Einwurf: Schalker Tabellenführung heißt nichts

Magath-Mania in der Bundesliga! Zwei von ihm „gequälte“ Teams führen souverän torgleich und punktgleich die Tabelle an, der „Ex“ Wolfsburg ebenso wie sein „Neuer“ Schalke 04. Ohne Frage, so sieht die Handschrift eines Erfolgstrainers aus. Dennoch sollten die Knappen jetzt nicht abheben.

Schalker Jubel beim souveränen Sieg gegen Energie Cottbus (firo)

Kommentiert von François DUCHATEAU

Gelsenkirchen. Zwei Siege, sechs Punkte, punktgleich Platz eins. Besser hätte Schalke 04 nicht in die neue Saison starten können.

Lange sah es nach einem schwierigen Jahr aus

Von so einem Szenario hätten die Gelsenkirchener vor Saisonbeginn nur träumen können. Denn lange sah es nach einer „schwierigen“ Saison für Schalke aus. Kaum Geld da, die Saisonziele wurden vorsichtshalber nach unten korrigiert. Nach den zwei Auftakterfolgen ist sie wieder da, die Euphoriewelle, der Optimismus, der jahrzehntelange Wunsch nach der Meisterschale.

Auch Rutten war vergangenes Jahr zunächst Tabellenprimus

Doch Vorsicht Schalke, von dieser Momentaufnahme nicht beirren lassen. Zur Erinnerung: Auch letzte Saison unter Fred Rutten stand man zum Saisonbeginn auf dem ersten Tabellenplatz: am ersten, dritten sowie fünften Spieltag. Wie das Jahr verlief ist bestens bekannt. Königsblau erlebte eine Horrorsaison, dessen Scherben Felix Magath immer noch mühselig. aufkehrt.

Leichtes Auftaktprogramm

Doch nur weil Schalke an der Spitz ist, ist man noch lange keine Spitzenmannschaft. Man sollte nämlich Siege gegen Bochum und Nürnberg nicht überbewerten, auch wenn Schalkes neuer Jugendkult positive Früchte abwirft. Beide Gegner werden nämlich um den Abstieg kämpfen. Auch der kommende Gegner ist noch keine Spitzenmannschaft, die TSG Hoffenheim, wie die ersten Spieltage uns lehrten. Und danach folgen mit dem SC Freiburg und dem 1. FC Köln zwei Clubs die primär um die Klasse kämpfen.

Nicht zu viel von den Jungen erwarten

Natürlich muss man gerade solche „kleinen“ Gegner schlagen, wenn man am Ende sich oben festbeißen will. Aber aus dem anfänglichen königsblauen Höhenflug sollte man nun keine falschen Schlüsse ziehen. Denn, ob Moritz, Zambrano und Kenia auch gegen Ribery, Lahm und Gomez so brillieren, darf man von so jungen Kerlen eigentlich nicht erwarten. Erst wenn die „Knappen“ sich gegen solche Kaliber behaupten, dann darf offiziell geträumt werden.



 
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