Die unauffällige Rückkehr

Vor dem Spiel des 1. FC Köln bei den Bayern gab es bei den Journalisten eigentlich nur ein großes Thema: Die Rückkehr von „Prinz Poldi“ zu seinem alten Arbeitgeber, bei dem er nicht seine glücklichsten Fußballer-Tage verbracht hatte. In den 90 Minuten in der Allianz-Arena tat sich allerdings rund um Lukas Podolski überhaupt nichts, was die Medienvertreter nach dem Spiel zu einer Story hätten verwerten können.

Stiller Jubel: Münchens Lukas Podolski bei "seinem" FC (firo)
(db) München. Die persönliche Bilanz von Lukas Podolski vom 1. FC Köln bei seinem Auftritt beim FC Bayern München war ausbaufähig: Kein Tor, kein gefährlicher Schuss. Doch weil unter dem Strich durch das 0:0 ein Punkt für den Tabellenvorletzten beim Favoriten heraussprang, fiel die unauffällige Vorstellung nicht ins Gewicht.

Poldi im Rückwärtsgang

In der Offensive waren die Kölner immer deutlich in Unterzahl – und Podolski reagierte, indem er versuchte, sich die Bälle im Mittelfeld abzuholen. Auch das brachte keinen Erfolg. Das Bemühen war bei „Poldi“ vorhanden – wie bei allen anderen Kölner auch. Es ging für den FC nur über die Abwehrleistung und deshalb rannte Podolski auch viel mehr nach hinten als in die Richtung des Bayern-Tores.

Die Themen verlagern sich

„Wir wollten defensiv gut stehen und nach vorne unsere Chancen nutzen - das ist uns weniger gelungen“, hatte es der Kölner richtig erkannt. „Wir brauchen jeden Punkt. Deshalb war das Unentschieden enorm wichtig und wertvoll für uns“, ergänzte Podolski. Und mit dem einen Zähler, den der FC aus München entführte, verlagerte sich auch gezwungenermaßen das Hauptthema der Nachbetrachtungen: Von Podolskis Rückkehr sprach nachher niemand mehr – die schwache Vorstellung der Bayern stand nun im Mittelpunkt.

Eure Meinung: Heiligt der Zweck die Mittel? Was sagt Ihr zur defensiven Ausrichtung des 1. FC Köln in München?


 
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