Prinz Frust: So hat sich Podolski seine Heimkehr nicht vorgestellt

Kurz vor Karneval herrscht am Rhein sportlicher Aschermittwoch. Mit neun Punkten dümpelt der 1. FC Köln im Abstiegsstrudel. Lukas Podolski hat sich seine Rückkehr zu seinem Heimatverein wahrlich anders vorgestellt und bläst öffentlich Trübsal.

Bundesliga: Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln, Lukas Podolski (Bogarts / Getty Images)
(fd) Köln. „Ich wusste, dass es schwer werden würde. Dass es so schwer werden würde, hätte ich nicht gedacht“, fasst Lukas Podolski sein bisheriges Fazit gegenüber der dpa zusammen. „Zu diesem Zeitpunkt bin ich schon enttäuscht.“

613 Minuten ohne Tor – Poldi Opfer des Systems

Doch nicht nur der 24-jährige Nationalspieler ist frustriert, auch die Anhängerschaft und Medien sind etwas desillusioniert über die spektakuläre Heimkehr ihres „Prinzen“. Erst ein Tor hat der Linksfuß erzielt. 613 Minuten liegt Podolski mittlerweile trocken, eine Zahl auf die die Gazetten nun herumreiten. Hauptgrund für die magere Ausbeute ist taktischer Natur. Lukas Podolski sollte die zentrale Rolle bein 1. FC Köln einnehmen, doch spielte er in den letzten Wochen überall, nur nicht im Sturm. „Die Situation ist, dass ich links und rechts spielen muss, weil es am besten für die Mannschaft ist.“ Podolski stellt sich in den Dienst der Mannschaft und hat „damit kein Problem.“ Allerdings schiebt er hinterher, dass „jeder weiß, dass ich meine Stärken im Zentrum besser ausspielen kann.“

„Die Situation tut mir weh“

Mit der destruktiven Spielweise weiß der Prinz bisher nichts anzufangen. „Die Situation tut mir weh. So stelle ich mir meine Spielweise und die des FC nicht vor“, waren seine Worte nach dem 0:1-Debakel gegen Hannover 96. Obwohl neben dem ablösefreien Maniche im Sommer eigentlich noch weitere Hochkaräter zu den „Geißböcken“ stoßen sollten, ist nichts passiert. Alle Kandidaten gingen Manager Michael Meier durch die Lappen. Auch dies wurmt Podolski sichtlich. „Manchmal würde man gern etwas sagen, aber manchmal ist es falsch, etwas zu sagen.“ Am liebsten möchte der Hoffnungsträger Tore nur mit Toren am Wochenende in Berlin antworten.

Könnt ihr Podolskis Frust verstehen? Wird er in Köln wieder einschlagen und treffen, wenn er richtig aufgestellt wird?



 
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