Gomez: Für die Bank bin ich nicht gekommen

Beim FC Bayern bleibt Mario Gomez aktuell nur noch die Jokerrolle. Der Nationalspieler ist damit nicht zufrieden und hofft, dass sich das Blatt bald wendet.

Herr Gomez, Pranjic und Olic - Bitte Platz nehmen! (Getty)
(fb) München. Seit mittlerweile sieben Spielen zählt Mario Gomez beim FC Bayern nicht mehr zur Startformation. Der 30-Millionen-Einkauf vom VfB Stuttgart hat aktuell das Nachsehen gegenüber Luca Toni und Miroslav Klose. In einem Interview mit der Bild sprach Gomez über seine Situation. Dass er nach den ersten fünf Spielen, in denen er drei Tore erzielt hatte, von Trainer Louis van Gaal aus der Mannschaft genommen wurde, kann der 24-Jährige nicht nachvollziehen: „Ich bin mit einem breiten Kreuz nach München gekommen, hatte soviel Selbstvertrauen wie wenige Spieler. So bin ich auch aufgetreten. Mir war aber klar, dass die Umstellung eine Zeit dauert, deswegen konnte ich nicht verstehen, dass schon nach fünf Spielen der Schnitt kam.“

„Ich stehe für Tore“


„Um Tore zu machen, musst du auch Vertrauen spüren. Und das muss ich mir jetzt zurückholen. Ich werde Vollgas geben, weiterhin in jedem Training alles aus mir herausholen und damit den Trainer überzeugen. Ich bin ein Stürmer, der über die Dynamik, die Schnelligkeit und den Körper kommt. Einer, der für Tore steht. Das wird auch in Zukunft so sein. Ich bin nicht zum FC Bayern gekommen, um auf der Bank zu sitzen. Aber ich muss mich nicht selbst anlügen: Ich bin auch nicht zufrieden, und im Moment haben die Leute sicher nicht viel Spaß am Spieler Gomez. Auch das Vertrauen der Fans muss ich mir zurück holen“, so Gomez weiter. Er habe außerdem damit zu kämpfen, dass die Gegner gegen den FC Bayern weitaus defensiver auftreten, als er es aus seiner zeit in Stuttgart gewohnt war.

„Das ist lächerlich“


Doch Gomez sucht die Schuld nicht bei Anderen. Auch mit Blick auf die WM im nächsten jahr will er nun hart arbeiten und sich zurück in die Mannschaft kämpfen: „Nur weil ich viel Geld gekostet habe, will ich keine Stammplatz-Garantie. Das ist lächerlich. Ich bin verantwortlich, was mit mir passiert – niemand anderes. Ich bin davon überzeugt, dass sich das Blatt bald zu meinen Gunsten wenden wird.“


 
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