Vorschau Bundesliga: Bayern München – Eintracht Frankfurt

Bei Bayern München hat man zweifelsohne schon bessere Zeiten erlebt. In der Liga nur auf Platz sechs, droht nun auch in der Champions League das Aus. Im Tagesgeschäft Bundesliga kommt mit der Eintracht jetzt ein ganz unangenehmer Gegner…

Nullnummer in München (firo)
Von Ramon RAM

München.
Nach der 1:2-Pleite in Bordeaux haben die Bayern im Spiel gegen Eintracht Frankfurt nur ein Ziel: Sie wollen den Kopf frei kriegen und endlich wieder befreit aufspielen. Mit der Skibbe-Truppe kommt nun aber ausgerechnet ein Gegner, der zwar nicht immer glänzt, dafür aber solide punktet.

PERSONAL & TAKTIK

Der Ausfall, der das Thema bei den Bayern bestimmt, ist natürlich Franck Ribery. Der Franzose wird auch gegen die Eintracht fehlen und könnte womöglich sogar noch länger nicht gegen den Ball treten. Sein „genialer“ Zwilling Robben dürfte hingegen wieder in den Kader rücken, zunächst aber wohl auf der Bank Platz nehmen. Gut möglich, dass van Gaal auf die Mannschaft setzt, die gegen Bordeaux verloren hat – mit Thomas Müller, der in der Bundesliga weiter spielen darf.

Auf Seiten der Eintracht fehlt (wieder einmal) Ionnis Amanatidis wegen einer Oberschenkelzerrung. Ansonsten kann Michael Skibbe seine Mannschaft der letzten Wochen aufbieten. Vorne werden wohl wieder Meier und Liberopoulos stürmen. In die Mannschaft zurückkehren werden Selim Teber, Marco Russ und Fenin, die alle drei zuletzt gesperrt waren. Nur Fenin sitzt zunächst wohl auf der Bank.

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FORMKURVE & AUSGANGSLAGE

Die Ausgangslage ist klar: Bayern München braucht unbedingt einen Dreier, ansonsten droht das Meisterunterfangen langsam zum Spießrutenlauf zu werden. Die Formkurve spricht aber nicht wirklich für die Bayern. Von den letzten fünf Partien in Bundesliga und Champions League konnte man nur eines gewinnen – gegen Freiburg.

Etwas besser sieht es bei den neuntplazierten Hessen aus, die inklusive DFB-Pokal auf zwei Siege kommen. Hannover 96 und Alemannia Aachen konnten besiegt werden, gegen den HSV gab es ein Remis. Allerdings stehen mit dem 0:3 gegen Stuttgart und dem 0:2 gegen Schalke auch zwei Niederlagen zu Buche.

DER DIREKTE VERGLEICH

Im vergangenen Jahr setzten sich die Bayern souverän durch. Auswärts gewann der Deutsche Rekordmeister mit 2:1, zu Hause setzte es einen souveränen 4:0-Erfolg. Auch insgesamt haben die Bayern eine positive Bilanz gegen die Hessen.

DIE SCHLÜSSELSPIELER

Gegen Girondins Bordeaux erlebte seine Karriere den ersten Knicks, doch insgesamt gehört Thomas Müller bereits jetzt zu den Schlüsselspielern der Bayern. Seine Kreativität und Torgefahr aus dem Mittelfeld heraus ist ungemein wichtig, insbesondere wenn die Stürmer weiter nicht treffen.

Bei der Eintracht wird Alexander Meier immer wichtiger. Der vor der Saison von Skibbe zum Stürmer umgeschulte Schlacks sorgt nicht nur für die entscheidenden Treffer, nein, er ist auch im Spielaufbau ungemein wichtig und kann vorne die Bälle halten.

DAS DUELL DES SPIELS

Wenn Luca Toni sich einen Stammplatz erkämpfen will, dann braucht er langsam aber sicher Tore. Gegen Freiburg und Bordeaux ist er nur knapp gescheitert. Marco Russ wird sich dem Italiener wohl mit aller Macht entgegenstellen und ihn versuchen unter Kontrolle zu bringen. Packende Zweikämpfe sind zwischen den beiden in jedem Fall garantiert.

AUFGESPIESST

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsboss, FC Bayern): „Es ist jetzt eine Reaktion der Mannschaft gefragt, und das bezieht sich nicht nur auf die zwei Spiele in der Champions League, sondern damit müssen wir schon am Samstag in der Bundesliga gegen Frankfurt anfangen.“

Michael Skibbe (Trainer, Eintracht Frankfurt) über Nikos Liberopoulos: „Das war eine reife Leistung von ihm. Er hat sehr gut gespielt und kommt mir agiler vor.“

DIE PROGNOSE

Auch wenn die Bayern zuletzt nicht in Form waren: Den Pflichtsieg gegen die Frankfurter wird die Truppe von Louis van Gaal einfahren und damit erstmal für etwas Ruhe an der Säbener Straße sorgen.

Eure Meinung: Wer wird sich im Duell durchsetzen?



 
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