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Völler: „Das kotzt mich an!“
Wenige Tage nach der Trennung von Bayer 04 Leverkusen und Bruno Labbadia hat der Sportchef des Vereins, Rudi Völler, nochmals zu einem Rundumschlag ausgeholt. Er kritisierte den Ex-Trainer in überraschend scharfer Form.
(dw) Leverkusen. Rudi Völler ist im Nachhinein mit der Zusammenarbeit zwischen Bayer 04 Leverkusen und Bruno Labbadia nur bedingt zufrieden. Vor allem das Interview des Trainers am Tage des DFB-Pokalendspiels, in dem er Verein und Mannschaft hart anging, stößt dem ehemaligen Bundestrainer bitter auf: „Was mich ankotzt, sind Medienberater. Vielleicht bin ich altmodisch. Vielleicht sagt einer, wenn er das nun hört: ,Völler braucht selbst einen.‘ Aber mit dem lancierten Interview hat sich Bruno keinen Gefallen getan. Ich dachte, so etwas gibt es nur in Show und Politik. Aber schon bei Klinsi sind ja Fragen vorher schon ins Fernsehstudio übermittelt worden. Ich brauche keine Medienberater, um bei Niederlagen gut rauszukommen. Mag Zufall sein, dass Oliver Bierhoff den gleichen wie Bruno Labbadia hat.“ Letztlich habe der Verein auch keine Chance gehabt, als zu reagieren: „Es gilt doch eins: Es geht nicht um Labbadia oder Rudi Völler, sondern immer nur um den Verein. Wenn da Dinge passieren, die schaden, muss man dazwischenhauen.“ Überraschende Worte wenn man bedenkt, dass Bayer noch vor wenigen Tagen den Hamburger SV angriff, weil dieser mit Labbadia verhandelte.
„Vereine müssen sich nicht wundern“
Zuspruch erhält er vom neuen Trainer, Jupp Heynckes: „Wir sind in einer schnelllebigen, rasanten Zeit. Aber für Ausstiegsklauseln für Trainer habe ich überhaupt kein Verständnis. Egal, ob sie nun mal für sechs oder zwölf Monate sind. Man muss sich ganz klar mit dem Klub und der Laufzeit identifizieren. Die Fans müssen dass Gefühl haben: ,Da kommt einer, der anpackt!‘ Was nun läuft, kann ich nicht gutheißen. Die Vereine dürfen sich aber nicht wundern, wenn sie solche Vereinbarungen treffen und der Trainer dann eines Tages ankommt und sagt: ,Ich habe was Besseres, ich bin weg!“ Er selbst habe in seiner Karriere nie einen Vertrag gebrochen: „1996 war ich Trainer bei Teneriffa. Da kam das Angebot von Barcelona. Von 100 Trainern hätten 101 es angenommen. Ich habe dem Schatzmeister und Vizepräsident gesagt: ,Nein, ich mache es nicht!‘ Dabei meinten sie noch: ,Wissen Sie nicht, dass wir von Barcelona sind?‘“ Immerhin in puncto Außendarstellung verstehen sich Heynckes und Völler schon jetzt gut...
Eure Meinung: Sind Ausstiegsklauseln für Trainer wirklich sinnlos?
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