Zeugnis: Die Saison vom VfL Wolfsburg

Die Saison ist Geschichte. Die Spielzeit 2008/09 ist abgepfiffen. Bevor jetzt die Mannschaften in ihre wohlverdienten Sommerferien gehen, hat sich die Redaktion zusammengesetzt: Klassenkonferenz! Welcher Club schafft die Versetzung, wer bleibt sitzen? Das große Goal.com-Zeugnis verrät Stärken und Schwächen aller Teams und hat die Leistungen der Beteiligten entsprechend benotet – von sehr gut bis ungenügend.

Deutscher Meister 2009: VfL Wolfsburg (firo)

Von Dennis WEINACHT

Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg war die Mannschaft der abgelaufenen Saison. Man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Niedersachsen ernsthaft im Endspurt nochmals dem FC Bayern München den Titel überlassen würden. Letztlich war das 5:1 im Endspiel gegen den SV Werder Bremen gleichbedeutend mit dem Titelgewinn in der Bundesliga. Felix Magath und seine Jungs haben einiges erreicht, was viele ihnen nicht zugetraut hatten.

TOR – Note: noch sehr gut (1-)

Diego Benaglio war einer der Garanten für den Titelgewinn. Ein ums andere Mal rettete er seine Mannschaft vor allem in den ganz wichtigen Spielen vor Rückständen. So wäre etwa beim 5:1-Erfolg gegen den FC Bayern München auch eine Niederlage möglich gewesen, hätte er nicht in der Anfangsphase stark gehalten. Er hatte während der gesamten Saison nur wenige, kleinere Fehler. Insgesamt aber spielte er eine sehr konstant gute Saison. Nicht umsonst jagen ihn nun andere Klubs.

ABWEHR – Note: noch gut (2-)

In der Defensive standen die Niedersachsen zu Beginn der Spielzeit nicht gut. So mussten bereits nach drei Spieltagen fünf der insgesamt 41 Gegentreffer hingenommen werden. Im Verlaufe der Saison steigerte sich die Mannschaft aber in diesem Teil enorm, so dass am Ende sogar der Titel gewonnen wurde. Alexander Madlung stand zusammen mit Marcel Schäfer für diesen Aufschwung. Beide Spieler machten gegen Ende richtig gute Spiele. Ebenfalls stark: Sascha Riether.

MITTELFELD – Note: gut (2)

Das Mittelfeld bei den Niedersachsen spielte in der abgelaufenen Saison ebenfalls eine recht gute Runde. Die größten Lichtblicke waren dabei wohl Christian Gentner und Zvjezdan Misimovic. Vor allem der Bosnier hatte einige Sternstunden, erzielte sieben Tore in der Spielzeit und bereitete weitere 20 (!) vor. Nur dank seiner starken Mitarbeit konnten die Vorderleute so oft treffen. Aber auch im defensiven Mittelfeld standen die „Wölfe“ mit Josué sehr gut.

STURM – Note: voll sehr gut (1+)

Das ist wohl kaum zu toppen. Wenn zwei Stürmer in einer Saison zusammen 54 Tore erzielen, dann muss das einfach zur Meisterschaft reichen. Edin Dzeko und Grafite waren immer zur Stelle, spielten vor allem eine fulminante Rückrunde. Die Aufholjagd der Niedersachsen war eingeläutet, als auch das Sturmduo seinen Platz im Team gefunden hatte. Diese beiden Spieler stehen definitiv an vorderster Front, wenn man in einer tollen Mannschaft Akteure hervorheben soll.

TRAINER & MANAGEMENT – Note: noch sehr gut (1-)

In diesem Fall kann man die Punkte Trainer und Management in Felix Magath zusammenfassen. Er machte insgesamt einen richtig starken Job in Wolfsburg, stellte die Mannschaft sehr ausgeglichen zusammen. Außerdem schaffte er es immer wieder, seine Spieler auf den Punkt richtig einzustellen. Lediglich sein recht früh bekannt gewordener Wechsel zum FC Schalke 04 trübt etwas das Gesamtbild, das aber spätestens durch den Gewinn der Meisterschaft wieder gerettet wurde.

SAISON – Note: sehr gut (1)

Insgesamt muss man den Titel schon für sich stehen lassen. Er hat mehr Aussagekraft als tausend Worte. Nach einem holprigen Saisonstart kam die Mannschaft immer besser in Fahrt, steckte selbst herbe Rückschläge wie das Aus im DFB-Pokal zurück. Es gab einige sehenswerte Höhepunkte wie etwa die beiden 5:1-Erfolge gegen den FC Bayern München und den SV Werder Bremen. Wenn man die Spielzeit aus Sicht der Fans betrachtet, dürften diese wohl vollends zufrieden sein.

Der Sommerfahrplan des VfL Wolfsburg

Zum Transfermarkt des VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg: Die Gewinner und Verlierer

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