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ELF Top-Transfers (5): Juan Arango von Borussia Mönchengladbach
Willkommen in der Bundesliga! Sie sind die neuen Hoffnungsträger ihrer Clubs. Bisweilen haben die Vereine dafür tief in die Tasche gegriffen. ELF, das neue Ranking auf Goal.com, hat die Top-Transfers genauer unter die Lupe genommen und elf Spieler ausgewählt, die für die Vereine und Bundesliga allgemein eine Bereicherung werden können. Gelistet wurden aber nur ausländische Transfers, bei denen Juan Arango von Borussia Mönchengladbach auf dem fünften Rang liegt.
Von Christoph VOGEL
Mönchengladbach. Der Andrang war groß bei der Saisoneröffnung von Borussia Mönchengladbach, denn die Fans am Niederrhein ließen sich auch von der Nerven-strapazierenden letzten Saison nicht abschrecken lassen: 100.000 Schaulustige sollen es Schätzungen zufolge gewesen sein, die sich an jenem Wochenende zum Borussia-Park bewegten und die Neuzugänge im Trikot mit eigenen Augen sehen wollten. Mit von der Partie: Juan Arango, 29 Jahre alt und aus Venezuela stammend. Auch bei den Verantwortlichen war der Jubel groß, denn mit dem Nationalspieler vom RCD Mallorca kam ein Spieler ganz neuen Kalibers nach Gladbach.
Profidebüt mit 17
„Arangol“ wird er in Venezuela gerufen oder „El Huracán del caribe“, der „Hurricane der Karibik“. Grund ist seine Torgefahr, die er in bisher jeder seiner Stationen bewies. Doch fangen wir vorne an: Mit 17 Jahren begann Arango seine Profikarriere 1997 beim Zweitligisten Nueva Cádiz in seiner Heimat und stieg in der zweiten Saison auf. Von dort ging es für ihn zum Caracas Fútbol Club, einer echten Marke in Venezuela, doch es hielt ihn nur noch ein halbes Jahr lang dort. 2000 ging es für Arango nach Mexiko zum CF Monterrey und aufgrund sehr guter Leistungen schon bald zum CF Pachuca. Nach 16 Toren in 51 Partien war aber auch hier nach einer Saison Schluss und Arango ging zum FC Puebla.
Wechsel nach Europa
Arango war es wahrscheinlich gewöhnt, nach einem Jahr wieder umzuziehen, doch dieses Mal ging es Richtung Übersee: Der RCD Mallorca war der nächste große Schritt auf der Karriereleiter. Fünf Jahre blieb er dort, bis in diesem Sommer das Angebot aus Mönchengladbach eintrudelte. Der Mittelfeldspieler hatte sich mit der Zeit zu einem Star des Vereins gemausert und ist inzwischen auch Kapitän der Nationalmannschaft Venezuelas. Für 3,6 Millionen Euro verkaufte Mallorca nun seinen Spieler in Richtung Deutschland. Ein finanzieller Gewinn auf der einen Seite, ein großer sportlicher Qualitätszuwachs auf der anderen.
Star ohne Allüren
Arango war in Spanien mehr als kreativer Mittelfeldspieler als Stürmer bekannt, doch wie bereits erwähnt ist sein Markenzeichen seine Torgefährlichkeit. Sein linker Fuß ist ein echtes Pfund, sodass er auch in Gladbach über die linke Seite kommen kann. Möglich ist hier alles vom 4-3-3 mit Außenstürmern oder ein klassisches 4-4-2 mit Arango auf der Spielmacherposition. Auf der Ferieninsel spielte er zumeist als zweiter Stürmer hinter dem Spieler an vorderster Front, der dort zunächst Pierre Webo und dann Aritz Aduriz war. Der 29-jährige war zugleich Führungsspieler, als auch ein ruhiger Mitläufer, denn sein sportlicher Wert brachte ihn innerhalb des Teams nach vorne, doch Arango lag diese „Star-Rolle“ nicht, da er vielmehr der Mannschaft helfen und Tore schießen wolle. Als der große Held sieht er sich nicht.
Finanzprobleme bei Mallorca
Aber wieso hat Mallorca einen Mann mit
seinen Qualitäten für so geringes Geld ziehen lassen? Stimmten etwa
die Gerüchte, dass Arango die Charakterzüge einer Diva hätte? Juan
Lirman von Goal.com Spanien klärt auf: „Nein, er spielte sehr gut
für Mallorca und er kam nur in die Schlagzeilen, weil der Verein ihn
so darstellen wollte indem er behauptete, dass Arango eine
Gehaltserhöhung fordere und andernfalls den Klub verlassen wolle.
Doch so war es nicht ganz: Er hat nur nach einer Erhöhung gefragt
wie es jeder Spieler kann, doch in seinem Fall wusste er, dass er ein
Schlüsselspieler für den Verein ist.“ Waren es also dann doch
Geldgründe?: „Zum einen brauchten sie das Geld, zum anderen
glaubten viele, dass Arango eine neue Herausforderung benötigt.“
Perfekter Einstand
Über Motivationsprobleme wird man von ihm in Deutschland also nicht
berichten können. Wie wertvoll er für die Borussia sein kann, zeigte er beim Sieg im DFB-Pokal gegen FSV Frankfurt: Dort erzielte er ein Tor selbst und bereitete traumhaft mit dem Außenrist den zweiten Treffer durch Colautti vor.
Eure Meinung: Wird Arango einer der neuen Stars in der Bundesliga? Schafft er es, Gladbach in ruhigere Fahrwasser zu führen?
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