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Siege und Niederlagen liegen im Fußball oft sehr nah beieinander. Was am Ende aber zählt ist der gesamte Saisonverlauf, aus dem sich in jedem Club Sieger und Verlierer herauskristallisieren. Wer also waren die Erfolgsgaranten? Wer lieferte schwache Leistungen ab? Und wer erhält eine zweite Chance?

(fd) Köln. Einige Kölner wurden unter-, einige wurden überschätzt. Am Ende verdankt der FC den Klassenerhalt doch dem Übergewicht der unterschätzten Kicker wie Geromel, Ehret und Novakovic, die ihren Marktwert mit dieser Saison vervielfacht haben dürften. Ganz im Gegenteil zu Radu, Ishiaku und Roda Antar...

DIE GEWINNER

Pedro Geromel: Der beste Abwehrspieler der portugiesischen Liga kam für 2,5 Mio. € an den Rhein und wurde mit seiner überragenden Übersicht und seinem perfekten Stellungsspiel zum Publikumsliebling mit Prädikat „Fußballgott“. Trotz seiner jungen Jahre präsentierte sich Pedro Geromel als einer der besten Innenverteidiger der Bundesliga. Mit seiner Vertragsverlängerung wird er auch nun als solch einer bezahlt.

Milivoje Novakovic: „Novakonix“ meldeten die so genannten Kritiker vor der Saison und mochten nicht so Recht daran glauben, dass der einstige Partykönig in Liga eins das Tor trifft. Doch obwohl der Slowene meist auf sich allein gestellt war, zeigte sich der Stürmer mit der Kapitänsbinde auf wie neben dem Platz auf einmal hoch diszipliniert und rettete mit 16 Treffern den FC quasi im Alleingang vor dem Abstieg. Zu Recht heißt die rheinische Lebensversicherung jetzt überall nur noch „Novagoal“.

Miso Brecko: Kam auf Empfehlung von Huub Stevens mit der Hoffnung auf mehr Spielpraxis von Hamburg nach Köln. Zwar profitierte Brecko von der frühen Verletzung von Ümit Özat, doch wegen seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten war der Slowene der Dauerbrenner der Saison auf allen Positionen und stand von allen Kölnern am längsten auf dem Platz (2934 Min.) – wer hätte das gedacht?

DIE VERLIERER

Roda Antar: Der Libanese, der mit einem spektakulären Endspurt in Liga zwei, den FC noch in die Bundesliga führte, sollte der Genius der Domstädter werden, doch Roda Antar gelang außer einem Assist nicht mal eine gute Aktion. Zeigte sich dann an Geißbockheim als große Diva, als Daum ihn nach fast einer kompletten Hinrunde des Versagens, zu Recht aus dem Kader nahm. Trauriger Abstieg und Abschied eines Aufstiegshelden, der fußballerisch sicher das Zeug zu mehr gehabt hätte.

Sergiu Radu: Wurde eigentlich nur in letzter Minute verpflichtet, um im Falle von Verletzungen kadertechnisch gewappnet zu sein, doch Radu zeigte sich als so großer Stolperjochen, dass Daum mit Taner Yalcin und Daniel Brosinski gleich zwei Jungen den Vorzug gab. Der unsichere Rumäne ist nicht mehr der, der er einst in Cottbus war und enttäuschte von Einsatz zu Einsatz mit unterirdischer Performance.

Manasseh Ishiaku:
Seine Verpflichtung war im Vorfeld schon mit großen Fragezeichen umhüllt: Wird der Nigerianer je vollständig und beschwerdenfrei fit? Am Ende der Hinrunde zeigte er zwar sehr engagierte Kurzeinsätze, doch nach wiederkehrender Blessur konnte er seine Chancen in der Rückrunde nicht nutzen: Im Gegenteil: Kommt kommende Saison nichts von Ishiaku, wird er als Flop in die Statuten der „Geißböcke“ eingehen.

ZWEITE CHANCE

Fabrice Ehret: Stand bis zum Spiel gegen Schalke auf der Transferliste. Als Christoph Daum nicht mehr weiter wusste, stellte er Ehret einfach mal auf die für den Trainer bisher ungewohnte offensivere linke Außenbahn, Daum „wusste selbst nicht warum“ und die französische Kampfsau mit 300 PS spielte sich mit seinem Einsatz in die Herzen der Fans und entwickelte sich zu einer der wichtigsten Figuren der Saison. Die Moral von der Geschicht: Aufgeben lohnt sich nicht. Ehret bekam jüngst einen neuen Vertrag.

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