Bundesliga kompakt: Der 12. Spieltag

Am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga waren alle Vereine bisher recht geizig mit Toren. Am Samstag sollten Torjubel in Deutschland nicht allzu oft erklingen, weil die Mannschaften offenbar der Meinung sind: Weniger ist manchmal mehr!

Der neue Bayern-Trainer: Louis van Gaal (PA)
Von Dennis WEINACHT

Berlin. Der FC Bayern München distanziert sich weiterhin von der Tabellenspitze, weil es gegen den FC Schalke 04 am Ende nicht zu einem Sieg reicht (1:1). Auch ansonsten fallen nicht viele Tore.

Werder Bremen - Borussia Dortmund 1:1 (1:0)

Auch Werder konnte sich an diesem Wochenende keinen Sieg sichern. Dabei hatte es in der ersten Halbzeit gut für die Gastgeber angefangen, die durch eine schöne Direktabnahme von Mesut Özil mit 1:0 in Führung gingen (36.). Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste stärker und sicherten sich einen Punkt: Es war wieder Lucas Barrios, der durch einen Abstauber nach einem Valdez-Schuss traf (54.). Das Unentschieden war am Ende gerecht.

Hertha BSC - 1. FC Köln 0:1 (0:0)

Man konnte den Berliner das Bemühen nicht absprechen, doch auch das Heimspiel gegen die Kölner verlief für den Hauptstadtklub erfolglos. Vor der Pause hatten die Berliner Chancen durch Raffael, doch nur die Kölner trafen im Olympiastadion: In der 79. Minute machte Milivoje Novakovic das einzige Tor des Spiels. Da half auch das wilde Anrennen der Berliner in der Schlussphase nicht.

Hannover 96 - Hamburger SV 2:2 (1:2)

Der Hamburger SV hat in der Bundesliga die Chance verpasst, die Schwächen der Konkurrenz aus Gelsenkirchen und München auszunutzen. Zwar waren die Gäste in Hannover die bessere Mannschaft, die auch zwei Mal durch Marcell Jansen (15.) und Eljero Elia (44.) in Führung ging. Hannover glich allerdings vor der Pause durch einen Kopfball von Didier Ya Konan zum 1:1 aus (33.). Und kurz vor Schluss verwandelte Jiri Stajner einen zweifelhaften Elfmeter zum 2:2-Endstand (88.).

FC Bayern München – FC Schalke 04 1:1 (1:1)

Nachdem der FC Schalke 04 besser in die Begegnung gekommen war, ging der FC Bayern München nach 31 Minuten überraschend in Führung. Anschließend war der Rekordmeister besser drauf, aber Schalke nutzte eine Möglichkeit und der Debütant Joel Matip traf zum 1:1 kurz vor der Pause (43.). Im zweiten Durchgang sollten keine Treffer mehr folgen, wenngleich der Rekordmeister besser im Spiel war.

TSG 1899 Hoffenheim – VfL Wofsburg 1:2 (1:0)

Verdient führte Hoffenheim zur Pause mit 1:0, weil Vedad Ibisevic traf (23.). Diese Führung ging zur Pause auch in Ordnung, wenngleich der VfL Wolfsburg in einigen Situation durchaus auch gefährlich war. Nach der Pause dauerte es aber nur sieben Minuten, ehe Zvjezdan Misimovic ausglich (52.). Anschließend dauerte es wieder nur fünf Minuten und Grafite drehte mit seinem Tor das Ergebnis (57.). Er erzielte damit auch den Endstand.

VfL Bochum – SC Freiburg 1:2 (0:1)

Zwar begann der VfL Bochum beim Heim-Debüt von Trainer Heiko Herrlich sehr stark, musste aber den Kontern und Standards der Freiburger Tribut zollen. Nach einer Ecke hatte Heiko Butscher die Gäste in Führung gebracht (23.). In der 65. Minute sollte aber Bochum für seine Laufbereitschaft belohnt werden. Diego Klimowicz glich für die Gastgeber aus. Aber es sollte dennoch nicht zu einem Punktgewinn reichen, weil Stefan Reisinger in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer für Freiburg erzielte (90.+2).

Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 0:0 (0:0)

Im ersten Durchgang wollten in einer verhaltenen Partie noch keine Treffer auf beiden Seiten fallen. Gladbach hatte durchaus spielerische Vorteile! Auch in der zweiten Hälfte folgten keine Treffer. Für den VfB Stuttgart war das natürlich bedeutend zu wenig.

1. FSV Mainz 05 – 1. FC Nürnberg 1:0 (1:0)

Auch wenn der 1. FC Nürnberg bemüht aufspielte, war die Führung zur Pause für die Gastgeber verdient. Elkin Soto hatte dabei den Treffer für die Mainzer erzielt (38.). Der frühere Treffer entschied auch gleich das Spiel, weil Nürnberg es nicht mehr schaffte, sich zum Ausgleich zu kämpfen. Mainz marschiert damit in der Liga weiter.

Bayer 04 Leverkusen – Eintracht Frankfurt 4:0 (3:0)

Bereits nach elf Minuten war dieses Spiel gelaufen. Stefan Kießling (2.), Stefan Reinartz (8.) und Toni Kroos (11.) brachten ihre Mannschaft früh mit 3:0 in Führung. Anschließend dominierte Leverkusen weiter das Spiel, erhöhte aber erst wieder in der 86. Minute durch den Joker Lars Bender. Es war insgesamt ein absolut verdienter Erfolg der Gastgeber. Die Hessen hingegen waren mit dem Ergebnis noch gut bedient.

Eure Meinung: Wer hat an diesem Spieltag überrascht oder enttäuscht?



 
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