Vorschau Bundesliga: 1. FC Köln – VfL Wolfsburg

Flutlichtstimmung in Köln, denn das Top-Spiel des zweiten Spieltags finden zwischen dem 1. FC Köln und dem VfL Wolfsburg statt. Während sich beim FC (fast) alles um den Einsatz von Lukas Podolski dreht, lauern die „Wölfe“ auf die nächsten drei Punkte.

Bundesliga: 1. FC Köln - VfL Wolfsburg, Marcel Schäfer - Christian Gentner - Taner Yalcin (firo)
Von Sebastian HEIER

Köln/Wolfsburg. Der deutsche Meister VfL Wolfsburg muss die erste Auswärtsreise der Saison antreten und ausgerechnet eine Darstellerrolle bei der Bundesliga-Premiere von Lukas Podolski im Dress des 1. FC Köln einnehmen. Werden die „Wölfe“ lauern und drei Punkte nach Niedersachsen entführen, oder kann sich der FC an dem „Poldi“-Hype hochziehen?

PERSONAL & TAKTIK

Zvonimir Soldo kann endlich auf Lukas Podolski setzen, der nach seiner Rückkehr sein Bundesliga-Heimdebüt geben wird. Am Mittwoch konnte der FC-Angreifer ohne Beschwerden am Mannschaftstraining teilnehmen. Hingegen scheint ein Einsatz von Geromel noch zu früh zu kommen, denn nach einem Faserriss im Oberschenkel wird der Abwehrmann nicht rechtzeitig fit – McKenna wird seinen Platz in der Innenverteidigung erneut einnehmen, wie schon gegen Borussia Dortmund. Wilfried Sanou steht den Kölnern nach einem Rippenbruch, den er sich in Dortmund zuzog, definitiv nicht zur Verfügung.

„Große Umstellungen wird es nicht geben, eine oder zwei Veränderungen lasse ich mir aber natürlich offen“, erklärte Wolfsburgs Trainer Armin Veh. Der VfL-Coach könnte vor allem in der Defensive eine Änderung vornehmen, denn gegen Lukas Podolski bietet sich eher der Einsatz von Abwehrmann Simunek an, als der von Alexander Madlung. Neuzugang Thomas Kahlenberg wird auf jeden Fall  noch nicht mit nach Köln reisen und hinter Makoto Hasebe steht noch ein Fragezeichen.

FORMKURVE & AUSGANGSLAGE

Den Bundesliga-Start am vergangenen Freitag kann der deutsche Meister VfL Wolfsburg durchaus als gelungen bezeichnen. Im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart kamen die „Wölfe“ zu einem 2:0-Erfolg, zuvor erreichten die VfL-Profis ohne große Mühe auch schon die nächste Runde im DFB-Pokal.

Die Kölner haben sich am vergangenen Wochenende quasi selbst geschlagen, denn erst ein Eigentor machte die 0:1-Niederlage bei Borussia Dortmund perfekt.

DER DIREKTE VERGLEICH

Zum ersten Mal standen sich beide Team am 30. 8. 1997 in der Bundesliga gegenüber und damals gab es beim 5:3 die meisten Tore im Duell der beiden Klubs. In der Spielzeit 2001/02 feierten die Wolfsburg mit einem 4:0 den höchsten Sieg. In Köln gibt es für die beiden Vereine eine ausgeglichene Bilanz: zwei Heimsiege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. In der letzten Saison trennten sich beide Mannschaften auf Kölner Boden mit einem 1:1-Remis.

DAS GOAL.COM TOP-MATCH DER WOCHE: 1. FC Köln - VfL Wolfsburg

DIE SCHLÜSSELSPIELER

Die Kölner-Schlagzeilen kennen derzeit nur ein Thema: Die Rückkehr des verlorenen Sohnes. Lukas Podolski, der gegen Borussia Dortmund noch passen musste, wird im ersten Bundesliga-Heimspiel seine Rückkehr feiern. Nach langem Tauziehen kam „Poldi“ wieder zurück vom FC Bayern München und in Köln ist seitdem die Euphorie hoch und höher. Ob der Nationalspieler am Samstag allerdings von Anfang an auflaufen wird, ist noch fraglich.

Einen Schlüsselspieler gibt es beim VfL Wolfsburg eigentlich nicht, vielmehr ist es ein magisches Dreieck, dass immer wieder Furore sorgt: Grafite-Dzeko- Misimovic, erst bei genauer Betrachtung könnte man mit Zvjezdan Misimovic DEN Schlüsselspieler ausmachen. Mit seiner Genialität, seinen unglaublichen Vorbereitungen und seiner Torgefährlichkeit ist Misimovic wohl der Hauptschlüssel zum VfL-Erfolg.

DAS DUELL DES SPIELS

Das Ziel ist klar: Die Gefahr muss vor dem Strafraum abgeräumt werden. Für diese Aufgaben sind Kölns Petit und Wolfsburg Josue zuständig. Der Portugiese und der Brasilianer spielen in ihren Klubs die Rolle des defensiven Mittelfeldspielers und sind für die Organisation zuständig. Oft spielen sie unauffällig und dennoch effektiv, und meistens sind die unersetzlich für ihre Mannschaften. Zwar werden beide wohl eher selten aufeinander treffen, dennoch wird das Duell, wer der bessere Abräumer ist, entscheidend sein.

AUFGESPIESST

Armin Veh (Trainer, VfL Wolfsburg): „Ich erwarte schon, dass die Kölner zu Hause auf Sieg spielen werden. Da es wohl das erste Spiel von Lukas Podolski ist, werden die Fans natürlich auch besonders enthusiastisch sein. Wir konzentrieren uns aber mehr auf uns selbst als auf den Gegner und fahren da hin, um das Spiel zu gewinnen.“

Zvonimir Soldo (Trainer, 1. FC Köln): „Ich gehe davon aus, dass er [Lukas Podolski] spielt.“

DIE PROGNOSE

Die Quoten stehen für einen Wolfsburger Sieg sehr niedrig, denn der deutsche Meister wird selbstverständlich als Top-Favorit gehandelt. Doch im ersten FC-Heimspiel der Saison und dem bevorstehenden „Debüt“ von Lukas Podolski ist auch für die Gastgeber alles möglich – wie auch die vorangegangen Duelle schon gezeigt haben. Das Samstagabendspiel unter Flutlicht dürfte interessant und spannend werden.

Eure Meinung: Wie geht das Spiel zwischen Köln und Wolfsburg aus?

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