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Zeugnis: Die Saison von Werder Bremen
Die Saison ist Geschichte. Die Spielzeit 2008/09 ist abgepfiffen. Bevor jetzt die Mannschaften in ihre wohlverdienten Sommerferien gehen, hat sich die Redaktion zusammengesetzt: Klassenkonferenz! Welcher Club schafft die Versetzung, wer bleibt sitzen? Das große Goal.com-Zeugnis verrät Stärken und Schwächen aller Teams und hat die Leistungen der Beteiligten entsprechend benotet – von sehr gut bis ungenügend.
Nils Reschke
Von Nils RESCHKE
Bremen. Als Fan von Werder Bremen musste man in der Saison reichlich Leidensfähigkeit beweisen. Das galt vor allem in der Bundesliga, in der es nur selten zu Glanzlichtern reichte. Das 5:4 gegen Aufsteiger 1899 Hoffenheim, das wohl beste Saisonspiel überhaupt, zählte dazu. Nach dem verpatzten Finale im UEFA-Cup, in dem Bremens Bester Diego fehlte, folgte die Krönung im DFB-Pokal. Zum sechsten Mal wanderte der „Pott“ dank des 1:0 gegen Bayer Leverkusen an die Weser.
TOR – Note: gut (2)
Tim Wiese spielte eine sehr gute Saison. Besser denn je auf der Linie, machte er auch in der Strafraumbeherrschung einen Schritt nach vorne. Bei seinem Länderspiel-Debüt gegen England lieferte er zudem eine Klassepartie im Nationaldress. Steter Matchwinner in den Derby-Wochen gegen den Hamburger SV, in denen er aber auch ein „sehr gut“ wegen mangelndem Fair Play verspielte. Stellvertreter Christian Vander machte einen guten Job, wenn er gebraucht wurde.
ABWEHR – Note: noch ausreichend (4-)
Dass Werders Abwehr nicht so schlecht ist wie ihr Ruf, bewies Naldo in Berlin, wo er beim Pokalfinale der überragender Turm in der Schlacht war. In der Hauptstadt fehlte Per Mertesacker, ansonsten Ruhepol, aber nicht immer ganz überzeugend. Sebastian Prödl indes befindet sich noch im Lernprozess, machte zu viele Fehler. Gleiches gilt für Sebastian Boenisch, der Licht und Schatten zeigte. Clemens Fritz spielte eine unterirdische Saison, Petri Pasanen nur selten eine Rolle.
MITTELFELD – Note: voll befriedigend (3+)
Kabinettstückchen von Diego gab es in dieser Saison nicht mehr so oft zu sehen, doch der kleine Brasilianer ließ die Fans dennoch so manches Mal mit der Zunge schnalzen und war für das Team unverzichtbar. Mesut Özils 15 Torvorlagen sind erste Sahne. Hinzu kommen solide Arbeiter wie Torsten Frings und Kapitän Frank Baumann. Auf der Ersatzbank drängte zum Endspurt immer öfter Peter Niemeyer in die Startelf. Alexandros Tziolis konnte indes nur selten überzeugen.
STURM – Note: befriedigend (3)
Claudio Pizarro alleine hätte durchaus das Prädikat „sehr gut“ verdient gehabt. Die Leihgabe von Chelsea London traf in der Liga solide 17 Mal. Viel wertvoller waren aber die Treffer auf internationaler Ebene. Anders seine Sturmpartner: Hugo Almeida lieferte oft noch ausreichende Leistungen ab, der Schwede Markus Rosenberg blickt auf eine völlig verkorkste Saison zurück, Sanogo wurde nach Hoffenheim verliehen. Ein verletzter Aaron Hunt konnte lange nicht helfen.
TRAINER & MANAGEMENT – Note: gut (2)
(Fast) alles richtig gemacht. Wieder einmal haben Trainer Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln eine schlagkräftige Truppe aufgestellt. Höhepunkt war die Ausleihe von Claudio Pizarro. Die weiteren Verpflichtungen waren sinnvolle Ergänzungen, Carlos Alberto blieb der Schönheitsfleck. Als es aufgrund schwacher Ligaresultate unruhig zu werden drohte, behielten sie an der Weser einen klaren Kopf. Belohnung: der DFB-Pokal.
SAISON – Note: noch gut (2-)
Eine Spielzeit mit einigen Höhepunkten (5:2 gegen Bayern, 5:4 gegen Hoffenheim), aber eben auch mit reichlich Nackenschlägen. Am Ende stand der DFB-Pokalsieg, verbunden mit der Qualifikation zur neuen Europa League. Und den Gewinn des „Potts“ feierten die Grün-Weißen tags darauf vor dem Rathausplatz mit ihren Fans ausgiebig. Auch die Endspielteilnahme im UEFA-Cup sollte man trotz eher enttäuschenden Leistungen in der Bundesliga nicht vergessen. Saison gerettet!
Zum Sommerfahrplan von Werder Bremen
Zum Transfermarkt von Werder Bremen
Werder Bremen: Gewinner und Verlierer
Eure Meinung: Wie bewertet ihr die Saison von Werder Bremen?
Bremen. Als Fan von Werder Bremen musste man in der Saison reichlich Leidensfähigkeit beweisen. Das galt vor allem in der Bundesliga, in der es nur selten zu Glanzlichtern reichte. Das 5:4 gegen Aufsteiger 1899 Hoffenheim, das wohl beste Saisonspiel überhaupt, zählte dazu. Nach dem verpatzten Finale im UEFA-Cup, in dem Bremens Bester Diego fehlte, folgte die Krönung im DFB-Pokal. Zum sechsten Mal wanderte der „Pott“ dank des 1:0 gegen Bayer Leverkusen an die Weser.
TOR – Note: gut (2)
Tim Wiese spielte eine sehr gute Saison. Besser denn je auf der Linie, machte er auch in der Strafraumbeherrschung einen Schritt nach vorne. Bei seinem Länderspiel-Debüt gegen England lieferte er zudem eine Klassepartie im Nationaldress. Steter Matchwinner in den Derby-Wochen gegen den Hamburger SV, in denen er aber auch ein „sehr gut“ wegen mangelndem Fair Play verspielte. Stellvertreter Christian Vander machte einen guten Job, wenn er gebraucht wurde.
ABWEHR – Note: noch ausreichend (4-)
Dass Werders Abwehr nicht so schlecht ist wie ihr Ruf, bewies Naldo in Berlin, wo er beim Pokalfinale der überragender Turm in der Schlacht war. In der Hauptstadt fehlte Per Mertesacker, ansonsten Ruhepol, aber nicht immer ganz überzeugend. Sebastian Prödl indes befindet sich noch im Lernprozess, machte zu viele Fehler. Gleiches gilt für Sebastian Boenisch, der Licht und Schatten zeigte. Clemens Fritz spielte eine unterirdische Saison, Petri Pasanen nur selten eine Rolle.
MITTELFELD – Note: voll befriedigend (3+)
Kabinettstückchen von Diego gab es in dieser Saison nicht mehr so oft zu sehen, doch der kleine Brasilianer ließ die Fans dennoch so manches Mal mit der Zunge schnalzen und war für das Team unverzichtbar. Mesut Özils 15 Torvorlagen sind erste Sahne. Hinzu kommen solide Arbeiter wie Torsten Frings und Kapitän Frank Baumann. Auf der Ersatzbank drängte zum Endspurt immer öfter Peter Niemeyer in die Startelf. Alexandros Tziolis konnte indes nur selten überzeugen.
STURM – Note: befriedigend (3)
Claudio Pizarro alleine hätte durchaus das Prädikat „sehr gut“ verdient gehabt. Die Leihgabe von Chelsea London traf in der Liga solide 17 Mal. Viel wertvoller waren aber die Treffer auf internationaler Ebene. Anders seine Sturmpartner: Hugo Almeida lieferte oft noch ausreichende Leistungen ab, der Schwede Markus Rosenberg blickt auf eine völlig verkorkste Saison zurück, Sanogo wurde nach Hoffenheim verliehen. Ein verletzter Aaron Hunt konnte lange nicht helfen.
TRAINER & MANAGEMENT – Note: gut (2)
(Fast) alles richtig gemacht. Wieder einmal haben Trainer Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln eine schlagkräftige Truppe aufgestellt. Höhepunkt war die Ausleihe von Claudio Pizarro. Die weiteren Verpflichtungen waren sinnvolle Ergänzungen, Carlos Alberto blieb der Schönheitsfleck. Als es aufgrund schwacher Ligaresultate unruhig zu werden drohte, behielten sie an der Weser einen klaren Kopf. Belohnung: der DFB-Pokal.
SAISON – Note: noch gut (2-)
Eine Spielzeit mit einigen Höhepunkten (5:2 gegen Bayern, 5:4 gegen Hoffenheim), aber eben auch mit reichlich Nackenschlägen. Am Ende stand der DFB-Pokalsieg, verbunden mit der Qualifikation zur neuen Europa League. Und den Gewinn des „Potts“ feierten die Grün-Weißen tags darauf vor dem Rathausplatz mit ihren Fans ausgiebig. Auch die Endspielteilnahme im UEFA-Cup sollte man trotz eher enttäuschenden Leistungen in der Bundesliga nicht vergessen. Saison gerettet!
Zum Sommerfahrplan von Werder Bremen
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Werder Bremen: Gewinner und Verlierer
Eure Meinung: Wie bewertet ihr die Saison von Werder Bremen?
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