Spielbericht Bundesliga: Hertha BSC – SC Freiburg

Für den Hauptstadtklub sieht es momentan ganz düster aus. Im Bundesliga-Kellerduell konnte nur der Gast, der SC Freiburg, jubeln, denn der Gastgeber war in der Defensive total überfordert und verlor letztendlich klar mit 0:4.

Hertha, die Zweite: Artur Wichniarek (firo)
(rb) Berlin. Man blickte gespannt nach Berlin und erwartete einen harten Abstiegsfight, denn die Berliner jedoch nicht annahmen. Passivität im Abwehrverhalten und fehlende Durchschlagskraft in der Offensive waren die Gründe für die deutliche 0:4 Niederlage. Wenn man so, vor allem zuhause, weiterspielt, wird man nicht so schnell aus dem Tabellenkeller herauskommen.

PERSONAL & TAKTIK

Die Hertha musste gegenüber dem letzten Spieltag in der Abwehr umstellen, nachdem klar war, dass Stammtorhüter, Jaroslav Drobny, ausfallen würde. Sascha Burchert ersetzte den verletzten Keeper. Marco Stein bekam seine Chance und Arne Friedrich kehrte wieder in die Mannschaft zurück. Auch Maximilian Nicu und Raffael durften wieder von Beginn an spielen.

Die Gäste aus Freiburg traten im Vergleich zur Heimniederlage fast unverändert an. Nur Cedric Makiadi durfte, anstelle von Julian Schuster, wieder von Beginn an spielen. Ansonsten vertraute Trainer Robin Dutt überraschenderweise auf die gleiche Aufstellung, vor allem weil die Defensive in den letzten Spielen sehr fehleranfällig war.

SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE

Das Spiel begann temporeich und die Gäste waren von Anfang an gefährlich. Schon in der sechsten Minute gab es dann den Führungstreffer. Mohamadou Idrissou kam nach einer Kombination auf der linken Seite in den Sechzehner, spielte die Abwehr schwindelig und legte auf Banovic ab, der den Ball aus elf Metern im Tor versenkte. Die Hertha konnte sich nicht erholen und sechs Minuten später klingelte es erneut. Der überragende Ivica Banovic spielt einen perfekten Ball auf  Cedric Makiadi, der frei vor Sascha Burchert auftauchte und  trocken einschob. Das Tor hätte jedoch nicht zählen dürfen, denn Makiadi stand im Abseits!

Die Berliner bemühten sich und hatten mehr Ballbesitz, doch die Gäste waren spritziger und zielstrebiger. Vor allem in der Defensive waren die Berliner sehr instabil und zu passiv. So fiel auch noch das entscheidende 0:3 in der 42. Minute. Ein Abschlag von Simon Pouplin ging an allen vorbei und landete letztendlich bei Idrissou, der sofort reagierte und den Ball aus 11 Metern ins Tor hämmerte.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE

Die Berliner reagierten zur Halbzeit und tauschten zweimal. Die Hauptstädter wirkten jetzt aggressiver und erhöhten den Druck. Jedoch gute Möglichkeiten, wie ein Kopfball von Artur Wichniarek, konnten nicht verwertet werden. Weitere Distanzschüsse waren für den sicheren Schlussmann der Freiburger kein Problem. Auch seinen eigenen Fehler konnte Pouplin noch ausbessern und so kam es wie es kommen musste.

Der überragende kroatische Spielmacher, Banovic, hebelte im Doppelpass mit Idrissou die gesamte Berliner Abwehr aus und netzte locker aus kurzer Distanz gegen den machtlosen Burchert ein. Das war die endgültige Entscheidung. In der Schlussphase kamen beide Mannschaften noch zu einer guten Möglichkeit, doch am Resultat änderte sich nichts mehr.

SCHLÜSSELSPIELER & SZENEN

Die spielstarken Banovic und Idrissou waren nicht zu stoppen. Sie haben die Abwehr der Berliner nach Belieben auseinandergenommen und das Duo war an allen Treffer beteiligt. Das 0:2 aus Sicht der Berliner war schon die Vorentscheidung, denn danach war Berlin gezwungen die Räume zu öffnen, was die Freiburger gut ausnutzen konnten.

SPIELER DES SPIELS: Ivica Banovic

Der kroatische Spielmacher war heute überragend. Er war nicht zu halten, spielte geniale Pässe und war auch im Abschluss stark. Seine genialen Momente hebelten die Defensive der Gastgeber immer wieder aus und waren der Grund für die hohe Niederlage.

SCHIEDSRICHTER – Note: 4

Auch wenn Deniz Aytekin nicht allzu viel zu tun hatte, unterlief ihm und seinem Gespann ein entscheidender Fehler, denn der zweite Treffer der Gäste hätte nicht zählen dürfen, weil der Freiburger im Abseits war.

Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
 

SPIELNOTE: 5

Hätten die Berliner für das Spiel mehr getan, dann wäre es ein besseres Spiel geworden. Doch die defensive Orientierungslosigkeit war schon erschreckend. Trotz der guten Leistung der Gäste, hätte die Hertha sich nicht so auseinandernehmen lassen dürfen.

Das Spiel in der Goal.com-Statistik
 
FAZIT

Die Freiburger können erstmals durchatmen und können dem nächsten Spiel entspannter entgegenblicken, während es für die Berliner düster aussieht. Mit solchen Leistung wird es schwer sein, die Klasse zu halten.

Eure Meinung: Wie habt Ihr das Spiel zwischen Berlin und Freiburg gesehen?


 
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