Hertha BSC steckt in der Krise

Hertha BSC steckt nach der vierten Pleite in Folge in der größten Krise seit Jahren. Wohin der Weg in den kommenden Wochen führt, ist völlig unklar.

Hertha, die Zweite: Artur Wichniarek (firo)
(ab) Berlin. Seit Samstagabend ist klar: Hertha BSC steckt in der Krise. Die 1:2-Niederlage gegen Mainz 05 war die vierte in Folge. „Es ist schwierig, diese Niederlage zu akzeptieren. Wir hatten eigentlich alles im Griff“, sagte Hertha-Trainer Lucien Favre. Eine Viertelstunde vor Schluss führten die Berliner noch mit 1:0, dann schlug Mainz zweimal zu.

Kunst verloren


Die Kunst ein knappes Ergebnis über die Zeit zu retten, welche Hertha in der letzten Saison perfektioniert hatte, ist verloren gegangen. Überhaupt: In der letzten Saison lief alles besser, lange Zeit spielten die Berliner um die Meisterschaft mit. Alles schön und gut, doch der Vergleich mit dem überraschend guten Abschneiden in der letzten Saison muss vorbei sein, denn das hilft weder dem Verein noch der Mannschaft weiter.

Krisensitzung in Berlin


Nach dem schlechtesten Start seit sechs Jahren gab es am Sonntag eine Krisensitzung in Berlin. Zwei Stunden lang diskutierten Manager Michael Preetz, Trainer Favre und die Führungsspieler Arne Friedrich, Pal Dardai und Jaroslav Drobny miteinander, und sprachen über die momentane Situation. Hertha steht nach fünf Spieltagen auf dem vorletzten Platz in der Bundesliga.

Friedrich spricht vom Abstieg


Vom Abstiegskampf zu sprechen, ist nach fünf Spieltagen zu verfrüht, wobei Arne Friedrich sagt: „Wir stecken im Abstiegskampf, die Lage ist prekär. Wir haben gegen direkte Konkurrenten schon neun Punkte liegen lassen, die können wir nicht mehr holen. Jetzt müssen wir ganz schnell punkten.“ Man muss Hertha zugute halten, dass gegen Mainz mit Kacar, Raffael und Friedrich drei Leistungsträger fehlten und Neuzugang Kringe schon nach zwölf Minuten verletzt vom Platz musste.

Wichniarek fehl am Platz


Hertha fehlt momentan die Qualität, um diese Ausfälle zu kompensieren. Neuzugang Artur Wichniarek, von dem sich Hertha viel erhofft hatte, spielte gegen Mainz erneut schwach. Am Donnerstag in der Europa League gegen Ventspils, muss der Pole wohl für den anderen neuen Stürmer, Adrian Ramos, Platz machen. Ein Sieg gegen Ventspils und ein Erfolg gegen den SC Freiburg drei Tage später, sind für Hertha enorm wichtig. Verlieren die Berliner erneut, wird das Ausmaß der Krise nur noch größer.

Eure Meinung: Wie seht Ihr Herthas derzeitige Lage?



 
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