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Vorschau Bundesliga: 1. FC Nürnberg – Hannover 96
Es steht der dritte Spieltag an und die beiden Kontrahenten wollen endlich den ersten Dreier landen. Hannover muss sich auf Trainersuche begeben.
Von Christoph VOGEL
Nürnberg. Eine Niederlage und ein Unentschieden stehen jeweils für den 1. FC Nürnberg und Hannover 96 zu Buche. Der Aufsteiger will nach der Niederlage aus der ersten Partie gegen Schalke nun die Fans im heimischen easyCredit Stadion mit dem ersten Dreier beglücken, während in Hannover der Trainer abdankte: Dieter Hecking nahm gestern Abend seinen Hut und ist nicht mehr im Amt.
Personal & Taktik
Trainer Michael Oenning könnte nun auf ein neues Sturmduo setzen, denn der Schweizer Neuzugang Albert Bunjaku traf bei seinem Debut gegen Frankfurt und war auch sonst ein Aktivposten nach seiner Einwechslung für Eigler. Ansonsten dürfte Oenning auf die Elf vom letzten Spieltag vertrauen, in der sich Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier immer mehr in den Vordergrund spielt.
Mit Sofian Chahed aus Berlin fand ein weiterer Neuzugang den Weg zu 96. Hecking sagte noch zum Rechtsverteidiger, er sei „eine Alternative für Nürnberg“ und könnte den jungen Schmiedebach auf der Abwehrseite verdrängen. Ein auffälliges Debut feierte der neue Stürmer Didier Ya Konan: Der Ivorer, von Rosenberg Trondheim aus Norwegen gekommen, agierte bei seinen Großchancen allerdings sehr unglücklich und blieb ohne Treffer. Da Mike Hanke völlig außer Form und Forssell verletzt ist, wird der 25-jährige wohl auch in Nürnberg in der Startformation stehen.
Formkurve & Ausgangslage
Zeigte Nürnberg schon beim Auftaktspiel gegen Schalke gute Ansätze, reichte es gegen Frankfurt zum ersten Punktgewinn der Saison. Keeper Schäfer ist wie in der Aufstiegssaison ein starker Rückkhalt und Bunjaku scheint ein guter Griff zu sein. In Hannover allerdings herrscht Unruhe: Hecking zog die Konsequenzen aus den Misserfolgen und der Kritik der Fans und trat zurück. Gegen Mainz waren die 96 in der ersten Hälfte zwar klar überlegen, aber die Chancenverwertung bleibt ein großer Makel. Der einzige Treffer fiel aus elf Metern: Stajner traf per Strafstoß. Für beide Mannschaften gilt es nun, den ersten Dreier der Saison einzufahren und einem direkten Konkurrenten keine Punkte zu überlassen.
Der direkte Vergleich
Das letzte Duell aus der Saison 2007/08 konnte Hannover mit 2:1 für sich entscheiden: Bruggink und Huszti trafen für die 96er, für Nürnberg glich damals ein gewisser Misimovic kurzzeitig aus. Eine Saison zuvor sah es noch ganz anders aus: Sowohl in der Bundesliga (3:1 und 3:0), als auch im DFB-Pokal (3:0) konnte die damals von Hans Meyer trainierte Elf der Clubberer die Hannoveraner recht deutlich besiegen.
Die Schlüsselspieler
Peer Kluge spielt meist unauffällig, doch das heißt in seinem Falle nichts negatives: Als defensiver Mittelfeldspieler ist er die letzte Instanz vor der Abwehrkette und bereinigt viele Angriffsaktionen des Gegners schon im Ansatz. Hinter ihm halten der starke Andreas Wolf und der aufstrebende Youngster Diekmeier die Defensive zusammen.
Im verletzungsgeplagten Kader von Hannover ist Robert Enke der Turm in der Schlacht. Haggui und Schulz bilden vor ihm eine gute Innenverteidigung. Im Angriff muss der Interimscoach auf Ya Konan vertrauen, da Schlaudraff und Forssell verletzt sind und Hanke noch formschwach ist.
Das Duell des Spiels
Der ehemalige Torschützenkönig Marek Mintal hat für Nürnberg auch in der aktuellen Saison bereits einmal eingenetzt und würde am besten direkt damit weitermachen, doch Robert Enke wird sich ihm in den Weg stellen. Der Nationaltorhüter ist gewohnt stark und die einzige echte Konstante im Team der Niedersachsen. Trifft Mintal, könnte das schon den Sieg bedeuten, denn Hannover zeigte sich zuletzt im Angriff nicht treffsicher.
Aufgespiesst
Martin Kind (Präsident Hannover 96): „Ich habe Dieter Hecking als einen besonderen Menschen und Trainer kennen und schätzen gelernt. Wir wollten nach einer schwierigen Saison jetzt gemeinsam einen erfolgreichen Neustart einleiten. Das ist uns nicht gelungen.“
Die Prognose
Es könnte ein Spiel auf Zeit werden, denn mit einem weiteren Unentschieden wird sich zumindest Nürnberg nicht zufrieden geben. Gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um die unteren Plätze zählt eigentlich ein Sieg doppelt, sodass der Club auf eine kontrollierte Offensive setzen wird. Hannover kriegt seine Chancenauswertung (noch) nicht in den Griff und muss in den Schlussminuten um den Punkt zittern, doch es bleibt bei einem weiteren Remis.
Eure Meinung: Nürnberg oder Hannover – kann sich eines der beiden Teams in diesem Jahr aus dem Abstiegskampf heraushalten?
Nürnberg. Eine Niederlage und ein Unentschieden stehen jeweils für den 1. FC Nürnberg und Hannover 96 zu Buche. Der Aufsteiger will nach der Niederlage aus der ersten Partie gegen Schalke nun die Fans im heimischen easyCredit Stadion mit dem ersten Dreier beglücken, während in Hannover der Trainer abdankte: Dieter Hecking nahm gestern Abend seinen Hut und ist nicht mehr im Amt.
Personal & Taktik
Trainer Michael Oenning könnte nun auf ein neues Sturmduo setzen, denn der Schweizer Neuzugang Albert Bunjaku traf bei seinem Debut gegen Frankfurt und war auch sonst ein Aktivposten nach seiner Einwechslung für Eigler. Ansonsten dürfte Oenning auf die Elf vom letzten Spieltag vertrauen, in der sich Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier immer mehr in den Vordergrund spielt.
Mit Sofian Chahed aus Berlin fand ein weiterer Neuzugang den Weg zu 96. Hecking sagte noch zum Rechtsverteidiger, er sei „eine Alternative für Nürnberg“ und könnte den jungen Schmiedebach auf der Abwehrseite verdrängen. Ein auffälliges Debut feierte der neue Stürmer Didier Ya Konan: Der Ivorer, von Rosenberg Trondheim aus Norwegen gekommen, agierte bei seinen Großchancen allerdings sehr unglücklich und blieb ohne Treffer. Da Mike Hanke völlig außer Form und Forssell verletzt ist, wird der 25-jährige wohl auch in Nürnberg in der Startformation stehen.
Formkurve & Ausgangslage
Zeigte Nürnberg schon beim Auftaktspiel gegen Schalke gute Ansätze, reichte es gegen Frankfurt zum ersten Punktgewinn der Saison. Keeper Schäfer ist wie in der Aufstiegssaison ein starker Rückkhalt und Bunjaku scheint ein guter Griff zu sein. In Hannover allerdings herrscht Unruhe: Hecking zog die Konsequenzen aus den Misserfolgen und der Kritik der Fans und trat zurück. Gegen Mainz waren die 96 in der ersten Hälfte zwar klar überlegen, aber die Chancenverwertung bleibt ein großer Makel. Der einzige Treffer fiel aus elf Metern: Stajner traf per Strafstoß. Für beide Mannschaften gilt es nun, den ersten Dreier der Saison einzufahren und einem direkten Konkurrenten keine Punkte zu überlassen.
Der direkte Vergleich
Das letzte Duell aus der Saison 2007/08 konnte Hannover mit 2:1 für sich entscheiden: Bruggink und Huszti trafen für die 96er, für Nürnberg glich damals ein gewisser Misimovic kurzzeitig aus. Eine Saison zuvor sah es noch ganz anders aus: Sowohl in der Bundesliga (3:1 und 3:0), als auch im DFB-Pokal (3:0) konnte die damals von Hans Meyer trainierte Elf der Clubberer die Hannoveraner recht deutlich besiegen.
Die Schlüsselspieler
Peer Kluge spielt meist unauffällig, doch das heißt in seinem Falle nichts negatives: Als defensiver Mittelfeldspieler ist er die letzte Instanz vor der Abwehrkette und bereinigt viele Angriffsaktionen des Gegners schon im Ansatz. Hinter ihm halten der starke Andreas Wolf und der aufstrebende Youngster Diekmeier die Defensive zusammen.
Im verletzungsgeplagten Kader von Hannover ist Robert Enke der Turm in der Schlacht. Haggui und Schulz bilden vor ihm eine gute Innenverteidigung. Im Angriff muss der Interimscoach auf Ya Konan vertrauen, da Schlaudraff und Forssell verletzt sind und Hanke noch formschwach ist.
Das Duell des Spiels
Der ehemalige Torschützenkönig Marek Mintal hat für Nürnberg auch in der aktuellen Saison bereits einmal eingenetzt und würde am besten direkt damit weitermachen, doch Robert Enke wird sich ihm in den Weg stellen. Der Nationaltorhüter ist gewohnt stark und die einzige echte Konstante im Team der Niedersachsen. Trifft Mintal, könnte das schon den Sieg bedeuten, denn Hannover zeigte sich zuletzt im Angriff nicht treffsicher.
Aufgespiesst
Martin Kind (Präsident Hannover 96): „Ich habe Dieter Hecking als einen besonderen Menschen und Trainer kennen und schätzen gelernt. Wir wollten nach einer schwierigen Saison jetzt gemeinsam einen erfolgreichen Neustart einleiten. Das ist uns nicht gelungen.“
Die Prognose
Es könnte ein Spiel auf Zeit werden, denn mit einem weiteren Unentschieden wird sich zumindest Nürnberg nicht zufrieden geben. Gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um die unteren Plätze zählt eigentlich ein Sieg doppelt, sodass der Club auf eine kontrollierte Offensive setzen wird. Hannover kriegt seine Chancenauswertung (noch) nicht in den Griff und muss in den Schlussminuten um den Punkt zittern, doch es bleibt bei einem weiteren Remis.
Eure Meinung: Nürnberg oder Hannover – kann sich eines der beiden Teams in diesem Jahr aus dem Abstiegskampf heraushalten?
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