Vorschau Bundesliga: VfB Stuttgart – 1. FC Köln

Die Stimmung ist beim VfB Stuttgart nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen die Glasgow Rangers im Keller. Nun treffen die Schwaben mit dem 1. FC Köln auf ein Team, das ebenfalls schon früh in der Saison seine erste Krise durchlebt. Zwar spielten die Rheinländer nie richtig schlecht, aber der Fußball ist ein Ergebnis-Sport und aus dieser Sicht überzeugte der FC keineswegs. Nun müssen beide Mannschaften also im direkten Vergleich siegen, sonst droht eine ganz stürmische Woche, bei der dann einiges möglich zu sein scheint. Denn eines ist auch klar: Zumindest in Köln wird man nicht sehr lange nur zuschauen und auf die Wende vergeblich warten. Handeln ist angesagt!

Pedro Geromel, 1. FC Köln (firo)

Von Dennis WEINACHT

Stuttgart. Viel schlimmer hätten sich die Fans des 1. FC Köln den Saisonstart kaum vorstellen können. Der letzte Tabellenplatz nach fünf Spieltagen und bisher nur ein gewonnener Punkt sorgten in der Domstadt für Ernüchterung. Beim VfB Stuttgart lief es in der Liga zuletzt ebenfalls alles andere als rund und in der Champions League wollte der Auftakt mit dem Remis gegen den schottischen Rekordmeister auch nicht gelingen.

PERSONAL & TAKTIK

Beide Mannschaften werden in einem 4-4-2-System agieren. Der VfB Stuttgart setzt dabei vermutlich auf die selbe Mannschaft, die schon in der „Königsklasse“ ran durfte. Im Moment sieht es nicht danach aus, als würde Trainer Markus Babbel Änderungen in Betracht ziehen. Er will dem selben Team das Vertrauen schenken und mit einer zuletzt schwächelnden Mannschaft aus dem Tief herauskommen.

Bei den Gästen aus Köln sieht das recht ähnlich aus. Womé fällt nach wie vor aus, weshalb Brecko auf der linken Seite verteidigt. Für ihn darf Schorch auf der rechten Abwehrseite ran. Ebenfalls nicht mit von der Partie wird Chihi sein, der seinen Vertreter in Sebastian Freis beobachten wird. Dieser soll dann das offensive Spiel seiner Mannschaft antreiben und die Stürmer Novakovic und Podolski unterstützen.

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FORMKURVE & AUSGANGSLAGE

Zuletzt überzeugten beide Mannschaften nicht. Dabei hatten sie recht ähnliche Probleme: Die spielerischen Auftritte waren nie schlecht, aber gepunktet wurde trotzdem nur in sehr geringem Maße. So siegte der 1. FC Köln in der Liga noch gar nicht, holte nur beim Remis gegen die Eintracht aus Frankfurt einen Zähler. In den letzten beiden Spielen gegen den Hamburger SV (1:3) und den FC Schalke 04 (1:2) zeigte die Mannschaft vom Rhein erneut gute Ansätze, punktete aber eben wieder nicht. Der VfB Stuttgart konnte auf der Gegenseite nur einen Sieg einfahren und enttäuschte ansonsten in der Liga oft. Zuletzt gab es eine etwas unglückliche 1:3-Niederlage gegen den Hamburger SV. Zuvor war für die Fans ein trostloses 0:0-Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg mehr Qual denn Fußball. Das muss bei den Schwaben nun wieder besser werden. Insgesamt ist aber klar: Beide Mannschaften wollen endlich die Wende zum Guten einläuten.

DER DIREKTE VERGLEICH

In der Statistik führt der 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart ganz klar. Von 76 direkten Duellen gewannen die „Geißböcke“ stolze 31 Spiele. Nur 24 gingen verloren überraschend viele Begegnungen endeten mit einem Remis (21). In der letzten Saison ging es aber nicht gerade eng zu. Es siegte jeweils die Gastelf, wobei die Kölner mit 3:1 im Hinspiel überraschten und Stuttgart das Rückspiel mit 3:0 für sich entschied. Den letzten Bundesliga-Heimsieg gegen Köln feierte der VfB übrigens im Jahr 1996 (4:0). Nach Auffassung der Schwaben ist das nun schon lange genug her. Ob der Bann gebrochen werden kann?

DIE SCHLÜSSELSPIELER

Beim VfB Stuttgart und beim 1. FC Köln soll das Mittelfeld endlich seine kreativen Seiten zeigen können. So wollen die Schwaben einen Aliaksandr Hleb in Top-Form sehen und der 1. FC Köln möchte sich endlich an einem starken Duo Petit/Maniche erfreuen. Es wird sehr wichtig sein, welche Kreativ-Abteilung dieses Mal besser in Form ist. In letzter Instanz geht es dann aber natürlich auch im Sturm um einiges. Beide Teams haben sehr gute Angreifer, die nun auch mit Toren ihre Qualitäten unter Beweis stellen möchten.

DAS DUELL DES SPIELS

Jens Lehmann vs. Lukas Podolski – Diese beiden Kicker werden sicherlich im Verlaufe des Spiels immer wieder aneinander geraten und das wird besonders interessant sein. Denn zum einen kennen sie sich aus der Nationalmannschaft, zum anderen gehören sie zu den besten Spielern der Bundesliga. Einen Punktsieger wird es am Ende sicher geben. Beide sind sehr hitzköpfige Spieler und vielleicht gibt es ja sogar den ein oder anderen Ausraster auf dem Platz. Sportlich hängt aber in jedem Fall sehr viel von diesen beiden Akteuren ab.

AUFGESPIESST

Markus Babbel (Trainer, VfB Stuttgart): „Der FC muss und will ebenfalls punkten und will aus dem Tabellenkeller. Dies ist eine sehr gefährliche Situation, denn sie haben nichts zuverlieren. Sie können frei aufspielen und sind somit gefährlicher denn je. Wir müssen extrem konzentriert sein um hier nicht ins offene Messer zu laufen und einen frühen Rückstand zu bekommen.“

Christopher Schorch (Verteidiger, 1. FC Köln): „Wir sagen immer „wir müssen gewinnen, wir müssen gewinnen“, aber wir müssen die Antwort jetzt auf dem Platz geben und nicht durch die Medien.“

PROGNOSE

In einer engen Partie wird am Ende die Chancenverwertung wichtig sein. Da sich beide Teams dabei die Stirn bieten, endet das Spiel letztlich mit einem gerechten 2:2-Unentschieden. Das hilft keinem Verein so recht weiter, aber es wirft auch keinen weiter zurück. Und für Köln ist es immerhin ein Punktgewinn auf dem Weg nach vorne. Denn bei einer Niederlage droht sogar das Verlieren des Anschlusses an die Nicht-Abstiegsplätze!

Eure Meinung: Wer kann sich in diesem Duell durchsetzen?



 
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