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Borussia Dortmund: Des einen Freud', des anderen Leid
Im Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart (1:1) durfte Dortmunds Mats Hummels endlich wieder zeigen, was er kann.
(en) Dortmund. In dieser Saison gehörte der 20-Jährige bisher nicht zur Startelf und wartete daher bereits ungeduldig auf seine Möglichkeit, sich zu beweisen. Gegen die Schwaben musste Mats Hummels dann plötzlich kalt durchstarten, wurde er doch bereits in der vierten Spielminute eingewechselt.
Starker Zweikämpfer
Und der Defensivspieler wusste zu überzeugen: Mit starker Zweikampfführung unterband er als 6er im defensiven Mittelfeld viele Stuttgarter Angriffsbemühungen bereits im Ansatz: Laut BVB-Homepage bestritt Hummels nicht nur die meisten direkten Duell aller Akteure auf dem Platz, sondern erzielte mit beeindruckenden 76 Prozent gewonnener Zweikämpfe auch noch einen Bestwert in dieser Partie.
Konkurrenzkampf mit Santana
Doch Hummels beschränkte sich nicht auf seine Defensivaufgaben, sondern setzte auch nach vorne Akzente: So hatte er Pech bei einem Kopfball in der Anfangsphase der zweiten Hälfte, der nur knapp über die Latte strich und fast das 2:1 für Borussia Dortmund bedeutet hätte. Dennoch: Für Hummels, der vor dieser Saison als frischgebackener U-21-Europameister ins Training einstieg, könnte diese Partie den Schritt zurück zum Stammspieler bedeutet haben. Denn nachdem ihn eine Verletzung zu einer halbjährigen Pause gezwungen hatte, überzeugte in der Rückrunde Innenverteidiger-Kollege Felipe Santana als sein Stellvertreter neben Neven Subotic. Kein Grund also für Trainer Jürgen Klopp, zur neuen Saison eine Änderung vorzunehmen.
Droht Subotic nach Ellenbogenstoß gegen Lehmann Sperre?
Nicht zum ersten Mal bewies Hummels gegen den VfB, dass die Frage jedoch nicht zwangsläufig Santana oder Hummels lauten muss. Denn offenkundig fühlt sich der frühere Bayern-Spieler auch im defensiven Mittelfeld derart wohl, dass auch hier Verwendung für ihn besteht. Sollte allerdings Subotic nach seinem Ellenbogenstoß gegen Stuttgarts Keeper Jens Lehmann nachträglich gesperrt werden (der DFB-Kontrollausschuss hat bereits gegen beide Ermittlungen eingeleitet), könnte Hummels auch in die Abwehrzentrale zurückkehren.
Pech für formstarken Tinga
Möglich wurde Hummels Einsatz gegen den VfB allerdings erst aufgrund einer Verletzung von Teamkollege Tinga: Der Brasilianer musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss früh das Spielfeld verlassen. Dabei war Tinga selbst erst für den verletzten BVB-Kapitän Sebastian Kehl in die erste Elf gerutscht, nachdem er vor der Saison bereits als möglicher Wechselkandidat galt. Pech für ihn: In seinen bisherigen Einsätzen hatte auch der 31-Jährige mit ansprechenden Leistungen seine Ambitionen auf einen Platz in der Startformation untermauert, so dass ihn die Zwangspause doppelt ärgern dürfte. Sobald Jürgen Klopp wieder alle Spieler einsatzbereit zur Verfügung stehen, hat der Coach jedenfalls die personelle Qual der Wahl...
Eure Meinung: Wer ist Dortmunds stärkster 6er: Sebastian Kehl, Tinga oder Mats Hummels?
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