Hertha BSC: Erster Arbeitstag für Karsten Heine

Am Dienstag wurde eine neue Ära bei Hertha BSC eingeleitet. Neuer Trainer, neues Glück lautet die Devise. Doch wie lange darf Karsten Heine die Mannschaft trainieren?

In aller Munde: Karsten Heine beim Amtsantritt in Berlin. Führt er die Hertha als Interimslösung aus der Krise? (Goal.com/Becker)
Von Andreas BECKER

Berlin. Am Dienstag um zehn Uhr leitete Karsten Heine sein erstes Training bei Hertha BSC. Es waren viele Wolken am Himmel, später fing es an zu regnen. Das Wetter passte sich der derzeitgen Stimmungslage in Berlin nahtlos an. Nach sechs Niederlagen in der Bundesliga in Folge, dem Pokal-Aus und der Entlassung von Trainer Lucien Favre am Montag, ist einem Großteil der Verantwortlichen von Hertha nur noch zum Heulen zumute.

Spieler haben gute Laune


Ganz anders dagegen die Spieler, die feixend die erste Trainingseinheit nach der Ära Favre absolvierten - von großem Trennungsschmerz war da nichts zu merken. Vielleicht wollten sie vor dem schweren Spiel am Donnerstag gegen Sporting Lissabon auch nur Aufbruchsstimmung verbreiten und zeigen, dass noch Leben in der Mannschaft ist, die in den letzten Spielen desolate Leistungen zeigte.

„Nach zwei solchen Klatschen, ist es für keinen Spieler leicht. Die Spieler brauchen wieder mehr Selbstvertrauen“, sagte Karsten Heine einen Tag vor der Abreise nach Portugal. „Das Spiel gegen Sporting, ist ein Spiel, was man nur gewinnen kann.“ Die letzten Auftritte des Teams haben den neuen Trainer, der schon einige Male bei Hertha als Interimslösung eingesprungen ist, sehr überrascht.

Heine will Hertha zum Erfolg führen


„Unfassbar, dass es so abwärts ging. Die Mannschaft ist taktisch super geschult, über Erfolge wollen wir nun wieder Selbstvertrauen bekommen“, so Heine. „Wir haben nicht viel Zeit, werden es aber angehen. Die Mannschaft hat schon bewiesen, dass sie bundesligatauglich ist.“ Eine Frage, die viele Fans am Trainingsplatz beschäftigte, war, wieviel Zeit Heine denn überhaupt hat, um die Mannschaft nach vorne zu bringen.

Von Vereinsseite hieß es am Montag, dass Heine nur eine Übergangslösung sei. Er selbst hält sich bedeckt. Am Montagabend kamen zum ersten Mal Gerüchte auf, die Lothar Matthäus mit Hertha BSC in Verbindung brachten. Bei den Berliner Fans, die am Dienstag zum Training kamen, fand diese Idee wenig Gegenliebe. Auch Mirko Slomka, Dieter Hecking und Friedhelm Funkel werden genannt.

Entscheidung wohl bis Sonntag


„Wir nehmen uns die Zeit die wir brauchen, erstellen erst einmal ein Anforderungsprofil“, sagte Manager Michael Preetz. Bis zum Spiel gegen den Hamburger SV am kommenden Sonntag soll aber wohl eine Entscheidung gefallen sein.

Eure Meinung: Sollte Karsten Heine Trainer bleiben? Was haltet Ihr von Matthäus?



 
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