„Habe zwei Spiele gesehen“ - Die Stimmen zur Niederlage des VfL Wolfsburg

Zufrieden war bei den Niedersachsen am Ende niemand, auch wenn die 2:3-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen letztlich noch fast gedreht worden wäre. Von einer Krise wollte aber nach dem Match keiner sprechen. Bei den Gegnern herrschte hingegen eine sehr gute Stimmung nach dem vierten Erfolg in Serie.

Armin Veh - Hamburger SV

(dw) Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg verliert auch gegen Bayer 04 Leverkusen und damit das dritte Spiel in Folge. Auch deshalb konnte am Ende natürlich keiner bei den Niedersachsen jubeln. Hier die Stimmen zum Spiel.

„Habe zwei Spiele gesehen“

Armin Veh (Trainer, VfL Wolfsburg): „Ich habe heute zwei Spiele gesehen: Das erste, bei dem wir Leverkusen im Griff hatten, uns gute Chancen erspielt haben und hinten gut standen. Dann das zweite Spiel, nach der Roten Karte. Das war spielentscheidend. Wir haben dann relativ schnell das Tor bekommen, und Leverkusen war mit der Überzahl besser. Dann haben wir einen dummen Elfmeter produziert, und du bist auf einmal 3:0 hinten. Trotzdem hat die Mannschaft nie aufgegeben und bis zur letzten Minute gekämpft. Dafür ein Kompliment an meine Spieler.“

„Alle saus dem Körper rausgeholt“

Jupp Heynckes (Trainer, Bayer 04 Leverkusen): „Meine Mannschaft hat am Ende Ermüdungserscheinungen gezeigt. Die erste Halbzeit war ein taktisches Abtasten mit sehr viel Vorsicht. Dann sind wir mit der Überzahl in Führung gegangen. Wir haben dann auch schnell das 2:0 und 3:0 gemacht, aber versäumt, das 4:0 zu erzielen. Als die Wolfsburger dann den Anschlusstreffer erzielten, sind wir noch mal in Bedrängnis geraten. Sie haben uns dann unter Druck gesetzt, und am Ende waren wir froh, dass wir 3:2 gewonnen haben. Kompliment an die Spieler! Sie haben alles aus ihrem Körper herausgeholt, obwohl viele müde waren. Das Ergebnis war in dieser Phase ganz wichtig.“

„Nicht von einer Krise sprechen“

Zvjezdan Misimovic (Mittelfeldspieler,VfL Wolfsburg): „Das Spiel haben wir uns heute natürlich anders vorgestellt. Wir sind einem Rückstand hinterher gelaufen, der einfach zu groß war. Einen 0:3-Spielstand noch zu drehen, ist natürlich schwierig. Wir sind als Deutscher Meister die Gejagten, jede Mannschaft ist gegen uns hoch motiviert. Das ist im Moment nicht leicht. Ich würde aber dennoch nicht von einer Krise sprechen, sondern nur von einer schlechten Phase.“

„Müssen nach vorne schauen“

André Lenz (Torhüter, VfL Wolfsburg): „In so einem Moment eingewechselt zu werden, ist natürlich immer etwas plötzlich. Ich habe versucht, schnell ins Spiel zu kommen und mich zu konzentrieren. Das ist mir, denke ich, ganz gut gelungen. Mir war bewusst, dass wir gegen eine der technisch stärksten Mannschaften der Liga spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie man es von uns kennt: aggressiv in den Zweikämpfen und zügig nach vorne. Nach dem 0:3 haben wir gezeigt, dass Kraft und Moral bei uns in Ordnung sind. Wir müssen die letzte halbe Stunde als Anlass nehmen, nach vorne zu schauen.“

Eure Meinung: Stimmt Ihr den Protagonisten zu?



 
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