Hoffenheim und Gladbach, zwischen Lernprozess und Aufholjagd

Der Hurra-Fußball der letztjährigen Bundesliga-Hinrunde scheint bei 1899 Hoffenheim zurückzukehren. Nach dem 4:2-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach haben die Kraichgauer ihre Aufholjagd fortgesetzt. Bei den „Fohlen“ war die Bundesliga-Partie am 6. Spieltag wohl mit einem kleinen Lernprozess verbunden.

1899 Hoffenheim siegt mit 3:2 gegen Wolfsburg, Marvin Compper steigt auf den Zaun (firo)
(sh) Mönchengladbach. Die 86. Minute bedeutete für 1899 Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag den Wendepunkt in einer bis dahin schon spannenden Bundesliga-Partie: Vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit kamen die Kraichgauer zum 2:2-Ausgleichstreffer und strebten in der Folgezeit einen wahren Fünf-Minuten-Sprint an. Innerhalb von nur fünf Minuten drehten die Hoffenheimer einen 1:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg.

Lernprozess bei der Borussia

Die Laune bei Borussia Mönchengladbach war nach dieser bitteren Niederlage verständlicherweise am Tiefpunkt angekommen. Immerhin fehlten nach dem 2:2-Ausgelichstreffer auch nur noch dreieinhalb Minuten zum Unentschieden. Das Suchen nach Erklärungen für die Nachlässigkeiten in der dramatischen Schlussphase der Bundesliga-Partie endete mit vielen Fragezeichen, denn immerhin trennten die Borussia nur wenige Sekunden von einem Sieg oder von einem Unentschieden. VfL-Trainer Michael Frontzeck gab sich auch einen Tag nach der 2:4-Niederlage noch frustriert: „Ärgerlich, so darf man ein Spiel in den Schlussminuten nicht aus der Hand geben.“ Nach der ersten Heimniederlage dieser Saison, befindet sich die Borussia wohl noch in einem Lernprozess. „Mit der Erfahrung wird meine Mannschaft auch lernen, mit solchen Situationen, wie gestern jene in der Schlussphase, besser umzugehen“, so Frontzeck am Sonntagvormittag.

Aufholjagd erfolgreich fortgesetzt

Den Lernprozess „Bundesliga“ hat 1899 Hoffenheim offenbar erfolgreich beendet. Nachdem sich die Mannschaft in der Rückrunde der letztjährigen Saison einige negative Lehrbeispiele und viele Niederlage abholen musste, scheint nun der Hurra-Fußball wieder Einzug erhalten zu haben. Beim fünfmaligen deutschen Meister feierte der Herbstmeister der Vorsaison nicht nur einen grandiosen 4:2-Erfolg, sondern auch einen weiteren erfolgreichen Schritt bei der eigenen Aufholjagd. Mit elf Punkten auf dem Konto und dem aktuellen vierten Tabellenplatz können die Kraichgauer auf ruhige Tage blicken.


 
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