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Spielbericht Bundesliga: Eintracht Frankfurt – VfL Bochum
Der Trainerwechsel hatte beim VfL Bochum nicht den gewünschten Effekt. Nach einer erschreckend passiven Vorstellung verlor die Herrlich-Elf bei Eintracht Frankfurt mit 2:1. Pechvogel Maik Franz erzielte zunächst ein Eigentor, machte seinen Fauxpass nach dem Seitenwechsel mit dem Siegtor aber wieder Wett. Ono sah kurz vor Schluss die Ampelkarte.
Von François DUCHATEAU
Frankfurt. Während der personelle Wechsel bei Bochum nichts bewirkte, hat Michael Skibbe seine Mannschaft nach der Pokalschlappe gegen Bayern wieder zurück auf die Siegerspur führen können.
PERSONAL & TAKTIK
Beide Mannschaften wurden im Vergleich zu ihrem vorigen Pflichtspiel auf jeweils drei Positionen durcheinander gewürfelt. Michael Skibbe ließ nach dem Pokaldebakel gegen die Bayern Bajramovic, Steinhhöfer und Fenin draußen und versuchte mit der Integration von Teber, Caio und Liberopoulos in das veränderte und verkappte 4-3-3 für frischen Wind zu sorgen. In seinen ersten Tagen als neuer Mann an der Castroper Straße, haben Heiko Herrlich Grote und Dedic wohl besser gefallen als Freier und Klimowicz, die auf der Bank Platznehmen mussten. Mimoum Azaouagh stand wegen einer leichten Verletzung nicht im Kader und wurde rechts von Joel Epalle ersetzt.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Nachdem sich die Eintracht vor allem durch Standards in der Anfangsphase dem Kasten von Heerwagen näherte, köpfte Liberopoulos einen langen Einwurf an die Latte (12.), eine Vorwarnung für die Führung, die nur eine Spielszene später auch tatsächlich folgen sollte, als Caios direkter Freistoß tückisch hinter der Mauer aufsetzt und Heerwagen nicht gerade souverän aussehen lässt (14.). Von einem Herrlich-Effekt war überhaupt nichts zu spüren. Unzufrieden schickte der ehemalige U-19 Coach des DFBs seine Reservisten nach knapp zwanzig Minuten zum Warmlaufen, nachdem die Elf auf dem Rasen Frankfurt mit ihrer Passivität förmlich einlud. Nach 22 Minuten bekam Nikolov nach einer missglückten Halbflanke überhaupt das erste Mal einen Ball. Frankurt versuchte nun auch aus dem Spiel heraus nachzusetzen, unter anderem durch eine Traumflanke von Spycher, die Liberopoulos allerdings nur erneut ans Aluminium lenken kann (25.). Als Bochum gerade versuchen wollte ein Zeichen zu setzen, schlug sich die Eintracht mit eigenen Waffen: Ausgerechnet Pechvogel Maik Franz, der bereits im Pokal einen rabenschwarzen Tag erlebte, war es, der eine Epalle-Hereingabe mit dem Knie über den eigenen Torwart lupfte und so Bochums auch mental zurück in die Partie brachte (25.). Obwohl nun Bochum wieder stattfand, gehörte doch den Hessen die beste Chance, um doch noch das 2:1 vor der Pause zu erzielen. Caios Volley nach Konter-Flanke von Ochs ging allerdings gut einen halben Meter über die Latte, so dass es beim 1:1 zur Pause blieb, dass die Heimfans in der Commerzbank Arena hörbar wurmte.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Einer, der hatte sich für die zweite Spielhälfte besonders viel vorgenommen: Maik Franz. Der Innenverteidiger wagte zuerst einen Distanzschuss (49.) und machte danach mit dem Tor zum 2:1 per Kopf nach einer Ecke sein Eigentor wieder Wett (55.). Fast wäre der Ex-Karlsruher aber wieder zur tragischen Figur geworden, als Schiedsrichter Gagelmann in der Folgeszene „nur“ auf Gelb, statt auf eventueller Notbremse gegen Sesstak entschied, der danach schmerzhaft mit Nikolov zusammenprallte. Danach wurde das Match ungemütlicher, viele gelbe Karten waren die Folge. Bochum versuchte auf den Rückstand zu reagieren, Herrlich brachte Hashemian und Klimowicz ins Spiel, der Nikolov direkt einmal aus der Distanz prüfte (71.) und danach eine gute Kopfballmöglichkeit nach Dedic-Flanke aus kurzer Distanz vergab (75.). Ein Spielfluss kam durch ständige Fouls nicht mehr zustande, Shinji Ono bekam sogar binnen einer Minute eine gelbrote Karte gezeigt. War die erste Verwarnung nach einem klaren Foul, zeigte Gagelmann dem Japaner Sekunden später den Ampelkarton, nachdem der Bochumer mit gestrecktem Bein in den grätschenden Bajramovic einstieg, worin man allerdings keine böswillige Absicht erkennen konnte. Der VfL versuchte daraufhin gar nicht mehr den Ausgleich zu erzielen, im Gegenteil, Herrlich brachte sogar noch einen frischen den Innenverteidiger Mavraj für Concha ins Spiel, so dass es beim 2:1 für die Hausherren bleib.
SCHLÜSSELSPIELER
Liberopoulos machte seine Aufgabe gut und hätte seine Leistung eigentlich mit einem Treffer belohnen müssen. Leider traf der Grieche, der oftmals von Ochs ordentlich gefüttert wurde, nur zweimal den Pfosten.
SCHLÜSSELSZENE
Der unglückliche Ausgleich durch Franz brachte die unsicheren Bochumer ungewollt mental zurück ins Spiel, auch wenn diese spielerisch keineswegs etwas auf die Beine stellten. Zum Glück konnte Maik Franz sein Eigentor wieder ausbügeln und den leistungsgerechteren Spielstand wiederherstellen.
SPIELER DES SPIELS – Maik Franz
Dafür gerne fünf Euro ins Phrasenschwein, aber diese Geschichten schreibt nur der Fußball: Im Pokal der Pechvogel und dann direkt ein Eigentor, doch dann nimmt sich der Ex-Karlsruher ganz viel vor und macht sein Missgeschick wieder mit dem Siegtor Wett.
SCHIEDSRICHTER: Peter Gagelmann – Note 6
Bekam die hitzige Partie trotz weniger Fehlentscheidungen nicht in den Griff. Strittige Ampel-Entscheidung gegen Ono, bei der keine Böswilligkeit zu erkennen war, da der Japaner vorher ganz klar versucht zum Ball zu gehen.
[Achtung: Das Goal.com-Bewertungssystem geht von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse)]
SPIELNOTE: 4
Vor allem in der zweiten Halbzeit nur noch ein Frustfoul- und Kartenfestival, mit wenig spielerischen Glanzmomenten, auch wenn durch den knappen Spielstand Spannung herrschte.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Eintracht Frankfurt bekleckert sich zwar nicht mit Ruhm, aber setzt ein klares Zeichen nach dem Pokaldebakel gegen den FCB und befindet sich wieder in der Spur. Bei Bochum bleibt der Herrlich-Effekt nicht nur aus, sondern nach dieser Arbeitsverweigerung muss sich der VfL sogar gehörig hinterfragen.
Wie habt ihr die Premiere von Heiko Herrlich erlebt? Was sagt ihr zu Maik Franz und der Eintracht?
Frankfurt. Während der personelle Wechsel bei Bochum nichts bewirkte, hat Michael Skibbe seine Mannschaft nach der Pokalschlappe gegen Bayern wieder zurück auf die Siegerspur führen können.
PERSONAL & TAKTIK
Beide Mannschaften wurden im Vergleich zu ihrem vorigen Pflichtspiel auf jeweils drei Positionen durcheinander gewürfelt. Michael Skibbe ließ nach dem Pokaldebakel gegen die Bayern Bajramovic, Steinhhöfer und Fenin draußen und versuchte mit der Integration von Teber, Caio und Liberopoulos in das veränderte und verkappte 4-3-3 für frischen Wind zu sorgen. In seinen ersten Tagen als neuer Mann an der Castroper Straße, haben Heiko Herrlich Grote und Dedic wohl besser gefallen als Freier und Klimowicz, die auf der Bank Platznehmen mussten. Mimoum Azaouagh stand wegen einer leichten Verletzung nicht im Kader und wurde rechts von Joel Epalle ersetzt.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Nachdem sich die Eintracht vor allem durch Standards in der Anfangsphase dem Kasten von Heerwagen näherte, köpfte Liberopoulos einen langen Einwurf an die Latte (12.), eine Vorwarnung für die Führung, die nur eine Spielszene später auch tatsächlich folgen sollte, als Caios direkter Freistoß tückisch hinter der Mauer aufsetzt und Heerwagen nicht gerade souverän aussehen lässt (14.). Von einem Herrlich-Effekt war überhaupt nichts zu spüren. Unzufrieden schickte der ehemalige U-19 Coach des DFBs seine Reservisten nach knapp zwanzig Minuten zum Warmlaufen, nachdem die Elf auf dem Rasen Frankfurt mit ihrer Passivität förmlich einlud. Nach 22 Minuten bekam Nikolov nach einer missglückten Halbflanke überhaupt das erste Mal einen Ball. Frankurt versuchte nun auch aus dem Spiel heraus nachzusetzen, unter anderem durch eine Traumflanke von Spycher, die Liberopoulos allerdings nur erneut ans Aluminium lenken kann (25.). Als Bochum gerade versuchen wollte ein Zeichen zu setzen, schlug sich die Eintracht mit eigenen Waffen: Ausgerechnet Pechvogel Maik Franz, der bereits im Pokal einen rabenschwarzen Tag erlebte, war es, der eine Epalle-Hereingabe mit dem Knie über den eigenen Torwart lupfte und so Bochums auch mental zurück in die Partie brachte (25.). Obwohl nun Bochum wieder stattfand, gehörte doch den Hessen die beste Chance, um doch noch das 2:1 vor der Pause zu erzielen. Caios Volley nach Konter-Flanke von Ochs ging allerdings gut einen halben Meter über die Latte, so dass es beim 1:1 zur Pause blieb, dass die Heimfans in der Commerzbank Arena hörbar wurmte.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Einer, der hatte sich für die zweite Spielhälfte besonders viel vorgenommen: Maik Franz. Der Innenverteidiger wagte zuerst einen Distanzschuss (49.) und machte danach mit dem Tor zum 2:1 per Kopf nach einer Ecke sein Eigentor wieder Wett (55.). Fast wäre der Ex-Karlsruher aber wieder zur tragischen Figur geworden, als Schiedsrichter Gagelmann in der Folgeszene „nur“ auf Gelb, statt auf eventueller Notbremse gegen Sesstak entschied, der danach schmerzhaft mit Nikolov zusammenprallte. Danach wurde das Match ungemütlicher, viele gelbe Karten waren die Folge. Bochum versuchte auf den Rückstand zu reagieren, Herrlich brachte Hashemian und Klimowicz ins Spiel, der Nikolov direkt einmal aus der Distanz prüfte (71.) und danach eine gute Kopfballmöglichkeit nach Dedic-Flanke aus kurzer Distanz vergab (75.). Ein Spielfluss kam durch ständige Fouls nicht mehr zustande, Shinji Ono bekam sogar binnen einer Minute eine gelbrote Karte gezeigt. War die erste Verwarnung nach einem klaren Foul, zeigte Gagelmann dem Japaner Sekunden später den Ampelkarton, nachdem der Bochumer mit gestrecktem Bein in den grätschenden Bajramovic einstieg, worin man allerdings keine böswillige Absicht erkennen konnte. Der VfL versuchte daraufhin gar nicht mehr den Ausgleich zu erzielen, im Gegenteil, Herrlich brachte sogar noch einen frischen den Innenverteidiger Mavraj für Concha ins Spiel, so dass es beim 2:1 für die Hausherren bleib.
SCHLÜSSELSPIELER
Liberopoulos machte seine Aufgabe gut und hätte seine Leistung eigentlich mit einem Treffer belohnen müssen. Leider traf der Grieche, der oftmals von Ochs ordentlich gefüttert wurde, nur zweimal den Pfosten.
SCHLÜSSELSZENE
Der unglückliche Ausgleich durch Franz brachte die unsicheren Bochumer ungewollt mental zurück ins Spiel, auch wenn diese spielerisch keineswegs etwas auf die Beine stellten. Zum Glück konnte Maik Franz sein Eigentor wieder ausbügeln und den leistungsgerechteren Spielstand wiederherstellen.
SPIELER DES SPIELS – Maik Franz
Dafür gerne fünf Euro ins Phrasenschwein, aber diese Geschichten schreibt nur der Fußball: Im Pokal der Pechvogel und dann direkt ein Eigentor, doch dann nimmt sich der Ex-Karlsruher ganz viel vor und macht sein Missgeschick wieder mit dem Siegtor Wett.
SCHIEDSRICHTER: Peter Gagelmann – Note 6
Bekam die hitzige Partie trotz weniger Fehlentscheidungen nicht in den Griff. Strittige Ampel-Entscheidung gegen Ono, bei der keine Böswilligkeit zu erkennen war, da der Japaner vorher ganz klar versucht zum Ball zu gehen.
[Achtung: Das Goal.com-Bewertungssystem geht von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse)]
SPIELNOTE: 4
Vor allem in der zweiten Halbzeit nur noch ein Frustfoul- und Kartenfestival, mit wenig spielerischen Glanzmomenten, auch wenn durch den knappen Spielstand Spannung herrschte.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Eintracht Frankfurt bekleckert sich zwar nicht mit Ruhm, aber setzt ein klares Zeichen nach dem Pokaldebakel gegen den FCB und befindet sich wieder in der Spur. Bei Bochum bleibt der Herrlich-Effekt nicht nur aus, sondern nach dieser Arbeitsverweigerung muss sich der VfL sogar gehörig hinterfragen.
Wie habt ihr die Premiere von Heiko Herrlich erlebt? Was sagt ihr zu Maik Franz und der Eintracht?
Goal.com-Flutlicht
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