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Vor dem EXKLUSIV-Interview: Mladen Petric im Porträt
Im Moment wirkt Mladen Petric absolut entspannt. Wenn man ihn sieht, hat man den Eindruck, dass ihm sein Job Spaß macht und er sich wohl fühlt. Kein Wunder! Denn nach diesem Wochenende hat er wieder ein paar Hambuger Herzen mehr für sich gewinnen können. Sein dritter Treffer der laufenden Saison sicherte dem HSV gegen den großen FC Bayern München drei Punkte. In der laufenden Saison zählt Petric zu den Hoffnungsträgern bei den Hanseaten. Das liegt aber nicht nur an den starken Leistungen auf dem Platz, sondern auch an seinem Verhalten abseits des Rasens. Goal.com sprach exklusiv mit dem Kroaten-Bomber und stellt Euch den Spieler nun in einem Porträt genauer vor.
Hamburg. Da läuft er nun. Mitten in der Hamburger Innenstadt kommt ein lässig gekleideter Mann über die Straße gelaufen. Ein kleiner Junge erkennt diesen Herren sofort. Es ist Mladen Petric. Natürlich schlägt der Junge schnell Alarm und einige Leute drehen sich verdutzt um, erkennen den Angreifer des Hamburger SV ebenfalls und winken ihm zu. Mit einem coolen Lächeln und einigen freundlichen Gesten reagiert der Profi-Fußballer auf die netten Passanten inmitten der Stadt an der Elbe. Solche Szenen sind Alltag im Leben von Mladen Petric. Noch vor einigen Jahren hätte ihn hier niemand erkannt. Nun aber ist er einer der ganz großen Prominenten in der deutschen Metropole. Den Angreifer aber stört seine Popularität nicht. Ganz im Gegenteil: Immer wieder sucht er selbst den Kontakt zu seinen Fans. Irgendwie ist er trotz aller Erfolge immer ein ganz bodenständiger Typ geblieben. Einer, der jederzeit auch beim Bäcker an der Kasse stehen könnte. Eben ein Überflieger, der zumindest menschlich nie abgehoben ist.
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Robuster Stürmer mit Zug zum Tor
Dabei hätte er allen Grund zu
starkem Selbstvertrauen. Steil war sein Aufstieg in den letzten
Jahren allemal gewesen. Noch 2007 kickte er beim FC Basel in der
Schweiz. Im Alpenland hatte er sich in fast zehn Jahren einen sehr
guten Namen gemacht. Auch deshalb stiegen die Begehrlichkeiten rund
um den Angreifer. Trotz einiger Angebote aus ganz Europa verschlug es
ihn letztlich nach Deutschland zu Borussia Dortmund. Bei den
Schwarz-Gelben hielt es ihn aber nur ein Jahr, in dem er in 29
Ligaspielen 13 Treffer erzielte. Dann folgte einer der
spektakulärsten Transfers in der Bundesligageschichte: Im Tausch
nahm der Hamburger SV Petric unter Vertrag, gab dafür Mohamed
Zidan an die Borussia ab. Zudem soll der Verein eine Summe von
geschätzten 4,5 Millionen Euro als zusätzliche Ablöse
gezahlt haben. Bis heute ist die Lücke beim BVB nicht zu
schließen gewesen. Die Qualitäten, die Petric der
Mannschaft mit seinem Weggang entzog, waren in dieser Form
einzigartig und nicht zu ersetzen.

Denn der Stürmer zählt zu den robustesten Spielern der gesamten deutschen Bundesliga. Er kann Bälle annehmen, verteidigen, abspielen und vor allem auch abschließen. Seinen unglaublichen Torriecher bildet er nach wie vor aus. Und auch das ist ein Vorteil des Spielers: Trotz seiner reifen 28 Lebensjahre lernt er nie aus. Er ist immer darum bestrebt, mehr zu lernen und sich zu verbessern. Eine Qualität, die schon Martin Jol sehr am Angreifer schätzte, und die auch Bruno Labbadia einzuordnen weiß. Einen Offensivmann wie Petric benötigt jeder Verein. Denn auch für den Weg nach hinten ist sich der Kroate nie zu schade.
„Einer der besten Stürmer in Europa“
Allgemein ist er kein Spieler, der sich
auf Leistungen ausruhen möchte. Der kroatische Nationaltrainer
Slaven Bilic ist sicherlich kein Coach, der seine Spieler überschnell
lobt. Aber über Petric sagte er einst begeistert: „Es gibt
eben Stürmer, die sich nicht damit zufrieden geben, wenn sie
schon ein Tor erzielt haben. Mladen gehört dazu. Er hat eine
sensationelle Schuss-Technik, nutzt jede Gelegenheit, um zum
Abschluss zu kommen. Diese Zielstrebigkeit ist seine große
Stärke.“ Zudem schätzt Bilic die extreme Vielseitigkeit
an seinem Torjäger: „Mladen ist für mich einer der besten
Stürmer Europas. Weil er so komplett ist. Er hat einfach
überragende Fähigkeiten.“ Mittlerweile konnte der
Angreifer diesen Vertrauensvorschuss längst zurückzahlen.
In der Nationalmannschaft hat Petric in bisher 30 Länderspielen
zehn Treffer erzielt. In seiner Heimat ist er ein wahrer Volksheld
und bei den Fans genießt er auch außerhalb Hamburgs ein
extrem hohes Ansehen.

Krach im Sommer
Dabei gab es im Sommer so einige
Probleme zwischen dem Angreifer und dem Hamburger SV. Der deutsche
Meister VfL Wolfsburg soll Interesse am Angreifer angemeldet haben.
Vor allem vermisste der Stürmer die Rückendeckung des
Vereins, erklärte sogar: „Es hat sich vom Verein seit zwei
Wochen keiner gemeldet. Deswegen habe ich das Gefühl, dass man
mich ab einer bestimmten Summe doch verkaufen will.“ Am Ende ging
das Ganze aber dennoch gut aus. Der Stürmer blieb an der Elbe
und spätestens seit dem Beginn dieser Saison redet niemand mehr
von den Problemen zwischendurch. Das liegt auch daran, dass mit
Dietmar Beiersdorfer und Martin Jol die beiden sportlichen Leiter
nicht mehr da sind. Bruno Labbadia begegnet dem Stürmer mit viel
Vertrauen und Respekt. Ein familiäres Verhältnis, das der
Angreifer schätzt. Er ist eben ein Teamplayer, der sich wohl
fühlen muss, um sein komplettes Potential abzurufen.

Sehr beliebt im ganzen Team
Aber innerhalb der Mannschaft genießt
er ohnehin absoluten Respekt und vollstes Vertrauen. Im Training
sorgt er immer wieder für einen Lacher
und seine Mitspieler
wissen, was sie an Petric haben. So erklärte Guy Demel kürzlich:
„Mich hat er wegen meines Hinterns mit Serena Williams verglichen.“
Die Spieler haben jederzeit Spaß mit dem Kroaten und er sorgt
immer dafür, dass im Team eine gute Stimmung herrscht. Denn der
Stürmer kann auch im Notfall mal einstecken: „Gott sei dank
verstehen wir alle Spaß.“ Spaß hat er gerne. Aber er
ist auch mit dem notwendigen Ernst bei der Sache. Denn eines ist
klar: Noch ganz lange will er auf hohem Niveau in der Bundesliga
spielen und auch in der Nationalmannschaft hat er noch einiges vor.
Damit ihn die kleinen und großen Jungs in Hamburg auch
weiterhin schon von weitem erkennen...
Diskutiert über Mladen Petric auch im aktuellen Forum mit. HIER geht es zum Thread!
Am Donnerstag bei Goal.com: Der erste Teil des exklusiven Interviews von Goal.com mit Mladen Petric. Der Angreifer steht Rede und Antwort und spricht über seine Pläne, seine Zukunft, die kroatische Nationalmannschaft, das Leben in Hamburg und vieles mehr. Offen, freundlich und redegewandt – das solltet Ihr nicht verpassen!
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