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Jürgen Klopp will „kein Wiedersehensfest“ gegen Mainz
Verkehrte Welt in der Bundesliga: Statt im Abstiegsstrudel zu rudern, hat sich Mainz 05 ganz frech an die internationalen Plätze herangerobbt – und den BVB hinter sich gelassen. Am Wochenende trifft das Überraschungsteam der Saison auf den Revierclub, der mittlerweile von ihrem ehemaligen Fußballlehrer trainiert wird, der immer noch Kultstatus am Rhein genießt, diesen aber mit aller Macht vor dem direkten Duell aus dem Weg gehen möchte.
Von François DUCHATEAU
Dortmund. 18 Jahre sind eine Ewigkeit – vor allem im Haifischbecken Fußball. Erstmals seit dem verpatzten Aufstieg 2008, als Jürgen Klopp den 1. FSV Mainz 05 verlassen durfte, trifft sein amtierender gegen seinen Ex-Club. Natürlich steht der BVB-Coach da im Rampenlicht, auch wenn er sich im Online-Interview mit dem Mainz 05-Pressesprecher am liebsten davor drücken möchte. „Ich will und muss nicht so tun, als seien mir 18 Jahre Mainz 05 egal. Aber am Samstag steht nur das Spiel im Mittelpunkt, nicht ich.“
„Das wird kein Wiedersehensfest.“
Klopp erzählt darauf eine Geschichte, dass er mit seinen Freunden immer 5 gegen 5 gespielt habe, man sich übelst abgegrätscht, aber danach auf die Schultern geklopft und einen getrunken habe. Wer jedoch das Interview verinnerlicht, wird das Gefühl nicht los, als sei das Thema „Mainz“ derzeit ziemlich abgestumpft beim einstigen „TV-Bundestrainer“. „Am Samstag werde ich im übertragenen Sinne wieder grätschen und natürlich über Tore für den BVB jubeln, obwohl ich in Mainz einige sehr gute Freunde habe und mir der Verein sehr am Herzen liegt. Es wird auf beiden Seiten erwartet, dass wir uns alles abverlangen. Das wird kein Wiedersehensfest. Ich bin sicher, dass wir mit dieser Situation wie Erwachsene umgehen können.“
Klopp scheint sich abgenabelt zu haben
Heißt erwachsen gleich emotionslos? Ob notgedrungen oder freiwillig, aber Klopp hat sich abgenabelt von seinem alten Liebe. Er „sehe die Spiele als großer Sympathisant von Mainz 05, mittlerweile allerdings als Trainer aber auch aus einer gewissen Distanz.“ Sein enger Draht zum Club äußere sich eher durch regelmäßigen Telefonkontakt zu einigen wenigen Clubfunktionären. Als er zu den Unterschieden beider Vereine angesprochen wird, antwortet er ganz lapidar: „Vereinsfarben, Stadiongröße, Anzahl der Fans, Erfolge in der Vergangenheit.“ Nackte Tatsachen. So spricht niemand, der 18 Jahre Clubliebe noch im Herzen trägt.
LIVE: Dortmund – Mainz (Samstag 18.30 Uhr – im Goal.com-Ticker)
Auch die ständigen Gegenüberstellungen zwischen ihm und Thomas Tuchel watscht der BVB-Coch ab: „Den Vergleich halte ich für konstruiert. Wir haben einmal miteinander telefoniert, kennen uns praktisch nicht. Aus der Ferne betrachtet will ich mich zu diesem Thema eigentlich gar nicht groß äußern. Thomas scheint ein herausragendes Trainertalent zu sein, das Mainz 05 gut tut. Das freut mich. Und er wird richtig Bock haben, hier bei uns im Signal Iduna Park zu spielen, denn das zählt zu den größten Erlebnissen, die man als Fußballer oder Trainer haben kann.“ Das war’s auch schon, denn „um es kurz zu machen: Ein Sieg wäre für uns superwichtig.“ Und das ist das einzige was für Jürgen Klopp am Samstag zählt. Nach einem freudigen Wiedersehen klingt dies wahrhaftig nicht.
Dortmund. 18 Jahre sind eine Ewigkeit – vor allem im Haifischbecken Fußball. Erstmals seit dem verpatzten Aufstieg 2008, als Jürgen Klopp den 1. FSV Mainz 05 verlassen durfte, trifft sein amtierender gegen seinen Ex-Club. Natürlich steht der BVB-Coach da im Rampenlicht, auch wenn er sich im Online-Interview mit dem Mainz 05-Pressesprecher am liebsten davor drücken möchte. „Ich will und muss nicht so tun, als seien mir 18 Jahre Mainz 05 egal. Aber am Samstag steht nur das Spiel im Mittelpunkt, nicht ich.“
„Das wird kein Wiedersehensfest.“
Klopp erzählt darauf eine Geschichte, dass er mit seinen Freunden immer 5 gegen 5 gespielt habe, man sich übelst abgegrätscht, aber danach auf die Schultern geklopft und einen getrunken habe. Wer jedoch das Interview verinnerlicht, wird das Gefühl nicht los, als sei das Thema „Mainz“ derzeit ziemlich abgestumpft beim einstigen „TV-Bundestrainer“. „Am Samstag werde ich im übertragenen Sinne wieder grätschen und natürlich über Tore für den BVB jubeln, obwohl ich in Mainz einige sehr gute Freunde habe und mir der Verein sehr am Herzen liegt. Es wird auf beiden Seiten erwartet, dass wir uns alles abverlangen. Das wird kein Wiedersehensfest. Ich bin sicher, dass wir mit dieser Situation wie Erwachsene umgehen können.“
Klopp scheint sich abgenabelt zu haben
Heißt erwachsen gleich emotionslos? Ob notgedrungen oder freiwillig, aber Klopp hat sich abgenabelt von seinem alten Liebe. Er „sehe die Spiele als großer Sympathisant von Mainz 05, mittlerweile allerdings als Trainer aber auch aus einer gewissen Distanz.“ Sein enger Draht zum Club äußere sich eher durch regelmäßigen Telefonkontakt zu einigen wenigen Clubfunktionären. Als er zu den Unterschieden beider Vereine angesprochen wird, antwortet er ganz lapidar: „Vereinsfarben, Stadiongröße, Anzahl der Fans, Erfolge in der Vergangenheit.“ Nackte Tatsachen. So spricht niemand, der 18 Jahre Clubliebe noch im Herzen trägt.
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Auch die ständigen Gegenüberstellungen zwischen ihm und Thomas Tuchel watscht der BVB-Coch ab: „Den Vergleich halte ich für konstruiert. Wir haben einmal miteinander telefoniert, kennen uns praktisch nicht. Aus der Ferne betrachtet will ich mich zu diesem Thema eigentlich gar nicht groß äußern. Thomas scheint ein herausragendes Trainertalent zu sein, das Mainz 05 gut tut. Das freut mich. Und er wird richtig Bock haben, hier bei uns im Signal Iduna Park zu spielen, denn das zählt zu den größten Erlebnissen, die man als Fußballer oder Trainer haben kann.“ Das war’s auch schon, denn „um es kurz zu machen: Ein Sieg wäre für uns superwichtig.“ Und das ist das einzige was für Jürgen Klopp am Samstag zählt. Nach einem freudigen Wiedersehen klingt dies wahrhaftig nicht.
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