Schlüsselszene? - Podolski und die 68. Minute

Der 1. FC Köln kann froh sein, denn mit Lukas Podolski ist der verlorene Sohn zurückgekehrt. Doch sein Comeback in der Bundesliga verlief weniger erfreulich, stattdessen musste sich sein Klub bereits mit der zweiten Saisonniederlage abfinden. Dabei hatte Podolski selbst den Matchball auf dem Fuß, verwandelte ihn jedoch nicht.

Podolski hat beim 1. FC Köln wieder die Hosen an (firo)
(sh) Köln. Die Freude kannte keinen Halte: Kurz nach 18 Uhr betrat Lukas Podolski den Rasen in Köln und die Fans begrüßten ihren verloren Sohn mit tosendem Applaus. Nach 1190 Tagen spielte „Prinz Poldi“ wieder für seinen Lieblingsclub, den 1. FC Köln. Die Lukas-Podolski-Festspiele konnten also am Samstagabend gegen den deutschen Meister VfL Wolfsburg beginnen. FC-Trainer Zvonimir Soldo setzte auf seine Sturmhoffnung gleich in der Startformation.

Die „Poldi“-Welt ist fast vollkommen

Lukas Podolski erlebte in den Anfangsminuten eine euphorische Atmosphäre und bemühte sich schon schnell, eine Bindung in das Spiel seiner Mannschaft zu bekommen. Als der 1. FC Köln dann noch nach dem Seitenwechsel mit 1:0 in Führung ging schien die „Poldi“-Welt fast vollkommen, einzig ein Tor des „Prinzen“ fehlte noch. Doch ausgerechnet zu diesem Treffer kam der FC-Angreifer nicht mehr, obwohl er zunächst nach einer Stunde das 2:0 auf dem Fuß hatte.

Diese 68. Minute, eine Schlüsselszene

Doch die beste Torchance sollte sich erst in der 68. Minute für  Lukas Podolski ergeben, als er den Ball sogar mit seinem starken linken Fuß hätte im gegnerischen Gehäuse unterbringen können – der FC-Konter wurde jedoch zu ungenau zu Ende gespielt und sein Schuss verfehlte das lange Eck und somit auch das große Glück. Es kam, wie es eigentlich kommen musste und der VfL Wolfsburg nutzte die steigende Überlegenheit fünf Minuten später zum 1:1-Ausgleich und siegte letztendlich mit 3:1. Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn Lukas Podolski das 2:0 erzielt hätte…

Das sagte Wolfsburgs Trainer Armin Veh zum Spiel und zu der Schlüsselszene von Podolski: „In den ersten 20 Minuten haben die Kölner richtig Gas gegeben. Dann haben wir ihnen in der zweiten Halbzeit das Tor geschenkt. Anschließend waren wir die spielbestimmende Mannschaft und haben unsere Chancen gut genutzt. Hätte Podolski aber das 2:0 gemacht, wäre es für uns sehr schwer geworden.“

Das sagte Lukas Podolski selbst zu seiner Heimpremiere: „Ich habe mich natürlich gefreut, endlich wieder zuhause in Köln zu spielen. Nach dem 1:0 sind wir in die Wolfsburger Konter gelaufen. Wir hätten das Spiel nicht aus der Hand geben dürfen. Das Ergebnis war insgesamt ungerecht, aber das bringt uns jetzt auch nicht weiter.“


 
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