Spielbericht Bundesliga: Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC

Borussia Mönchengladbach besiegte Hertha BSC in einem interessanten Spiel auf hohem Niveau knapp mit 2:1. Ein Abwehrspieler wird bei den Fohlen langsam zum Torschreck, aber auch die Neuzugänge überzeugten.

Bundesliga: Vfl Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen, Jubel nach dem 1:0 durch Karim Matmour  (firo)

Von Johannes RUPPRECHTER

Mönchengladbach. Diesmal brachte Gladbach die Führung über die Zeit. Gegen Hertha BSC feierte das Frontzeck Team einen knappen, aber nicht unverdienten 2:1-Sieg.

PERSONAL & TAKTIK

Bei den Hausherren nahm Coach Frontzeck gegenüber dem vorwöchigen Spiel in Bochum drei Änderungen vor. Der zuletzt gesperrte Meeuwis rückte anstelle des in Quarantäne befindlichen Bradley in die Startformation, Kleine verteidigte statt Dante und Neuville stürmte anstelle des verletzten Colautti neben Bobadilla.

Bei den Berlinern rückte Pisczek für Stein in die Startelf, Pejcinovic wechselte dafür die Seite und verteidigte im Gegensatz zur Vorwoche auf links. Wichniarek agierte abermals als einzige Spitze, Raffael etwas dahinter.

SPIELVERLAUF: 1. HÄLFTE

Im ausverkauften Borussia-Park begann die Berliner Hertha mutiger, große Chancen konnte sich die Favre-Elf dabei aber nicht herausspielen. Im Gegenteil: Mit der ersten Chance gingen die „Fohlen“ sogar in Führung. Diese besorgte Innenverteidiger Rouel Brouwers mit seinem zweiten Treffer in der laufenden Spielzeit. Wie in Bochum per Kopf! Die zweite Großchance in Halbzeit eins vergab Neuzugang Arango, der aus kurzer Distanz an Drobny scheiterte (35.). Die „Alte Dame“ spielte gut mit, für richtige Torgefahr sorgten die Hauptstädter allerdings nur ganz selten.

SPIELVERLAUF: 2. HÄLFTE

Kurz nach Wiederbeginn hielt Bobadilla aus 17 Meter drauf, Drobny hatte enorme Mühe mit dem Flatterball, der von der Schulter des Herta-Keepers an die Latte klatschte. Doch in Minute 52 war es soweit: Das 2:0 für die Gastgeber nach einem Klasse-Spielzug. Bobadilla mit einem schönen Pass in die Gasse zu Neuville, welcher den im Zentrum stehenden Matmour mit einer Maßflanke bediente. Der Algerier musste nur mehr den Fuß hinhalten, womit er die Stimmung im Borussia-Park endgültig zum Kochen brachte. Doch diese wurde schon 60 Sekunden später durch Kacar arg gedämpft. Dem serbischen Youngster gelang nach Raffael-Ecke per Kopf sein zweiter Saisontreffer. Dabei zeigte sich Gladbachs Schlussmann Heimeroth beim Herauslaufen zu unentschlossen. Sein Gegenüber Drobny machte es in Minute 64 besser: Er fischte einen Arango-Freistoß aus 30 Metern aus der Ecke. Die Berliner indes strahlten nach dem Anschlusstreffer stets Gefahr aus. Die „Fohlen“ setzten nadelstichartige Konter. Einer dieser hätte durch Matmour beinahe zur Entscheidung geführt. Doch Drobny gewann das Eins-gegen-Eins-Duell mit dem Schützen zum 2:0. Doch auch die Berliner trafen in einer hektischen Schlußphase nicht mehr und so blieb es beim verdienten Erfolg der Hausherren.

SCHLÜSSELSPIELER

Auf Seiten des Frontzeck-Teams verrichtete Marx unheimlich wertvolle Laufarbeit, vorne sorgten Matmour und Bobadilla stets für Gefahr. Die Standards von Arango waren zudem von erster Güteklasse.

Bei der Hertha wusste vor allem wieder Kacar zu überzeugen. Der Serbe verteilte die Bälle, gewann viele Zweikämpfe und erzielte zudem seinen zweiten Saisontreffer.

SCHLÜSSELSZENEN

Kurz nach der Pause überschlugen sich die Ereignisse. Nach dem 2:0 von Matmour wurden beim ein oder anderen „Fohlen“ sicher Erinnerungen an die Vorwoche wach, als man in Bochum eine komfortable Führung verspielte. Brenzlige Minuten, die Gladbach mit etwas Glück aber überstand.

SPIELER DES SPIELS: Karim Matmour

Ganz stark, was der Algerier gegen die Hertha zeigte. Schnell, technisch stark und entschlossen in seinen Aktionen, stellte er die Berliner des Öfteren vor große Probleme. Der Treffer war das Sahnehäubchen auf einer runden Vorstellung

FAZIT: Die Hauptstädter zeigten lange Zeit die bessere Spielanlage, wurden aber zu selten gefährlich. Bei den Gladbachern hat man gesehen, dass vieles schon sehr rund läuft. Vor allem das Offensiv-Trio um Matmour und die beiden Neuzugänge Arango und Bobadilla sorgten für viel Wirbel.

SCHIEDSRICHTER: Markus Schmidt – Note: 5 – Der Stuttgarter war in der ein oder anderen Szene zu wenig energisch, ließ oftmals eine klare Linie vermissen. Klare Fehlentscheidungen traf er nicht - eine durchschnittliche Leistung des Unparteiischen.

SPIELNOTE: 7 Die Zuschauer im Borussia-Park sahen ein sehr gutes Spiel. 41 Torschüsse sprechen eine deutliche Sprache. Beide Teams suchten ihr Heil in der Offensvie und sorgten für einen überaus unterhaltsamen Nachmittag.

STATISTIK:

20:21 Chancen – 7:5 Ecken

Das Spiel in der Goal.com-Statistik

Eure Meinung: Verdienter Sieg von Gladbach?



 
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