Spielbericht Bundesliga: VfL Bochum – SC Freiburg

Der SC Freiburg gewann das Kellerduell in Bochum mit 2:1. Während bei den Gastgebern Coach Herrlich sein Heim-Debüt gründlich verpatzte, verschafften sich die Breisgauer etwas Luft im Abstiegskampf. Der Siegtreffer, für den ein Startelf-Debütant verantwortlich zeichnete, gelang der Dutt-Elf erst in der Nachspielzeit.

Wieder kein Tor! Dennis Grote und der VfL Bochum verloren in Stuttgart 0:1 (firo)

(jr) Bochum. Freiburg gewann in Bochum dank eines Last-Minute-Treffers von Stefan Reisinger mit 2:1. Heiko Herrlich setzte somit auch sein Heim-Debüt als Coach des VfL in den Sand.

PERSONAL & TAKTIK

Bei den Bochumern rückte Pfertzel für Maltritz neben Mavraj in die Innenverteidigung. Links verteidigte Grothe für Füchs. Mit Sestak und Dedic flankierten zwei gelernte Stürmer Solospitze Klimowicz.

Robin Dutt wartete auf der Rechtsverteidiger-Position mit einer Überraschung auf. Offensiv-Spieler Makiadi agierte in der Viererkette. Vor ihm gab Daniel Caligiuri sein Bundesliga-Debüt. Reisinger stürmte an der Seite von Top-Scorer Idrissou zum ersten Mal von Beginn weg.

SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE

Die Partie begann mit beidseitigem Abtasten. Es war den beiden Teams anzumerken, dass sie seit dem 7. Spieltag auf einen Dreier warten. Dedic (10.) und Banovic (11.) verzeichneten die ersten Torchancen, scheiterten aber an den Keepern Pouplin bzw. Heerwagen. Mitten in der Phase, als die Gastgeber in Begriff waren, langsam das Zepter zu übernehmen, schlugen die Breisgauer eiskalt zu. Kapitän Butscher lenkte im Anschluss an einen Eckball einen Schuss von Debütant Caligiuri von der Strafraumgrenze unhaltbar für Heerwagen im VfL-Tor zur Gästeführung ab. In der Folge fiel das Team von Heiko Herrlich in eine Schock-Starre und wusste keine passende Antwort auf den Rückstand. Der Tabellen-13. blieb über Konter und Standards stets gefährlich, womit die 1:0-Pausenführung der Dutt-Elf vollauf in Ordnung ging.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE

Nach Wiederbeginn hatten die Gäste die große Möglichkeit auf das 2:0. Doch nach einem Butscher-Kracher, den Heerwagen nicht unter Kontrolle bringen konnte, hämmerte der zur Pause eingewechselte Cha die Kugel aus kurzer Distanz über das Gehäuse. Anschließend jedoch schalteten die Bochumer endlich einen Gang höher, mussten jedoch stets vor Freiburg-Kontern auf der Hut sein. So auch in Minute 64, als Reisinger mit einem 18-Meter-Drehschuss nur um Zentimeter den von Heerwagen gehüteten Kasten verfehlte. Doch schon im Gegenzug klingelte es im Gästetor. Der äußerst agile Dedic ließ Makiadi auf der linken Bochumer Offensivseite zum wiederholten male aussteigen und servierte Klimowicz eine butterweiche Flanke. Der routinierte Argentinier ließ mit seinem Kopfball Pouplin keine Abwehrchance. Zehn Minuten darauf traf der Argentinier erneut. Doch Referee Brych verweigerte seinm erfolgreichen Abstauber nach vorangegangenem Sestak-Schuss die Anerkennung. Im Anschluss packten die Bochumer, die aufgrund der Tabellensituation zum Siegen verdammt waren, die Brechstange aus. Doch in der Nachspielzeit liefen sie in den entscheidenden Konter, den Reisinger nach Schuster Befreiungsschlag aus dem eigenen Sechzehner zum Siegtor der Gäste abschloss.

SCHLÜSSELSPIELER

Zlatko Dedic war der mit Abstand stärkste Akteur der Hausherren und bot im linken Mittelfeld eine Top-Vorstellung. Klimowicz stellte seine Torjägerqualitäten einmal mehr unter Beweis.

Bei den Gästen agierten Torwart Pouplin und Kapitän Butscher über weite Strecken sehr stark.

SCHLÜSSELSZENE

Die entscheinde Szene spielte sich in der Nachspielzeit ab. Schuster beförderte die Kugel aus dem Gefahrenbereich nach vorne, wo Reisinger lauerte und den Konter perfekt zum SC-Siegestreffer abschloss.

SPIELER DES SPIELS: Stefan Reisinger

Last-Minute-Torschütze Reisinger bedankte sich bei seinem Startelf-Debüt bei Dutt in Form des Siegestor.

SCHIEDSRICHTER – Note: 5

Größtenteils hatte Dr. Felix Brych die Partie unter Kontrolle. Kurz vor der Pause hätte er nach einem Trikot-Vergehen von Schuster an Dedic aber durchaus auf Elfmeter entscheiden können. Eine Viertelstunde vor Schluss verweigerte der Münchner einem Klimowicz-Tor zu Unrecht die Anerkennung.

Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).

SPIELNOTE: 5

Die 21.000 Zuschauer im Rewirpower-Stadion sahen eine über weite Strecken unterhaltsame Begegnung, die von der Spannung lebte.

Das Spiel in der Goal.com-Statistik

FAZIT

Freiburg war in Abschnitt eins besser, Bochum im Zweiten. Letztlich feierten die Breisgauer durch den Last-Minute-Treffer von Startelf-Debütant Reisinger einen glücklichen, aber aufgrund der ständigen Konter-Gefährlichkeit nicht unverdienten Sieg.

Eure Meinung: Ein verdienter Sieg des SC Freiburg?



 
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