Hertha-Manager Michael Preetz: Ich musste eine Entscheidung fällen
Hertha BSC Berlin hat am Montag Lucien Favre entlassen. Am Abend gab Manager Michael Preetz dazu eine Erklärung ab.
Berlin. Am Montag ging dann doch alles ganz schnell. Nachdem Lucien Favre am Morgen noch das Training von Hertha BSC geleitet hatte, wurde er am Abend nach einer Krisensitzung mit Manager Michael Preetz entlassen. „Es ist mir nicht leicht gefallen. Aber ich musste eine Entscheidung fällen, das habe ich gemacht“, sagte Preetz am Abend auf einer einberufenen Pressekonferenz. „Ich danke Lucien Favre für seine Arbeit.“
Es lief nicht alles nach Plan
Nach zuletzt sechs Pleiten in der Liga und dem Pokal-Aus gegen 1860 München hatte sich eine negative Dynamik entwickelt, die Entlassung war die logische Konsequenz. „Wir sind gut in die Saison gestartet, haben im Pokal gewonnen und am ersten Spieltag Hannover geschlagen. Danach hätten wir mehr punkten müssen. Es ist uns aber nicht gelungen, die Kurve zu kriegen“, erklärte Michael Preetz. Der Manager machte auch klar, dass die Mechanismen im Fußball-Geschäft nun mal so sind. „Wenn es einen Trainerwechsel gibt, weiß man, dass vorher ein paar Dinge nicht funktioniert haben.“
Die Mannschaft spielte in den letzten Wochen lethargisch, es war kein Aufbäumen zu erkennen. Der Manager und die Verantwortlichen des Vereins wollen sich nun ein paar Tage Zeit nehmen und ein Profil für den neuen Trainer erstellen. Mögliche Namen kommentierte Michael Preetz nicht. „Wir nehmen uns die Zeit die wir brauchen, erstellen erst einmal ein Anforderungsprofil.“
Heine nur übergangsweise
Übergangsweise wird der Trainer der U23, Karsten Heine, das Training übernehmen. Heine hat dies schon einige Male gemacht. Auch am Donnerstag in der Europa League wird der 54-Jährige auf der Bank sitzen. Preetz stellte aber klar, dass „Heine das nur übergangsweise macht, und danach wieder die zweite Mannschaft übernimmt“. Gegen den Hamburger SV am kommenden Sonntag soll dann möglicherweise schon der neue Trainer auf der Bank Platz nehmen.
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