV.
DIE SCHLÜSSELSPIELER
Beim abstiegsbedrohten Klub aus Bochum ist der Schlüssel zum Erfolg eine geschlossene Mannschaftsleistung, das war schon in der Vergangenheit der Fall. Die großen Individualisten gibt es nicht im Team von Heiko Herrlich. An der Elbe entwickelte sich Altmeister Zé Roberto schnell zu einem Schlüsselspieler, doch der Brasilianer wird im Heimspiel gegen die Bochumer ausfallen. Für die Hanseaten ist es nicht der einzige Ausfall, denn das HSV-Lazarett wird fast wöchentlich größer. Auch die Rothosen brauchen am Sonntag eine geschlossene Mannschaftsleistung.
DAS DUELL DES SPIELS
In Hamburg blicken beide Vereine auf ihre zuletzt enttäuschende Defensive. Während der VfL Bochum ligaweit die wenigsten Zweikämpfe gewinnen konnte, nämlich nur 48,2 Prozent, musste sich die HSV-Verteidigung, und eigentlich auch die gesamte Hamburger Elf, in den letzten drei Ligaspielen scharf kritisieren lassen. Die Mannschaft von Bruno Labbadia führte in den vergangenen drei Spielen insgesamt sechs Mal – auf der Abschlussrechnung kam es allerdings nur zu zwei Punkten aus diesen Partien. Und eines haben beide Mannschaften gemeinsam: Zusammen mit Borussia Dortmund ließen der VfL und der HSV die meisten Punkte nach einer Führung liegen.
AUFGESPIESST
Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV): „Wir haben bisher eine überzeugende Saison gespielt und wollen vor der Winterpause noch einmal Gas geben.“
Heiko Herrlich (Trainer VfL Bochum): „Drei WM-Fahrer: Das hat es beim VfL sicherlich noch nie gegeben. Die Jungs werden die anderen mit ihrer Begeisterung anstecken!“
DIE PROGNOSE
Die Bilanz spricht für den Hamburger SV, die Verletzungssorgen der Hanseaten bereiten allen Verantwortlichen allerdings große Kopfschmerzen. Die durch die Nationalmannschafts-Teilnehmer motivierte VfL-Elf will in Hamburg unbedingt die ersten Punkte unter Neu-Trainer Heiko Herrlich einfahren – ohne Erfolg! Eine starke HSV-Mannschaftsleistung, mit den Fans im Rücken, reicht für einen knappen Sieg.
Eure Meinung: Hamburg oder Bochum – wer gewinnt dieses Duell am Sonntag?
Hamburg. Die Vorzeichen sind klar ersichtlich: Der Ligadritte empfängt den Vorletzten und es kann eigentlich nur einen Sieger geben. Wenn der Hamburger SV am Sonntagnachmittag den VfL Bochum an der Elbe begrüßt, hoffen die Gäste auf ihre ersten Punkte unter Neu-Trainer Heiko Herrlich. Die VfL-Chancen stehen gut, denn zuletzt schwächelte nicht nur das HSV-Lazarett, sondern auch die Leistung der HSV-Elf.
PERSONAL & TAKTIK
Von Verletzungssorgen bleibt der Hamburger SV in dieser Spielzeit aber nun wirklich nicht verschont. Coach Bruno Labbadia wird auch gegen den VfL Bochum auf seine langzeitverletzten Akteure verzichten müssen. Zuletzt kamen auch noch Jonathan Pitroipa, Marcus Berg, Jerome Boateng und Tunay Torun in das immer weiter anwachsende HSV-Lazarett hinzu. Pitroipa wird auf jeden Fall ausfallen, bei Torun sieht es hingegen gut aus, dass er rechtzeitig wieder fit ist. Nationalspieler Jerome Boateng ist auf dem besten Weg, ebenfalls für den Sonntag einsatzbereit zu sein. Beim Schweden Marcus Berg und beim Altmeister Zé Roberto klappt es wohl nicht mit einem Einsatz.
Beim VfL Bochum freuen sich die Verantwortlichen auf die Rückkehr der WM-Siegtorschützen Dedic und Yahia. Zudem sind auch die beiden Nationalspieler Stanislav Sestak und Christian Fuchs gesund zurückgekommen. Mimoun Azaouagh (muskuläre Probleme), Philipp Bönig (Schambeinentzündung) und Diego Klimowicz scheinen ebenfalls für einen Einsatz in Hamburg bereit zu sein.
FORMKURVE & AUSGANGSLAGE
Die Formkurve vom Hamburger SV lässt sich nur schwer beschreiben, denn immerhin konnten die Rothosen in den vergangenen vier Bundesliga-Partien keinen Sieg feiern. Drei Unentschieden und eine Niederlage stehen auf dem HSV-Konto. In der letzten Saison kam so etwas beim HSV nicht vor. Zwischen März und April 2008 gab es einmal sechs Spiele in Folge ohne Sieg. Trotzdem, und das wird die Hamburger erfreulich stimmen, ist der Rückstand auf Tabellenführer Bayer Leverkusen minimal (drei Punkte).
Von einer solchen „negativen“ Formkurve können die Verantwortlichen beim VfL Bochum nur träumen. Der VfL verlor als einziges Bundesliga-Team die letzten vier Spiele. Sieglos ist die Herrlich-Elf bereits seit fünf Partien. Heiko Herrlich hätte sich seinen Einstand wohl erfolgreicher vorgestellt, doch der neue VfL-Coach kassierte in seinen ersten beiden Spielen gleich zweimal eine 1:2-Niederlage. Bochum liegt mit acht Punkten auf dem Konto auf dem 17. Tabellenplatz und eine kleine Aufmunterung gibt es dennoch: Das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz wäre auch mit einer weiteren Niederlage in Hamburg nicht möglich – das Vier-Punkte-Polster auf Schlusslicht Hertha BSC Berlin macht es möglich.
DER DIREKTE VERGLEICH
18 lange Anläufe brauchte der VfL Bochum, um in der Saison 1989/90 den ersten Sieg in Hamburg feiern zu dürfen. Damals siegte der VfL gleich mit 4:1. Die Heimbilanz der Hanseaten sieht dennoch sehr gut aus: 21 Siege, 9 Remis und nur 3 Niederlagen kassierten die Rothosen gegen die Bochumer. Aber, und darauf werden sich die Gäste am Sonntag stützen: Gegen keinen anderen Bundesligisten trafen die VfL-Akteure häufiger - nämlich insgesamt 87 Mal gegen den HSV.
DIE SCHLÜSSELSPIELER
Beim abstiegsbedrohten Klub aus Bochum ist der Schlüssel zum Erfolg eine geschlossene Mannschaftsleistung, das war schon in der Vergangenheit der Fall. Die großen Individualisten gibt es nicht im Team von Heiko Herrlich. An der Elbe entwickelte sich Altmeister Zé Roberto schnell zu einem Schlüsselspieler, doch der Brasilianer wird im Heimspiel gegen die Bochumer ausfallen. Für die Hanseaten ist es nicht der einzige Ausfall, denn das HSV-Lazarett wird fast wöchentlich größer. Auch die Rothosen brauchen am Sonntag eine geschlossene Mannschaftsleistung.
DAS DUELL DES SPIELS
In Hamburg blicken beide Vereine auf ihre zuletzt enttäuschende Defensive. Während der VfL Bochum ligaweit die wenigsten Zweikämpfe gewinnen konnte, nämlich nur 48,2 Prozent, musste sich die HSV-Verteidigung, und eigentlich auch die gesamte Hamburger Elf, in den letzten drei Ligaspielen scharf kritisieren lassen. Die Mannschaft von Bruno Labbadia führte in den vergangenen drei Spielen insgesamt sechs Mal – auf der Abschlussrechnung kam es allerdings nur zu zwei Punkten aus diesen Partien. Und eines haben beide Mannschaften gemeinsam: Zusammen mit Borussia Dortmund ließen der VfL und der HSV die meisten Punkte nach einer Führung liegen.
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Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV): „Wir haben bisher eine überzeugende Saison gespielt und wollen vor der Winterpause noch einmal Gas geben.“
Heiko Herrlich (Trainer VfL Bochum): „Drei WM-Fahrer: Das hat es beim VfL sicherlich noch nie gegeben. Die Jungs werden die anderen mit ihrer Begeisterung anstecken!“
DIE PROGNOSE
Die Bilanz spricht für den Hamburger SV, die Verletzungssorgen der Hanseaten bereiten allen Verantwortlichen allerdings große Kopfschmerzen. Die durch die Nationalmannschafts-Teilnehmer motivierte VfL-Elf will in Hamburg unbedingt die ersten Punkte unter Neu-Trainer Heiko Herrlich einfahren – ohne Erfolg! Eine starke HSV-Mannschaftsleistung, mit den Fans im Rücken, reicht für einen knappen Sieg.
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