Die Offensive der Fohlen macht den Unterschied

Dieses Wochenende ließ sich Borussia Mönchengladbach die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen und konnte das erste Heimspiel der Saison mit 2:1 für sich entscheiden.

Juan Arango, Monchelgladbach (FIRO)
(rb) Mönchengladbach. Der Sieg war letztendlich ein wenig glücklich, aber nicht unverdient. Die Abwehrreihe agierte kompakt und ließ die Angreifer der Berliner selten in den Strafraum eindringen. Im Mittelfeld konnte die Hertha ein Übergewicht entwickeln und hatte mehr Spielanteile als Gladbach, doch der Sieg ging dank einer effizienten Offensivleistung an die Gladbacher.

Arango lenkt und denkt

Der Spielmacher aus Venezuela konnte immer wieder für Entlastung sorgen und war mit Matmour sehr gefährlich. Während der Algerier durch seine Agilität und Schnelligkeit überzeugte, konnte Arango mit Distanzschüssen und exzellenter Technik immer wieder Akzente setzen. Auch der Sturm mit Neuerwerbung Bobadilla und Neuville war stets präsent und lauerte auf Chancen. Doch vor dem 1:0 war von diesem Offensivquartett relativ wenig zu sehen und erst ein Abwehrspieler konnte die Führung erzielen.

Brouwers der Goalgetter?

Der Innenverteidiger war schon wie letztes Wochenende zu Stelle und köpfte sein zweites Saisontor. Momentan ist das Angriffsspiel der Gladbacher sehr variantenreich. Aus der Distanz, per Konter und per Standard strahlt die Mannschaft Gefahr aus. Doch es muss auch erwähnt werden, dass die Hertha Defensive bei den Gegentreffern mithalf. Dennoch sind fünf Treffer aus zwei Spielen eine gute Torausbeute. Es bleibt abzuwarten, ob es in der Offensive weiterhin so gut funktionieren wird, aber das Angriffsarsenal der Fohlen kann sich sehen lassen und wird noch so manche spektakuläre Leistungen liefern.

Mangelnde Balance

Auch die Hertha hätte Chancen gehabt, um ein Remis zu erreichen, denn Raffael und Kacar waren beinahe über das gesamte Spiel gefährlich und hätten mit ein wenig Glück etwas Zählbares mitnehmen können. Kacar gelang nach Raffael Ecke per Kopf der Anschluss. Ein Grund warum diese beiden Spieler, immer wieder gefährlich werden konnten, waren die Räume im Mittelfeld, die sich beiden anboten. Es wirkte in der ersten Halbzeit so, als ob zwischen der Defensiv- und Offensivabteilung der Gladbacher die Balance noch fehlt, denn solche Räume dürfen im Mittelfeld nicht entstehen. Daran muss man in Mönchengladbach noch arbeiten, um in Zukunft selbst mehr Spielanteile zu haben.

Eure Meinung: Kann Borussia Mönchengladbach die Überraschungsmannschaft der Saison werden?


 
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