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Lothar Matthäus und die vergebliche Jobsuche in Deutschland
Alle Jahre wieder: Gibt es in der Bundesliga einen vakanten Trainerposten, dauert es nicht lange und schon ist Lothar Matthäus im Gespräch. Doch der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft geht mit schöner Regelmäßigkeit leer aus.
(fb) Berlin. Immer wenn in der Bundesliga ein Trainer gefeuert wird, kann man die Uhr danach stellen, dass Lothar Matthäus als neuer Übungsleiter gehandelt wird. Genauso regelmäßig ist allerdings auch, dass der Weltmeister von 1990 am Ende den Job am Ende nicht bekommt. Jüngstes Beispiel ist die Trainersuche bei Hertha BSC Berlin. Auch hier war Matthäus im Gespräch, am Ende beerbte jedoch Friedhelm Funkel den geschassten Lucien Favre. Aber woran liegt es, dass das Image des ehemaligen Weltfußballers und Rekordnationalspielers der deutschen Nationalmannschaft mittlerweile ramponiert erscheint? Es sind mehrere Faktoren, die hinein spielen. Nicht an allen ist der 48-jährige allein Schuld.
„Das ist doch absurd“
Zunächst ist dort das ewige Auftauchen in den Medien. Matthäus bringt sich entweder selbst ins Gespräch, oder wird von den Medien stets auf einen neuen Trainerstuhl geschrieben. Besonders die große deutsche Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben tut sich hier hervor. So war es auch im Fall der Hertha.
Matthäus beschrieb die Situation vor einer Woche im Interview mit der Welt wie folgt: „Aber was soll ich denn tun? Ich sage permanent, dass ich mich nicht konkret zu etwas äußern werde, so lange es nichts zu sagen gibt. Dass man mal sagt, dass einen dies oder jenes reizen würde, ist doch normal. Das machen doch viele Trainer. Aber ich weiß doch nicht, wer, wann, wo oder wie in welchem Verein auch immer über mich diskutiert. Nur wenn das der Fall sein sollte, kann es nicht angehen, dass so etwas nach außen dringt. Obwohl es nie einen Kontakt gab, geschweige denn ein ernsthaftes Gespräch, ist jetzt plötzlich von einer Absage an Matthäus die Rede. Das klingt wie eine Niederlage und schadet mir. Und es ist noch absurd dazu: Ich verliere, obwohl ich gar nicht mitgespielt habe. Denn ich hatte nie Kontakt mit Hertha BSC.“
Weltenbummler mit kurzem Haltbarkeitsdatum
Ähnlich schwer, wie sein Ansehen, dürfte seine bisherige Trainervita wiegen: Matthäus erwarb sich in kurzer Zeit den Ruf eines Weltenbummlers, der es bei seinen Stationen jeweils nur kurze Zeit aushält. Es begann 2001 mit einem achtmonatigen Intermezzo bei Rapid Wien, wo er schließlich im Unfrieden gehen musste. Bei Partizan Belgrad hielt er es im Anschluss knapp ein Jahr aus, ehe er von 2003 bis 2005 die ungarische Nationalmannschaft trainierte. Beim brasilianischen Erstligisten Atlético Paranaense arbeitete er zwei Monate, dann heuerte er im Sommer 2006 als Co-Trainer von Giovanni Trapattoni bei Red Bull Salzburg an.
Doch nach Differenzen mit dem italienischen Starttrainer, wurde Matthäus bereits nach elf Tagen entlassen. „Wir hatten unterschiedliche Auffassungen“, erklärte der ehemalige Kapitän des FC Bayern damals. Matthäus' vorerst letzte Station war der Trainerjob beim israelischen Klub Maccabi Netanya, wo er von Juni 2008 bis April diesen Jahres an der Seitenlinie stand.
„Keine faire Chance in Deutschland“
Zweifellos ist das keine Trainerlaufbahn, die besonders beeindruckend ist. Dazu kommt sein fragwürdiger Auftritt als TV-Trainer der Amateurmannschaft „Borussia Banana“. Matthäus muss hoffen, dass ihm ein Verein eine Chance gibt, die Vorurteile gegen seine Person auszuräumen. „Ich will weiter als Trainer arbeiten. Und ich will endlich einmal langfristig was aufbauen“, sagte Matthäus im Sommer. Allerdings macht er sich keine Illusionen: „In Deutschland werde ich wohl nie eine faire Chance erhalten.“
Eure Meinung: Warum bekommt Lothar Matthäus in der Bundesliga keinen Job? Hätte er eine Chance verdient?
„Das ist doch absurd“
Zunächst ist dort das ewige Auftauchen in den Medien. Matthäus bringt sich entweder selbst ins Gespräch, oder wird von den Medien stets auf einen neuen Trainerstuhl geschrieben. Besonders die große deutsche Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben tut sich hier hervor. So war es auch im Fall der Hertha.
Matthäus beschrieb die Situation vor einer Woche im Interview mit der Welt wie folgt: „Aber was soll ich denn tun? Ich sage permanent, dass ich mich nicht konkret zu etwas äußern werde, so lange es nichts zu sagen gibt. Dass man mal sagt, dass einen dies oder jenes reizen würde, ist doch normal. Das machen doch viele Trainer. Aber ich weiß doch nicht, wer, wann, wo oder wie in welchem Verein auch immer über mich diskutiert. Nur wenn das der Fall sein sollte, kann es nicht angehen, dass so etwas nach außen dringt. Obwohl es nie einen Kontakt gab, geschweige denn ein ernsthaftes Gespräch, ist jetzt plötzlich von einer Absage an Matthäus die Rede. Das klingt wie eine Niederlage und schadet mir. Und es ist noch absurd dazu: Ich verliere, obwohl ich gar nicht mitgespielt habe. Denn ich hatte nie Kontakt mit Hertha BSC.“
Weltenbummler mit kurzem Haltbarkeitsdatum
Ähnlich schwer, wie sein Ansehen, dürfte seine bisherige Trainervita wiegen: Matthäus erwarb sich in kurzer Zeit den Ruf eines Weltenbummlers, der es bei seinen Stationen jeweils nur kurze Zeit aushält. Es begann 2001 mit einem achtmonatigen Intermezzo bei Rapid Wien, wo er schließlich im Unfrieden gehen musste. Bei Partizan Belgrad hielt er es im Anschluss knapp ein Jahr aus, ehe er von 2003 bis 2005 die ungarische Nationalmannschaft trainierte. Beim brasilianischen Erstligisten Atlético Paranaense arbeitete er zwei Monate, dann heuerte er im Sommer 2006 als Co-Trainer von Giovanni Trapattoni bei Red Bull Salzburg an.
Doch nach Differenzen mit dem italienischen Starttrainer, wurde Matthäus bereits nach elf Tagen entlassen. „Wir hatten unterschiedliche Auffassungen“, erklärte der ehemalige Kapitän des FC Bayern damals. Matthäus' vorerst letzte Station war der Trainerjob beim israelischen Klub Maccabi Netanya, wo er von Juni 2008 bis April diesen Jahres an der Seitenlinie stand.
„Keine faire Chance in Deutschland“
Zweifellos ist das keine Trainerlaufbahn, die besonders beeindruckend ist. Dazu kommt sein fragwürdiger Auftritt als TV-Trainer der Amateurmannschaft „Borussia Banana“. Matthäus muss hoffen, dass ihm ein Verein eine Chance gibt, die Vorurteile gegen seine Person auszuräumen. „Ich will weiter als Trainer arbeiten. Und ich will endlich einmal langfristig was aufbauen“, sagte Matthäus im Sommer. Allerdings macht er sich keine Illusionen: „In Deutschland werde ich wohl nie eine faire Chance erhalten.“
Eure Meinung: Warum bekommt Lothar Matthäus in der Bundesliga keinen Job? Hätte er eine Chance verdient?
Goal.com-Flutlicht
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