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Transferzeugnis: 1. FC Köln
Ein Drittel der Saison ist bereits vorbei. Ein guter Zeitpunkt, um die Neulinge der Liga genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer hat voll eingeschlagen, wer war ein Flop? Goal.com verteilt die Zwischenzeugnisse!
Von François DUCHATEAU
Köln. Beim 1. FC Köln gab es seit vergangenen Winter nur ein Thema: Die Rückkehr von Lukas Podolski. Die Ablöse von zehn Millionen € meisterte Michael Meier mit einem viralen Kraftakt. Wie auch im vergangenen Sommer gab es Überraschungen von der iberischen Halbinsel für Verteidigung und Mittelfeld: Nach Petit begrüßten die „Geißböcke“ mit Maniche den zweiten portugiesischen Superstar, der ablösefrei an den Rhein wechselte, während das Christopher Schorch Real Madrid mit der Domstadt eintauschte, nachdem vergangene Saison Pedro Geromel bereits die Defensive verstärkte. Obwohl der 1. FC Köln vor allem mit dem FC Bayern München, Atletico sowie Real Madrid Geschäfte machte, hinkt man sportlich solchem Glanz noch sehr weit hinterher.
Sebastian Freis (24, Stürmer, kam ablösefrei vom Karlsruher SC) – Note: 4
Für die Kaderbreite sicher ein kluger Transfer, da der 24-jährige Inländer ablösefrei zu haben war. Trotz seines wichtigen Tors in Stuttgart bleibt der Ex-Karlsruher noch den Beweis schuldig, dass er mehr als nur flink rennen kann. Agierte als Rechtsaußen meist unglücklich in der Ballbehandlung. Diese Defizite, sowie bei Flanken und Torabschluss muss Freis ablegen, möchte er einen heiß umkämpften Stammplatz ergattern. Leichter wird es allerdings nicht: Der talentierte Adil Chihi sitzt im Nacken und auf der offensiven rechten Außenbahn wird der FC wohl im Winter nachlegen (müssen).
Maniche (31, Mittelfeld, ablösefrei da vereinslos, vorher Atletico Madrid) – Note: 2+
Physisch überhaupt nicht so verschlissen, wie zunächst angenommen. Im Gegenteil: Maniche strahlt Spielfreude aus und ist der einzige Mittelfeldmann der „Geißböcke“, der nicht nach Schema-F Fußball spielt, sondern Ideen und kreative Pässe einbringt, sogar aus der zweiten Reihe selbst per Distanzschuss den Abschluss sucht. Dass noch genug aus seinen „guten, alten Zeiten“ im Schlitzohr schlummert, war in den letzten Wochen zu sehen, im positiven (Maniche spielt gefühlt jeden dritten Pass mit dem Außenrist!), wie im negativen (typisch portugiesische Unsportlichkeiten im Derby gegen Leverkusen, die eine Rotsperre mit sich zogen). Ein absoluter Glücksgriff, der sich immer besser zurecht findet, und nicht nur eine Attraktion für den FC, sondern ebenso für die ganze Bundesliga.
Lukas Podolski (24, Sturm, kam für 10 Millionen € vom FC Bayern München) – Note: 3
Bei Lukas Podolski läuft es derzeit genauso wenig rund wie beim 1. FC Köln. Während sein Verein schleunigst ins Mittelfeld will, will der „Prinz“ dort schleunigst wieder heraus und zurück ins Sturmzentrum. Der Nationalspieler musste sich jüngst in den Dienst der Mannschaft stellen, erfüllte seine Aufgaben aber ordentlich. Der 24-jährige übernimmt Verantwortung und ist nicht nur spielerisch mittlerweile erwachsen geworden. Allerdings wünscht man sich in Köln, wieder, dass „Poldi“ vorne seine jugendliche Naivität im Angriff versprüht. Dann folgen die Buden von ganz allein. Wenn Zvonimir Soldo Podolski nicht nur dort aufstellt, wo Not am Mann ist, sondern ihn zum zentralen Anspielpunkt an vorderster Front macht, dann wird der Linksfuß die hohen Erwartungen garantiert auch endlich erfüllen. Die Qualität hat Podolski, ohne Frage.
Christopher Schorch (20, Verteidigung, kam für 1,5 Millionen € von Real Madrid) – Note: 3+
Der gelernte Innenverteidiger machte seine Defensivhausaufgaben als Rechtsverteidiger zuletzt nicht schlechter als Miso Brecko, muss aber noch lernen nach vorne Akzente zu setzen. Schorchs Stärke ist eine Physis: Der Ex-„Königliche“ setzt seinen Körper stets erfolgreich und selbstbewusst in Zweikämpfen ein. Da Mohamad und Geromel in der Innenverteidigung unantastbar gesetzt sind, wird er auf lange Sicht wohl in Köln zum Rechtsverteidiger ausgebildet. Ein Mann, dem nicht nur die Zukunft gehört, sondern dem man auch in der Gegenwart vertrauen kann.
Miro Varvodic (20, Torhüter, Leihgeschäft mit Hajduk Split verlängert) – Note: nicht bewertet
Das Keepertalent kam für die „Geißböcke“ in der Bundesliga noch nicht zum Einsatz und ist wohl auch nur Nummer drei hinter Thomas Kessler. Der Kroate zeigte sich allerdings zuletzt stark im Training. Ob er allerdings Faryd Mondragon eines Tages beerben kann und wird, darf man anzweifeln.
Sebastian Zielinsky (21, Stürmer, eigene Jugend) – Note: nicht bewertet
„Zille“ kam lediglich zu einem Kurzeinsatz gegen Bayer Leverkusen bisher. Ob er sich im Gegensatz zu anderen Talenten wie Adil Chihi oder Daniel Brosinski dauerhaft durchsetzen kann? Beim Test gegen Rot-Weiß Oberhauen vor einigen Wochen war er zumindest einziger Lichtblick der Kölner.
Wie würde Euer Transferzeugnis für den 1. FC Köln ausfallen? Wie beurteilt ihr vor allem die Verpflichtung von Lukas Podolski?
Köln. Beim 1. FC Köln gab es seit vergangenen Winter nur ein Thema: Die Rückkehr von Lukas Podolski. Die Ablöse von zehn Millionen € meisterte Michael Meier mit einem viralen Kraftakt. Wie auch im vergangenen Sommer gab es Überraschungen von der iberischen Halbinsel für Verteidigung und Mittelfeld: Nach Petit begrüßten die „Geißböcke“ mit Maniche den zweiten portugiesischen Superstar, der ablösefrei an den Rhein wechselte, während das Christopher Schorch Real Madrid mit der Domstadt eintauschte, nachdem vergangene Saison Pedro Geromel bereits die Defensive verstärkte. Obwohl der 1. FC Köln vor allem mit dem FC Bayern München, Atletico sowie Real Madrid Geschäfte machte, hinkt man sportlich solchem Glanz noch sehr weit hinterher.
Sebastian Freis (24, Stürmer, kam ablösefrei vom Karlsruher SC) – Note: 4
Für die Kaderbreite sicher ein kluger Transfer, da der 24-jährige Inländer ablösefrei zu haben war. Trotz seines wichtigen Tors in Stuttgart bleibt der Ex-Karlsruher noch den Beweis schuldig, dass er mehr als nur flink rennen kann. Agierte als Rechtsaußen meist unglücklich in der Ballbehandlung. Diese Defizite, sowie bei Flanken und Torabschluss muss Freis ablegen, möchte er einen heiß umkämpften Stammplatz ergattern. Leichter wird es allerdings nicht: Der talentierte Adil Chihi sitzt im Nacken und auf der offensiven rechten Außenbahn wird der FC wohl im Winter nachlegen (müssen).
Maniche (31, Mittelfeld, ablösefrei da vereinslos, vorher Atletico Madrid) – Note: 2+
Physisch überhaupt nicht so verschlissen, wie zunächst angenommen. Im Gegenteil: Maniche strahlt Spielfreude aus und ist der einzige Mittelfeldmann der „Geißböcke“, der nicht nach Schema-F Fußball spielt, sondern Ideen und kreative Pässe einbringt, sogar aus der zweiten Reihe selbst per Distanzschuss den Abschluss sucht. Dass noch genug aus seinen „guten, alten Zeiten“ im Schlitzohr schlummert, war in den letzten Wochen zu sehen, im positiven (Maniche spielt gefühlt jeden dritten Pass mit dem Außenrist!), wie im negativen (typisch portugiesische Unsportlichkeiten im Derby gegen Leverkusen, die eine Rotsperre mit sich zogen). Ein absoluter Glücksgriff, der sich immer besser zurecht findet, und nicht nur eine Attraktion für den FC, sondern ebenso für die ganze Bundesliga.
Lukas Podolski (24, Sturm, kam für 10 Millionen € vom FC Bayern München) – Note: 3
Bei Lukas Podolski läuft es derzeit genauso wenig rund wie beim 1. FC Köln. Während sein Verein schleunigst ins Mittelfeld will, will der „Prinz“ dort schleunigst wieder heraus und zurück ins Sturmzentrum. Der Nationalspieler musste sich jüngst in den Dienst der Mannschaft stellen, erfüllte seine Aufgaben aber ordentlich. Der 24-jährige übernimmt Verantwortung und ist nicht nur spielerisch mittlerweile erwachsen geworden. Allerdings wünscht man sich in Köln, wieder, dass „Poldi“ vorne seine jugendliche Naivität im Angriff versprüht. Dann folgen die Buden von ganz allein. Wenn Zvonimir Soldo Podolski nicht nur dort aufstellt, wo Not am Mann ist, sondern ihn zum zentralen Anspielpunkt an vorderster Front macht, dann wird der Linksfuß die hohen Erwartungen garantiert auch endlich erfüllen. Die Qualität hat Podolski, ohne Frage.
Christopher Schorch (20, Verteidigung, kam für 1,5 Millionen € von Real Madrid) – Note: 3+
Der gelernte Innenverteidiger machte seine Defensivhausaufgaben als Rechtsverteidiger zuletzt nicht schlechter als Miso Brecko, muss aber noch lernen nach vorne Akzente zu setzen. Schorchs Stärke ist eine Physis: Der Ex-„Königliche“ setzt seinen Körper stets erfolgreich und selbstbewusst in Zweikämpfen ein. Da Mohamad und Geromel in der Innenverteidigung unantastbar gesetzt sind, wird er auf lange Sicht wohl in Köln zum Rechtsverteidiger ausgebildet. Ein Mann, dem nicht nur die Zukunft gehört, sondern dem man auch in der Gegenwart vertrauen kann.
Miro Varvodic (20, Torhüter, Leihgeschäft mit Hajduk Split verlängert) – Note: nicht bewertet
Das Keepertalent kam für die „Geißböcke“ in der Bundesliga noch nicht zum Einsatz und ist wohl auch nur Nummer drei hinter Thomas Kessler. Der Kroate zeigte sich allerdings zuletzt stark im Training. Ob er allerdings Faryd Mondragon eines Tages beerben kann und wird, darf man anzweifeln.
Sebastian Zielinsky (21, Stürmer, eigene Jugend) – Note: nicht bewertet
„Zille“ kam lediglich zu einem Kurzeinsatz gegen Bayer Leverkusen bisher. Ob er sich im Gegensatz zu anderen Talenten wie Adil Chihi oder Daniel Brosinski dauerhaft durchsetzen kann? Beim Test gegen Rot-Weiß Oberhauen vor einigen Wochen war er zumindest einziger Lichtblick der Kölner.
Wie würde Euer Transferzeugnis für den 1. FC Köln ausfallen? Wie beurteilt ihr vor allem die Verpflichtung von Lukas Podolski?
Goal.com-Flutlicht
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