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Zeugnis: Die Saison von Borussia Mönchengladbach
Die Saison ist Geschichte. Die Spielzeit 2008/09 ist abgepfiffen. Bevor jetzt die Mannschaften in ihre wohlverdienten Sommerferien gehen, hat sich die Redaktion zusammengesetzt: Klassenkonferenz! Welcher Club schafft die Versetzung, wer bleibt sitzen? Das große Goal.com-Zeugnis verrät Stärken und Schwächen aller Teams und hat die Leistungen der Beteiligten entsprechend benotet – von sehr gut bis ungenügend.
Von Christoph VOGEL
Mönchengladbach. Letzten Endes atmeten die Fans im Borussia-Park ganz tief durch. Was über lange Zeit wie unmöglich erschien, gelang und Hans Meyer rettete nach dem 1. FC Nürnberg und Hertha BSC Berlin auch Borussia Mönchengladbach. Aufstiegstrainer Jos Luhukay musste schon früh Platz machen für den „Trainerfuchs“, der im Winter das richtige Näschen für die Transfers hatte und das Schiff-Borussia unter ständigem Medien-Beschuss in den Hafen lotste.
TOR – Note: gut (2)
In der zweiten Liga noch ein sicherer Rückhalt, erwies sich die Erste für Christofer Heimeroth als eine Nummer zu groß. Im Winter wurde nachgebessert – mit überragendem Erfolg. Der Belgier Logan Bailly, 23 Jahre jung, sprang schnell mit klasse Reflexen in die Herzen der Fans. Sein anfänglicher Schwachpunkt, das Herauslaufen bei hohen Bällen, bekam Bailly mit der Zeit in den Griff. In der Erinnerung blieb sein „Spiel des Lebens“ gegen Werder Bremen.
ABWEHR – Note: voll mangelhaft (5+)
Eine Hintermannschaft, die in 34 Partien 62 Gegentreffer kassiert und damit die schlechteste Bilanz der Liga aufweist kann nicht mehr mit „ausreichend“ benotet werden. Zu eklatant waren über weite Strecken die individuellen Fehler und auch Kapitän Filip Daems, oft noch der sichere Pol in der Abwehr, leistete sich den einen oder anderen Lapsus. Der Brasilianer Dante verletzte sich direkt nach seinem Wechsel und griff erst in der Schlussphase verstärkend ein.
MITTELFELD – Note: voll befriedigend (3+)
Das Mittelfeld war das „Glanzstück“ der Gladbacher. Mit Marko Marin und Alexander Baumjohann wiesen die Fohlen Kreativität auf, um die sie so manche Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel beneideten. Der bullige Michael Bradley zeigte sich zwar stets kämpfend, durchlebte in seinen Leistungen aber ein auf und ab. Als Schlüssel zum Nichtabstieg macht Meyer den Routinier Tomas Galasek aus, der mit seiner Ruhe und Erfahrung das Spiel ordnete.
STURM – Note: noch ausreichend (4-)
Rob Friend war mit sieben Treffern der beste Torschütze der Borussia, fiel aber den Großteil der Rückrunde aufgrund seiner Fersenverletzung aus. Karim Matmour (3 Tore), Roberto Colautti und Oliver Neuville (beide 1 Tor) ersetzten ihn mehr schlecht als recht, gerade der Israeli setzte zwar mit seinem Tor gegen Schalke den emotionalen Höhepunkt der Saison, aber ansonsten war Colautti eine einzige Enttäuschung und Neuville ein Schatten der Aufstiegssaison.
TRAINER & MANAGEMENT – Note: befriedigend
Hans Meyer erwies der Borussia einen nicht hoch genug einzuschätzenden Sieg. Zuvor spielte sich bei den Fohlen ein Theaterstück ab, in dem Trainer Jos Luhukay und später auch Sportdirektor Christian Ziege teils freiwillig, teils gezwungen ihren Platz räumten. Max Eberl ist nun der neue starke Mann und im Winter konnte das Management die vielen Fehler aus der Saisonvorbereitung ausbügeln und mehr Qualität in den Kader bringen.
SAISON – Note: noch ausreichend (4-)
Die Note ist äußerst treffend: Die Saisonleistung war gerade noch so ausreichend und bis zum Ende musste M'Gladbach zittern. Gar nicht auszudenken was geschehen wäre, hätten Colautti und Dante nicht gegen Schalke und Cottbus in allerletzter Minute getroffen und so für sechs anstatt zwei Punkte sorgten. Es wurden viele Fehler gemacht, doch die an den richtigen Stellen getroffenen Änderungen sorgten für ein Happy-End.
Borussia Mönchengladbach: Der Sommerfahrplan
Borussia Mönchengladbach: Der Transfermarkt
Borussia Mönchengladbach: Gewinner & Verlierer
Zum Sommerfahrplan aller Bundesligisten
Eure Meinung: Wie bewertet ihr die Saison von Borussia Mönchengladbach?
Mönchengladbach. Letzten Endes atmeten die Fans im Borussia-Park ganz tief durch. Was über lange Zeit wie unmöglich erschien, gelang und Hans Meyer rettete nach dem 1. FC Nürnberg und Hertha BSC Berlin auch Borussia Mönchengladbach. Aufstiegstrainer Jos Luhukay musste schon früh Platz machen für den „Trainerfuchs“, der im Winter das richtige Näschen für die Transfers hatte und das Schiff-Borussia unter ständigem Medien-Beschuss in den Hafen lotste.
TOR – Note: gut (2)
In der zweiten Liga noch ein sicherer Rückhalt, erwies sich die Erste für Christofer Heimeroth als eine Nummer zu groß. Im Winter wurde nachgebessert – mit überragendem Erfolg. Der Belgier Logan Bailly, 23 Jahre jung, sprang schnell mit klasse Reflexen in die Herzen der Fans. Sein anfänglicher Schwachpunkt, das Herauslaufen bei hohen Bällen, bekam Bailly mit der Zeit in den Griff. In der Erinnerung blieb sein „Spiel des Lebens“ gegen Werder Bremen.
ABWEHR – Note: voll mangelhaft (5+)
Eine Hintermannschaft, die in 34 Partien 62 Gegentreffer kassiert und damit die schlechteste Bilanz der Liga aufweist kann nicht mehr mit „ausreichend“ benotet werden. Zu eklatant waren über weite Strecken die individuellen Fehler und auch Kapitän Filip Daems, oft noch der sichere Pol in der Abwehr, leistete sich den einen oder anderen Lapsus. Der Brasilianer Dante verletzte sich direkt nach seinem Wechsel und griff erst in der Schlussphase verstärkend ein.
MITTELFELD – Note: voll befriedigend (3+)
Das Mittelfeld war das „Glanzstück“ der Gladbacher. Mit Marko Marin und Alexander Baumjohann wiesen die Fohlen Kreativität auf, um die sie so manche Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel beneideten. Der bullige Michael Bradley zeigte sich zwar stets kämpfend, durchlebte in seinen Leistungen aber ein auf und ab. Als Schlüssel zum Nichtabstieg macht Meyer den Routinier Tomas Galasek aus, der mit seiner Ruhe und Erfahrung das Spiel ordnete.
STURM – Note: noch ausreichend (4-)
Rob Friend war mit sieben Treffern der beste Torschütze der Borussia, fiel aber den Großteil der Rückrunde aufgrund seiner Fersenverletzung aus. Karim Matmour (3 Tore), Roberto Colautti und Oliver Neuville (beide 1 Tor) ersetzten ihn mehr schlecht als recht, gerade der Israeli setzte zwar mit seinem Tor gegen Schalke den emotionalen Höhepunkt der Saison, aber ansonsten war Colautti eine einzige Enttäuschung und Neuville ein Schatten der Aufstiegssaison.
TRAINER & MANAGEMENT – Note: befriedigend
Hans Meyer erwies der Borussia einen nicht hoch genug einzuschätzenden Sieg. Zuvor spielte sich bei den Fohlen ein Theaterstück ab, in dem Trainer Jos Luhukay und später auch Sportdirektor Christian Ziege teils freiwillig, teils gezwungen ihren Platz räumten. Max Eberl ist nun der neue starke Mann und im Winter konnte das Management die vielen Fehler aus der Saisonvorbereitung ausbügeln und mehr Qualität in den Kader bringen.
SAISON – Note: noch ausreichend (4-)
Die Note ist äußerst treffend: Die Saisonleistung war gerade noch so ausreichend und bis zum Ende musste M'Gladbach zittern. Gar nicht auszudenken was geschehen wäre, hätten Colautti und Dante nicht gegen Schalke und Cottbus in allerletzter Minute getroffen und so für sechs anstatt zwei Punkte sorgten. Es wurden viele Fehler gemacht, doch die an den richtigen Stellen getroffenen Änderungen sorgten für ein Happy-End.
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Eure Meinung: Wie bewertet ihr die Saison von Borussia Mönchengladbach?
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