Jens Lehmann „geht Kinder erziehen“

Es war die Szene bei der Partie zwischen Hannover 96 und dem VfB Stuttgart: In der 81. Minute will Jens Lehmann einen Ball, aber der Balljunge rückte ihn nicht raus. Zu allem Überfluss warf er dem ehemaligen Nationaltorhüter dann auch noch das Spielgerät an den Kopf. Lehmann reagierte gereizt und war nach dem Spiel sauer.

Stuttgarts Keeper Jens Lehmann bejubelte zwei Treffer im ersten Durchgang (firo)
(dw) Hannover/Stuttgart. „Ich habe nur meinen Job gemacht. Ich habe ihm den Ball hoch zugeworfen und er kam dann auf seinem Kopf runter. Lehmann hat mich dann gefragt: Was soll der Scheiß?“, erklärte der Balljunge Aarun Schulz gegenüber der Bild am Sonntag über seine Erfahrungen mit dem Torhüter Jens Lehmann. Dieser war nach der Niederlage des VfB Stuttgart und der Szene aus der 81. Minute richtig sauer. Im Kabinen-Bereich soll er sogar den Sportdirektor von Hannover 96, Jörg Schmadtke, böse angefahren haben. Nach dem Spiel erklärte er dann: „Wir machen Fehler, wir werden mit Fehlern von anderen Leuten konfrontiert. Die Balljungen spielen auf Zeit. Damit muss man in der Bundesliga leben. Am meisten hat mich heute die Kultur des Zeitspielens und des Betrügens gestört.“

„Gehe meine Kinder erziehen“

Und er fügte sauer hinzu: „Ich muss jetzt gehen. Ich muss nach Hause, meine Kinder gut erziehen, damit die sich korrekt verhalten...“ Aber auch Jens Lehmann sollte am Samstag gesehen haben, dass die Niederlage nicht am Balljungen festzumachen war. Vielmehr scheiterte seine Mannschaft immer wieder vor des Gegners Tor. Elson etwa ballerte nach 59 Minuten nur an den Pfosten. Zudem kam die Niederlage durch einen Treffer aus Abseitsstellung von Didier Ya Konan zur Stellung. Manager Horst Heldt soll die Schiedsrichter im Übrigen als „Amateure“ beschimpft haben. Ihm droht nun ein Verfahren durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Eure Meinung: Nur Ausreden oder berechtigte Kritik – Wie empfindet Ihr das Auftreten von Jens Lehmann im Bezug auf den Balljungen?



 
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