Transferzeugnis: VfB Stuttgart
Ein Drittel der Saison ist bereits vorbei. Ein guter Zeitpunkt, um die Neulinge der Liga genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer hat voll eingeschlagen, wer war ein Flop? Goal.com verteilt die Zwischenzeugnisse!
(jr) Stuttgart. 15,450 Millionen hat der VfB Stuttgart zu Saisonbeginn für seine Neuzugänge ausgegeben. Gerecht werden konnten die Neuen den Investitionen bis dato aber in keinster Weise. Die mit vielen Vorschusslorbeeren ins Schwabenland gekommenen Kuzmanovic, Hleb und Pogrebnyak blieben vieles schuldig. Am besten eingeschlagen hat der von den Amateuren aufgerückte Angreifer Julian Schieber.
Stefano Celozzi (21, Außenverteidiger, 2,5 Millionen Euro, Karlsruher SC) – Note: 3-
Der aus Ulm stammende Celozzi, der drei Jahre beim zweiten Team des FC Bayern verbrachte, spielte eine gute Vorbereitung und stellte sich als echte Alternative zu Träsch als Rechtsverteidiger heraus. In der Liga präsentierte der Youngster aber sehr wankelmütige Leistungen. Gegen Bremen beispielsweise holte ihn Babbel nach inferiorer Leistung schon nach 41 Minuten vom Feld. Dennoch baut der Coach weiter auf den KSC-Neuzugang, ist es doch nur allzu verständlich, dass man als junger Spieler Formschwankungen unterliegt.
Zdravko Kuzmanovic (22, defensives Mittelfeld, 8 Millionen Euro, AC Florenz) – Note: 3-
Die Verpflichtung des Serben war an wesentlich mehr Erwartungen als jene von Celozzi geknüpft. Gerecht werde konnte der ehemalige Fiorentina-Akteur diesen bislang aber noch nicht. Doch in den letzten zwei bis drei Partien ließ er seine unbestrittenen Fähigkeiten des Öfteren aufblitzen und setzte auch offensiv Akzente beim aktuellen Tabellen-15.
Matthias Schwarz (21, Mittelfeld rechts, ablösefrei, FC Ingolstadt) – Note: nicht zu bewerten
Vom FC Ingolstadt als Ergänzungsspieler für das Mittelfeld geholt hat Schwarz noch keinen Einsatz bei den VfB-Profis vorzuweisen. In der 3. Liga traf er in 13 Spielen zwei Mal.
Patrick Funk (19, zentrales Mittelfeld, eigene Amateure) – Note: nicht zu bewerten
Der Blondschopf brachte es in der zweiten Mannschaft auf vier Treffer und zwei Assists. Für einen Einsatz bei den Profis reichte es für den 19-Jährigen noch nicht.
Daniel Didavi (19, linkes Mittelfeld, eigene Amateure) – Note: nicht zu bewerten
Didavi lief 15 Mal bei den Amateuren der Schwaben auf und erreichte bis dato vier Scorer-Punkte. Beim Team von Markus Babbel kam er aber genau wie Schwarz und Funk noch nicht zum Zug.
Aliaksandr Hleb (28, Offensiv-Allrounder, für 2 Millionen Euro vom FC Barcelona ausgeliehen) – Note: 4-
Der Weißrusse ist in seiner zweiten Stuttgart-Ära noch nicht wirklich beim VfB angekommen. Als Hoffnungsträger und Führungsspieler geholt, enttäuscht der Ex-Arsenal und Barca-Star auf der ganzen Linie. Oft zeigt er sich viel zu eigensinnig und verspielt. Der 28-Jährige braucht dringend ein Erfolgserlebnis, um die Kehrtwende herbeizuführen.
Julian Schieber (20, Mittelstürmer, eigene Amateure) – Note: 2
Viel wurde ihn Stuttgart über einen Gomez-Nachfolger diskutiert. Doch sowohl ein Pogrebnyak als auch ein Cacau oder ein Marica ließen Torgefahr vermissen. Mit drei Treffern ist der von den Amateuren beförderte Schieber der Top-Torjäger der Schwaben!
Alessandro Riedle (18, Mittelstürmer, Grasshopper Zürich, 150.000 Euro) – Note: nicht zu bewerten
Der Sohn von Karl-Heinz Riedle war eine Investition für die Zukunft. Über das Drittligateam soll er behutsam an die Profis herangeführt werden.
Pavel Pogrebnyak (26, Mittelstürmer, Zenit St. Petersburg, 4,8 Millionen Euro) – Note: 4
Der Russe blieb im ersten Saisondrittel vieles schuldig. Von einem adäquaten Gomez-Nachfolger kann nicht im entferntesten die Rede sein. Torgefahr vermochte der 1,88-Meter-Mann nur sehr selten auszustrahlen. Einige ansprechende Leistungen verhinderten eine schlechtere Benotung.
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