|
|
Spielbericht Bundesliga: Borussia Dortmund – 1. FC Köln
Der BVB ist erfolgreich in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Gegen stark ersatzgeschwächte Kölner konnte jedoch kein Borusse, nicht einmal der „Welttorjäger“ Lucas Barrios, den FC-Schlussmann Faryd Mondragon bezwingen. Dennoch verloren die tapferen „Geißböcke“ mit 1:0 nach einem unglücklichen Eigentor von Marvin Matip.
Von François DUCHATEAU
PERSONAL & TAKTIK
Dortmund. Kein Milivoje Novakovic, kein Lukas Podolski, kein Pedro Geromel. Die Mannschaft des 1. FC Köln stellte sich quasi selbst auf: Nämlich mit Sebastian Freis als ausnahmsweise einzige Spitze, (Zvonimir Soldo will ein stricktes 4-4-2 einführen), Kevin McKenna neben Youssef Mohamad in den Innenverteidigung und Stareinkauf Maniche notgedrungen von Beginn an als Spielmacher, obwohl der Portugiese eigentlich nur Puste für eine gute halbe Stunde hätte, hieß es. Dem formstarken Adil Chihi und Wilfied Sanou gehörten die Flügel, Kevin Pezzoni der Platz im defensiven Mittelfeld neben Petit. Die Abwehrzange bildete wie letzte Saison Miso Brecko und Pierré Womé vor Faryd Mondragon im Tor.
Personell etwas mehr Glück hingegen hatte der BVB: Roman Weidenfeller konnte in letzter Minute doch noch eingesetzt werden. Statt Mats Hummels übernahm Tinga die Rolle als Staubsauger auf der „Sechs“, in der Abwehr durfte Felipe Santana neben Neven Subotic ran, außen übernahmen Patrick Owomoyela und Marcel Schmelzer. Im Mittelfeld sorgten „Kuba“, Nuri Sahin und Tamas Hajnal für die Kreativmomente, auf die Nelson Valdez zusammen mit Lucas Barrios warteten.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
In den ersten Minuten war kaum erkennbar, dass die Rheinländer einen neuen Trainer an der Seitenlinie haben, denn wegen des knappen Personals blieb Zvonimir Soldo bei seinem Debüt auch nichts anderes übrig, als wie sein Vorgänger Christoph Daum zu Mauern und auf Konterchancen zu hoffen, die vor allem durch den quirligen Adil Chihi eingeleitet wurden. Allerdings nahm die Heimelf nach fünf Minuten das Heft komplett in die Hand und versuchte vor allem Druck zu erzwingen, in dem Lucas Barrios aus allen Lagen angespielt wurde. Dass der „Welttorjäger“ immer für eine Strafraumszene gut ist, zeigte er direkt in der 5. Minute, als er im Alleingang von links auf den Kasten von Faryd Mondragon stürmte, im Kölner Keeper jedoch seinen Meister fand.
Wenn es Barrios nicht war, der mit langen Bällen gefüttert war, sorgte Neven Subotic gelegentlich für Wirbel im Strafraum der „Geißböcke“, wie in de 15. Minute, als der Serbe eine Ecke einköpft. Doch Kölns Nummer 1 setzte sich demonstrativ auf den abgewehrten Ball, damit Schiedsrichter Stark in Ruhe sehen konnte, dass das Leder die Linie nicht überquert hatte. Vier Minuten später sorgte der nominelle Defensivmann wieder bei einem Standard für Gefahr: Sein Freistoß aus knapp 29m um die Zwei-Mann-Mauer, fordert erneut Mondragons ganzes Können.
Doch auch, wenn Dortmund konstant Druck auf den FC-Beton ausübte: Zwingend waren die Angriffe nicht. Nach einer halben Stunde durchschauten Brecko & Co die Bemühungen der Borussen und brachten Stabilität in ihre Hälfte. Der Fernseher zeigte keine Wiederholung: Immer wieder kamen vor allem von Owomoyela lange Bälle auf Barrios, die Gäste fingen diese ab und vertendeln den Ball auch schon wieder im Mittelfeld gegen einen sehr aktiven Tinga – und das bis zum Pausenpfiff. Bis auf zwei zaghafte Schussversuche aus der Distanz von Petit (13.) und Wilfried Sanou (36.) hatten die Kölner zwar nichts entgegenzusetzen, aber der FC hatte seine Mission zur Pause erfüllt und kassierte kein Gegentor.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die zweite Halbzeit begann mit einer regelrechten Offensivserie der Klopp-Elf, die immer wieder Barrios suchte, der aber erneut in Mondragon ebenso scheiterte (49., 51.), wie Valdez (54.); während in der 62. Minute nur noch die Latte vor Santanas Kopfball nach einer Hajnal-Ecke rettete. Das rüttelte die Kölner anscheinend für einen Augenblick wach, die plötzlich ein doppeltes Lebenszeichen abgaben: Phantom Maniche, während der ganzen Stunde vorher unsichtbar, da nur selten angespielt, tauchte ebenso bedrohlich in Weidenfellers Strafraum wie der eingewechselte Ehret (64.). Die Partie nahm an Spannung zu.
Da jedoch kein Borusse imstande war, das Tor zu treffen, musste eben ein Kölner es machen in der 75. Minute: Tamas Hajnal zog einen Freistoß in der nähe der Eckfahne gefährlich in den Fünfmeter-Raum, doch der eingewechselte Marvin Matip kam Lucas Barrios zuvor und lenkt mit dem Knie das Leder in den eigenen Kasten zur verdienten Dortmunder 1:0-Führung.
Die Räume öffneten sich, der FC schmiss alles nach vorne und tauchte vereinzelt brenzlig vorm Borussen-Kasten auf, unter anderem mit einem Maniche-Schuss in der 82., sowie drei Minuten später mit Pechvogel Marvin Matip, der seine Schmach ausbügeln wollte und einen schönen Freis-Ableger jedoch knapp drüberzimmerte. Doch auch Dortmund wusste zu stürmen: In der 83. Muss Fabrice Ehret einen erneut gefährlichen Standard von der Linie retten, in der 86. sowie in der Nachspielzeit prüft auch der unkontrollierte Zidan den Man Of The Match Mondragon ein weiteres Mal.
SCHLÜSSELSZENEN
Dortmunds Standards: Wie auch in der letzten Saison zeigt sich der 1. FC Köln besonders anfällig beim ruhenden Ball. Zuerst muss Mondragon sich vor der Linie auf den Ball setzen (15.), während in der 62. Minute noch die Latte aushilft. Da alle guten Dinge bekanntlich drei sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Standard im Netz landet. Da die Borussia es nicht verstand zu treffen, musste halt ein Kölner aushelfen. In dem Fall Joker Matip.
SPIELER DES SPIELS
Faryd Mondragon: Die Domstädter haben alles andere als ein Torwart-Problem. Der „Kölsche Kahn“ hielt ein ums andere mal den FC mit großen Paraden im Spiel, konnte jedoch auch das unglückliche Gegentor nicht verhindern. Der ganze BVB-Sturm verzweifelte heute an Kölns Nummer 1.
FAZIT
Ohne die gesetzten Stammspieler ist der 1. FC Köln vorne noch genauso harmlos wie unter Christoph Daums Tannenbaum. Vor allem Milivoje Novakovic und Lukas Podolski, sowie ein weiterer Neu-Einkauf im offensiven Mittelfeld werden dringend als Anspielstationen vorne benötigt, dann kann auch ein Maniche seine Stärken ausspielen. Dortmund wird an Lucas Barrios noch eine Menge Spaß haben, sollte sich jedoch auch ein anderes Druckmittel überlegen, um in Zukunft nicht total berechenbar zu sein.
SCHIEDSRICHTER: WOLFGANG STARK (Ergolding)
SPIELNOTE: 9 Hatte die Partie während der ganze neunzig Minuten total im Griff und hatte aber auch außer Weidenfellers Ausflug keine brenzligen Situationen zu bewerten. In dieser Handsituation des Torhüters außerhalb des Strafraums lag der geborene Landshuter jedoch ausnahmsweise falsch.
Was meint ihr: Hat der BVB verdient gewonnen? Was muss der 1. FC Köln besser machen? Wie hat Euch Barrios gefallen?
PERSONAL & TAKTIK
Dortmund. Kein Milivoje Novakovic, kein Lukas Podolski, kein Pedro Geromel. Die Mannschaft des 1. FC Köln stellte sich quasi selbst auf: Nämlich mit Sebastian Freis als ausnahmsweise einzige Spitze, (Zvonimir Soldo will ein stricktes 4-4-2 einführen), Kevin McKenna neben Youssef Mohamad in den Innenverteidigung und Stareinkauf Maniche notgedrungen von Beginn an als Spielmacher, obwohl der Portugiese eigentlich nur Puste für eine gute halbe Stunde hätte, hieß es. Dem formstarken Adil Chihi und Wilfied Sanou gehörten die Flügel, Kevin Pezzoni der Platz im defensiven Mittelfeld neben Petit. Die Abwehrzange bildete wie letzte Saison Miso Brecko und Pierré Womé vor Faryd Mondragon im Tor.
Personell etwas mehr Glück hingegen hatte der BVB: Roman Weidenfeller konnte in letzter Minute doch noch eingesetzt werden. Statt Mats Hummels übernahm Tinga die Rolle als Staubsauger auf der „Sechs“, in der Abwehr durfte Felipe Santana neben Neven Subotic ran, außen übernahmen Patrick Owomoyela und Marcel Schmelzer. Im Mittelfeld sorgten „Kuba“, Nuri Sahin und Tamas Hajnal für die Kreativmomente, auf die Nelson Valdez zusammen mit Lucas Barrios warteten.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
In den ersten Minuten war kaum erkennbar, dass die Rheinländer einen neuen Trainer an der Seitenlinie haben, denn wegen des knappen Personals blieb Zvonimir Soldo bei seinem Debüt auch nichts anderes übrig, als wie sein Vorgänger Christoph Daum zu Mauern und auf Konterchancen zu hoffen, die vor allem durch den quirligen Adil Chihi eingeleitet wurden. Allerdings nahm die Heimelf nach fünf Minuten das Heft komplett in die Hand und versuchte vor allem Druck zu erzwingen, in dem Lucas Barrios aus allen Lagen angespielt wurde. Dass der „Welttorjäger“ immer für eine Strafraumszene gut ist, zeigte er direkt in der 5. Minute, als er im Alleingang von links auf den Kasten von Faryd Mondragon stürmte, im Kölner Keeper jedoch seinen Meister fand.
Wenn es Barrios nicht war, der mit langen Bällen gefüttert war, sorgte Neven Subotic gelegentlich für Wirbel im Strafraum der „Geißböcke“, wie in de 15. Minute, als der Serbe eine Ecke einköpft. Doch Kölns Nummer 1 setzte sich demonstrativ auf den abgewehrten Ball, damit Schiedsrichter Stark in Ruhe sehen konnte, dass das Leder die Linie nicht überquert hatte. Vier Minuten später sorgte der nominelle Defensivmann wieder bei einem Standard für Gefahr: Sein Freistoß aus knapp 29m um die Zwei-Mann-Mauer, fordert erneut Mondragons ganzes Können.
Doch auch, wenn Dortmund konstant Druck auf den FC-Beton ausübte: Zwingend waren die Angriffe nicht. Nach einer halben Stunde durchschauten Brecko & Co die Bemühungen der Borussen und brachten Stabilität in ihre Hälfte. Der Fernseher zeigte keine Wiederholung: Immer wieder kamen vor allem von Owomoyela lange Bälle auf Barrios, die Gäste fingen diese ab und vertendeln den Ball auch schon wieder im Mittelfeld gegen einen sehr aktiven Tinga – und das bis zum Pausenpfiff. Bis auf zwei zaghafte Schussversuche aus der Distanz von Petit (13.) und Wilfried Sanou (36.) hatten die Kölner zwar nichts entgegenzusetzen, aber der FC hatte seine Mission zur Pause erfüllt und kassierte kein Gegentor.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die zweite Halbzeit begann mit einer regelrechten Offensivserie der Klopp-Elf, die immer wieder Barrios suchte, der aber erneut in Mondragon ebenso scheiterte (49., 51.), wie Valdez (54.); während in der 62. Minute nur noch die Latte vor Santanas Kopfball nach einer Hajnal-Ecke rettete. Das rüttelte die Kölner anscheinend für einen Augenblick wach, die plötzlich ein doppeltes Lebenszeichen abgaben: Phantom Maniche, während der ganzen Stunde vorher unsichtbar, da nur selten angespielt, tauchte ebenso bedrohlich in Weidenfellers Strafraum wie der eingewechselte Ehret (64.). Die Partie nahm an Spannung zu.
Da jedoch kein Borusse imstande war, das Tor zu treffen, musste eben ein Kölner es machen in der 75. Minute: Tamas Hajnal zog einen Freistoß in der nähe der Eckfahne gefährlich in den Fünfmeter-Raum, doch der eingewechselte Marvin Matip kam Lucas Barrios zuvor und lenkt mit dem Knie das Leder in den eigenen Kasten zur verdienten Dortmunder 1:0-Führung.
Die Räume öffneten sich, der FC schmiss alles nach vorne und tauchte vereinzelt brenzlig vorm Borussen-Kasten auf, unter anderem mit einem Maniche-Schuss in der 82., sowie drei Minuten später mit Pechvogel Marvin Matip, der seine Schmach ausbügeln wollte und einen schönen Freis-Ableger jedoch knapp drüberzimmerte. Doch auch Dortmund wusste zu stürmen: In der 83. Muss Fabrice Ehret einen erneut gefährlichen Standard von der Linie retten, in der 86. sowie in der Nachspielzeit prüft auch der unkontrollierte Zidan den Man Of The Match Mondragon ein weiteres Mal.
SCHLÜSSELSZENEN
Dortmunds Standards: Wie auch in der letzten Saison zeigt sich der 1. FC Köln besonders anfällig beim ruhenden Ball. Zuerst muss Mondragon sich vor der Linie auf den Ball setzen (15.), während in der 62. Minute noch die Latte aushilft. Da alle guten Dinge bekanntlich drei sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Standard im Netz landet. Da die Borussia es nicht verstand zu treffen, musste halt ein Kölner aushelfen. In dem Fall Joker Matip.
SPIELER DES SPIELS
Faryd Mondragon: Die Domstädter haben alles andere als ein Torwart-Problem. Der „Kölsche Kahn“ hielt ein ums andere mal den FC mit großen Paraden im Spiel, konnte jedoch auch das unglückliche Gegentor nicht verhindern. Der ganze BVB-Sturm verzweifelte heute an Kölns Nummer 1.
FAZIT
Ohne die gesetzten Stammspieler ist der 1. FC Köln vorne noch genauso harmlos wie unter Christoph Daums Tannenbaum. Vor allem Milivoje Novakovic und Lukas Podolski, sowie ein weiterer Neu-Einkauf im offensiven Mittelfeld werden dringend als Anspielstationen vorne benötigt, dann kann auch ein Maniche seine Stärken ausspielen. Dortmund wird an Lucas Barrios noch eine Menge Spaß haben, sollte sich jedoch auch ein anderes Druckmittel überlegen, um in Zukunft nicht total berechenbar zu sein.
SCHIEDSRICHTER: WOLFGANG STARK (Ergolding)
SPIELNOTE: 9 Hatte die Partie während der ganze neunzig Minuten total im Griff und hatte aber auch außer Weidenfellers Ausflug keine brenzligen Situationen zu bewerten. In dieser Handsituation des Torhüters außerhalb des Strafraums lag der geborene Landshuter jedoch ausnahmsweise falsch.
Was meint ihr: Hat der BVB verdient gewonnen? Was muss der 1. FC Köln besser machen? Wie hat Euch Barrios gefallen?
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Bensingers Bayern – Die FCB-Kolumne: Mit zwei Spitzen gegen dreckige Scheine?
KOLUMNE - Jede Woche gibt euch FCB-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!
-
Mit Giovinco, M'Vila & van der Wiel: Die EM-Stars, die in diesem Sommer wechseln könnten
Die EM bietet den teilnehmenden Akteuren die Möglichkeit, sich ins Schaufenster zu stellen, um sich für neue Klubs zu empfehlen - wir bieten einen Überblick der Wechselkandidaten.
-
„Beckers Borussia“ - die Mönchengladbach-Kolumne: „Ersatzdroge“ Europameisterschaft
Wöchentlich nimmt Gregor Becker die Geschehnisse rund um Borussia Mönchengladbach aufs Korn. Was tut sich im Borussia-Park, wo zwickt es? Was läuft gut und was gibt es Neues?
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde