Der BVB und der Fall Kringe

Es ist eine blöde Situation für alle Beteiligten: Der Spieler möchte spielen – und darf nicht. Der Verein braucht den Spieler nicht mehr – und wird ihn nicht los. Und die Interessenten wollen den Spieler – und können ihn sich nicht leisten.

Bundesliga: FC Energie Cottbus - Borussia Dortmund, Dimitar Rangelov und Florian Kringe (firo)
(db) Dortmund. Die Situation ist für Florian Kringe von Borussia Dortmund nicht einfach: Bei den bisherigen drei Pflichtspielen in dieser Saison stand der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler nicht im Kader der Schwarz-Gelben. Ein klares Zeichen, dass Trainer Jürgen Klopp in Zukunft nicht mehr auf den 27-Jährigen baut. An ihm sind in der Vorbereitung unbekanntere Konkurrenten wie Yasin Öztekin oder Kevin Großkreutz in der internen Hierarchie vorbeigezogen.

Kringe auf dem Sprung

„Es besteht eine gewisse Gefahr, wenn man nicht die erste Geige spielt, zum Springer zu werden“, erklärte Kringe schon vor einigen Monaten auf der BVB-Webseite. Und auf dem Sprung scheint der Linksfuß jetzt auch zu sein – zu einem Ligakonkurrenten. Positiv für Kringe bleibt zu vermerken, dass sich andere Klubs für ihn interessieren. Negativ für die Dortmunder ist, dass es sich mit dem 1. FC Köln und Hertha BSC um zwei Teams handelt, die nicht gerade mit ihren Kontoauszügen protzen können.

Angebote zu niedrig

In Köln spielte Kringe schon einmal von 2002 bis 2004. Der FC möchte ihn gerne für diese Saison ausleihen, aber angeblich nicht das komplette Gehalt übernehmen. „Nicht nachvollziehbare Gründe“, gab FC-Manager Michael Meier am vergangenen Wochenende an, als sich die Kölner schließlich eine Absage vom BVB eingehandelt hatten. Und auch die Hertha hätte nur etwa 1,5 Millionen Euro Ablöse zu bieten, um Kringe in die Hauptstadt zu locken.

Zwei Wochen Zeit

Noch ist der Transfermarkt zwei Wochen geöffnet und die Dortmunder können eine Lösung im Fall Kringe finden. Gelingt ein Wechsel nicht, dann ist zu befürchten, dass ein Ur-Dortmunder und guter Fußballspieler in der Versenkung verschwindet.

Eure Meinung: Wie wird sich der Fall Kringe entwickeln?


 
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