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Vor Duell mit Deutschland: Diese Finnen kicken in der Bundesliga
Am Mittwoch empfängt die deutsche Nationalmannschaft im letzten Spiel der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika das Team aus Finnland. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit dem ein oder anderen Bundesliga-Profi.
(jr) Hamburg. Deutschland ist bereits für die WM im kommenden Jahr qualifiziert. Joachim Löw kann sein Personal im letzten Quali-Spiel in Hamburg gegen Finnland ohne großen Druck testen.
Auch für die Finnen, die den Deutschen im Hinspiel in Helsinki den einzigen Punkteverlust zufügten, geht es nur mehr um die berühmte „goldene Ananas“. Doch welche Akteure der „Suomi“ verdienen ihr Geld eigentlich in Deutschland?
Hyypiä - die „Reds“-Legende
Da wäre in allererster Linie der Mann von Bundesliga-Tabellenführer Bayer Leverkusen zu nennen: Samy Hyypiä. Der 36-jährige Innenverteidiger wechselte zu Saisonbeginn vom englischen Rekordmeister FC Liverpool, wo er während seiner zehnjährigen Zeit Legenden-Status erreichte, zur Werkself. Dort etablierte sich der 1,93-Meter-Hüne nicht nur in aller schnelle zum Stamm- sondern zum Schlüsselspieler. Mit seiner unaufgeregten Art zu verteidigen und tollen Übersicht verleiht der Routinier der in den letzten Jahren oft wankelmütigen Bayer-Abwehr Stabilität und Souveränität. Auch im Nationalteam, für welches er bislang 102 Länderspiele absolvierte ist Hyypiä eine feste Größe – was auch die Kapitänsbinde unterstreicht.
Forssell – der deutsche Finne
Ein Finne, der in der Bundesliga in erster Linie für das Toreschießen bezahlt wird, ist Mikael Forssell. Der 28-jährige Finnlandschwede, der im münsterländischen Steinfurt geboren ist, befindet sich aktuell in seiner zweiten Deutschland-Ära. Im Frühjahr 2003 (ausgeliehen vom FC Chelsea) erzielte der 65-malige Nationalspieler in 16 Partien sieben Treffer für Mönchengladbach und war so maßgeblich beteiligt am Klassenerhalt der Borussia. Nach seiner Zeit in England bei Chelsea und Birmingham City kehrte Forssell im Sommer 2008 in die Bundesliga zurück. Diesmal führte der Weg des schnellen Blondschopfs, der seit über zehn Jahren fester Bestandteil des Nationalteams ist, nach Niedersachsen zu Hannover 96. Während er in seiner ersten Spielzeit sieben Treffer markierte, kam er in der laufenden Saison erst auf drei Halbzeiten Einsatzzeit. Aktuell laboriert Forssell, der bei 96 noch Vertrag bis 2011 hat, an einer Bänderverletzung.
Pasanen - der Allrounder
Schon lange in der Bundesliga unterwegs ist ein weiterer Routinier aus dem skandinavischen Land, das sich noch nie für ein großes Turnier qualifizieren konnte. Petri Pasanen spielt seit 2004 für Werder Bremen. Ist dort ein wichtiger Allrounder, der zumeist in der Abwehr (innen wie außen) zum Zug kommt. Ein Akteur, wie ihn sich nicht nur Thomas Schaaf wünscht: „Petri ist flexibel einsetzbar und bringt konstant seine Leistungen. Wir sind froh, in bei uns zu wissen“, so der Werder-Coach über den als ruhig geltende 29-jährigen Pasanen (57 Länderspiele), der an der Weser noch einen Kontrakt bis 2011 besitzt.
Raitala - die Zukunftshoffnung
Vierter Bundesliga-Akteur aus Finnland ist Hoffenheims Jukka Raitala. Der 21-jährige Defensiv-Allrounder – vorwiegend als Rechtsverteidiger unterwegs - kam kurz vor Saisonbeginn für 150.000 Euro in den Kraichgau, wo er aber noch keine Bundesliga-Minute absolvierte. Dort sieht man den U-21-Nationalspieler (machte auch alle Spiele der EM in Schweden über die volle Distanz) der „Suomi“ als Investition für die Zukunft an.
Kuqis - die stürmenden Brüder
Auch in der 2. Liga wird finnisch gesprochen, genauer gesagt in Koblenz. Dort verdienen die Kuqi-Brüder Shefki und Njazi ihr Geld. Shefki, der ältere (32) verstärkt die TuS seit diesem Sommer in beeindruckender Manier. Der 59-malige Internationale avancierte sofort zum Mannschaftsführer von Uwe Rapolder und traf in acht Partien nicht weniger als fünfmal für den Abstiegskandidaten, der auf Rang 16 liegt. Zuvor ging er in England, unter anderem für Fulham, Ibswich und Crystal Palace auf Torejagd. Sein sechs Jahre jüngerer Bruder Njazi stürmt bereits seit der Winterpause 2007/08 für die Rheinland-Pfälzer. Aktuell laboriert der dreimalige Nationalspieler (drei Treffer) aber an einer Adduktoren-Verletzung.
Njazi Kuqi wird die DFB-Elf in Hamburg also nicht ärgern können. Die Routiniers Hyypyä und Pasanen werden aber definitiv in der Startformation stehen und alles dafür tun, das Land wo ihr Brötchengeber beheimatet ist zu bezwingen. Dann könnten die beiden in den kommenden Bundesliga-Wochen mit noch stolzerer Brust auftreten.
Eure Meinung: Wie sieht Ihr die Leistungen der Finnen, die in der Bundesliga tätig sind?
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